Drese zum Weltkindertag: „Kinderrechte heißt, Kindern ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen“
Schutz, Gesundheit und Beteiligung: Mecklenburg-Vorpommern stärkt Jugendbeteiligung – erstmals dürfen 16- und 17-Jährige bei der Landtagswahl mitentscheiden
Kinderrechte sind mehr als der Schutz vor Gewalt. Sie bedeuten auch, sicher, gesund und gut aufzuwachsen, Unterstützung zu bekommen und mitreden zu können. Darauf weist Sozial- und Jugendministerin Stefanie Drese anlässlich des Weltkindertages am 20. September hin.
„Kinderrechte beginnen nicht erst, wenn etwas schiefgeht. Sie bedeuten, Kindern von Anfang an gute Bedingungen für ihr Aufwachsen zu geben, sie zu schützen, wenn sie Hilfe brauchen, und ihre Stimme ernst zu nehmen“, sagte Drese. „Kinderschutz, Gesundheitsförderung und Beteiligung gehören für mich deshalb zusammen.“
Mit dem neuen Kinderschutzgesetz hat Mecklenburg-Vorpommern erstmals ein eigenes Landesgesetz geschaffen und Prävention, fachübergreifende Zusammenarbeit sowie die Qualifizierung von Fachkräften gestärkt. Hinzu kommen die Rückübertragung des Landesjugendamtes in die Landesverwaltung und die neue Zentrale Stelle Kinderschutz. Angebote wie die Kinderschutz-Hotline, das Childhood-Haus und die Kontaktstelle Kinderschutz wurden fortgeführt und ausgebaut. „Kinderschutz braucht verlässliche Strukturen, gut ausgebildete Fachkräfte und kurze Wege, wenn Kinder oder Familien Unterstützung brauchen“, so Drese.
Für Familien gibt es zudem ein Netz niedrigschwelliger Hilfen – von den Frühen Hilfen und Familienhebammen bis zu inzwischen zehn Kinder- und Familienzentren. Mit KipsFam werden Kinder und Jugendliche aus Familien mit psychischen oder Suchterkrankungen unterstützt.
Auch ein gesundes Aufwachsen ist ein Kinderrecht. Die Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention setzt deshalb Schwerpunkte bei Bewegung, psychischer Gesundheit, Suchtprävention und Gesundheitskompetenz. „Kinder brauchen Bewegung, verlässliche Beziehungen und Unterstützung, wenn es ihnen nicht gut geht. Deshalb setzen wir früh an, um Familien, Kitas, Schulen und Fachkräfte zu stärken“, sagte Drese.
Zum Kinderrecht auf Beteiligung gibt es in Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls einen aktuellen Anlass: Am Sonntag dürfen bei der Landtagswahl erstmals 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz stärkt darüber hinaus die Mitsprache junger Menschen auf kommunaler Ebene und verpflichtet dazu, sie bei Planungen und Vorhaben zu beteiligen, die ihre Interessen berühren.
„Mit 16 bei einer Landtagswahl wählen zu dürfen, ist ein starkes Zeichen: Junge Menschen sind nicht nur die Zukunft unseres Landes, sondern Teil unserer Gesellschaft – mit eigenen Rechten und eigenen Vorstellungen“, sagte Drese. „Wenn junge Menschen etwas betrifft, müssen wir ihnen zuhören und ihnen echte Möglichkeiten geben, Einfluss zu nehmen.“
Mit zusätzlichen Fördermitteln für demokratische Jugendarbeit unterstützt das Land 2026 und 2027 außerdem Jugendverbände, Beteiligungsnetzwerke und weitere Projekte, die demokratische Teilhabe junger Menschen stärken.
„Starke Kinder brauchen Schutz, Chancen und eine Stimme. Genau darum geht es am Weltkindertag – und genau daran müssen wir jeden Tag arbeiten“, so Drese.