Windenergieanlage soll Produktionsstandort in Schwerin mit grünem Strom versorgen

Nr.302/2026  | 18.09.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute den Genehmigungsbescheid für die Errichtung und den Betrieb einer neuen Windenergieanlage auf dem Gelände der Ypsomed Produktion GmbH in Schwerin übergeben. Den Bescheid nahmen Werksleiter Tomasz Walesa und der Kaufmännische Leiter Maik Bahr entgegen. Zuvor informierte sich der Minister bei einer Besichtigung über den Baufortschritt beim Ausbau des Produktionswerkes II.

„Ypsomed investiert mehr als 500 Millionen Euro in Schwerin und will in den kommenden drei Jahren 500 neue Arbeitsplätze schaffen. Das ist ein starkes Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Mit der neuen Windenergieanlage verbinden wir diese industrielle Entwicklung mit einer zunehmend eigenen und erneuerbaren Energieversorgung. Genau solche Investitionen brauchen wir: Sie schaffen Wertschöpfung und Arbeitsplätze und machen Unternehmen unabhängiger von Energiepreisschwankungen“, sagte Backhaus.

Die Genehmigung ist für unseren Standort ein Meilenstein. Die Windenergieanlage ist ein wichtiger Baustein unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Gemeinsam mit der Photovoltaikanlage wollen wir erneuerbare Energie direkt am Standort nutzen und damit unsere Produktion langfristig nachhaltiger gestalten. Darauf können wir als Team und als Standort stolz sein“, Tomasz Walesa, Standortleiter Ypsomed Produktion GmbH.

Die genehmigte Windenergieanlage vom Typ Vestas V162 verfügt über eine Leistung von 7,2 Megawatt, eine Nabenhöhe von 169 Metern und eine Gesamthöhe von 250 Metern. Sie soll auf dem Ypsomed-Gelände in Schwerin-Krebsförden entstehen und gemeinsam mit der bereits vorhandenen Photovoltaikanlage zur nachhaltigen Eigenstromversorgung des Produktionswerks beitragen.

Ypsomed produziert in Schwerin Injektionssysteme zur Selbstverabreichung flüssiger Medikamente und beschäftigt am Standort derzeit rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit dem Ausbau des Standortes will das Schweizer Unternehmen seine Produktionskapazitäten erheblich erweitern.

Backhaus: „Mecklenburg-Vorpommern produziert schon heute weit mehr erneuerbaren Strom, als wir selbst verbrauchen. Entscheidend ist, daraus noch stärker einen Standortvorteil zu machen. Wenn Unternehmen hier investieren, wachsen und erneuerbare Energie direkt für ihre Produktion nutzen, bleibt mehr Wertschöpfung im Land. Ypsomed zeigt, wie Energiewende und wirtschaftliches Wachstum zusammengehen können.“

Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung wurde am 17. September 2026 erteilt. Der Antrag war im Januar 2025 eingereicht worden. Aufgrund einer benachbarten Störfallanlage waren im Genehmigungsverfahren besondere Sicherheitsanforderungen zu berücksichtigen.