Drese und die Seawolves machen Schule für gesunde Zähne

Ministerin besuchte Jenaplanschule Rostock zum Tag der Zahngesundheit

Nr.237  | 24.09.2026  | SM  | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Zähneputzen, Zucker, Zahnarzt – und mittendrin die Rostock Seawolves: An der Jenaplanschule Rostock drehte sich am Donnerstag alles um gesunde Zähne. Zum Tag der Zahngesundheit (am 25. September) besuchte Gesundheitsministerin Stefanie Drese die Gesamtschule und machte gemeinsam mit den Basketballern Zahngesundheit zum Teamspiel. Bei einem Gesundheitsquiz konnten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Seawolves ihr Wissen testen, alte Zahnbürsten wurden gegen neue getauscht und Informationen zum „zuckerfreien Vormittag“ und zu einer (zahn)gesunden Ernährung vermittelt. Drese nutzte die Gelegenheit, mit den Kindern ins Gespräch zu kommen und für einen gesunden Alltag zu werben.

„Gesunde Zähne gehören zu einem gesunden Aufwachsen. Und am besten lernen Kinder das nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Spaß, guten Vorbildern und praktischen Tipps“, sagte Drese. „Heute waren die Seawolves unsere Teamkollegen bei der Gesundheitsvorsorge. Beim Basketball geht es um Zusammenspiel, bei gesunden Zähnen auch: richtig putzen, wenig Zucker und regelmäßig zur Kontrolle. Wenn diese Botschaft bei den Kindern hängen bleibt, haben wir schon viel erreicht.“

Dass Prävention weiterhin notwendig ist, zeigen aktuelle Zahlen der AOK Nordost. Nach einer im August 2026 veröffentlichten Auswertung waren 2025 nur 44 Prozent der bei der AOK Nordost versicherten Kinder in Mecklenburg-Vorpommern bis zum sechsten Geburtstag mindestens einmal in einer Zahnarztpraxis. Zwar hatte sich der Anteil gegenüber 2015 deutlich erhöht, zugleich hatten 15 Prozent der untersuchten Kinder ein behandlungsbedürftiges Gebiss.

„Die Entwicklung macht Mut, aber sie zeigt auch, dass wir noch nicht alle Kinder erreichen. Gerade bei den Kleinen entscheidet sich viel durch Gewohnheiten, die früh entstehen. Deshalb ist Prävention so wichtig: Wir wollen nicht warten, bis ein Zahn schmerzt oder aufwendig behandelt werden muss“, so Drese.

Kinder haben bis zum sechsten Geburtstag Anspruch auf bis zu sechs zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Mit dem sechsten Geburtstag kommen regelmäßige Individualprophylaxe-Angebote hinzu. Seit Januar 2026 werden die Ergebnisse der zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen zudem direkt im Kinderuntersuchungsheft dokumentiert.

Drese verdeutlichte, dass Mecklenburg-Vorpommern bereits in der frühkindlichen Bildung auf Zahngesundheit setzt. Seit 2019 ist im Kindertagesförderungsgesetz (KiföG M-V) festgeschrieben, dass die frühkindliche Bildung auch die Anleitung zu einer gesunden Lebensführung umfasste. Ausdrücklich genannt werden dabei hygienisches Verhalten, tägliche Zahnpflege, gesunde Ernährung und Bewegung.

„Was Kinder früh lernen, wird leichter zur Gewohnheit. Deshalb gehören Zahnpflege für mich genauso in den Alltag einer Kita wie Bewegung und gesunde Ernährung“, sagte Drese, die 2019 als zuständige Ministerin das KiföG auf den Weg brachte.

Eine wichtige Rolle bei der Zahngesundheit von Kindern spielt die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (LAJ M-V). In ihr arbeiten Zahnärzteschaft, Krankenkassen, das Sozialministerium sowie der Städte- und Gemeindetag und der Landkreistag zusammen. Die LAJ organisiert Zahnuntersuchungen und Prophylaxeangebote in Kindertageseinrichtungen.

„Wenn Kinder heute mit einer neuen Zahnbürste nach Hause gehen, beim Zähneputzen an die Seawolves denken und dabei vielleicht sogar ein bisschen Spaß haben, dann ist schon viel gewonnen. Genau so muss Prävention sein: verständlich, praktisch und mit Freude“, sagte Drese.