Persönliche Erklärung des Chefs der Staatskanzlei Patrick Dahlemann

Nr.240/2026  | 24.09.2026  | STK  | Staatskanzlei

Der Chef der Staatskanzlei Patrick Dahlemann hat heute angekündigt, dass er mit dem Ende der Wahlperiode aus der Staatskanzlei ausscheiden will und mit der Neubildung der Landesregierung auch sein Landtagsmandat niederlegen wird.

„Es ist gelungen, in einer enormen Aufholjagd für ganz MV ein starkes Votum für Manuela Schwesig und die SPD einzufahren und damit einen klaren Regierungsauftrag zu erhalten.

Aber das Direktwahlergebnis vom 20. September ist für mich ein harter persönlicher Einschnitt. Ich bin zwar über die Landesliste in den Landtag gewählt worden. Aber es ist mir, anders als bei den Landtagswahlen 2016 und 2021, nicht gelungen, meinen Wahlkreis rund um Torgelow, Ueckermünde und Eggesin zu gewinnen. Eine klare Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger hat der AfD ihre Stimme gegeben.

Als Demokrat muss man ein Wahlergebnis anerkennen, auch wenn es schmerzt. Aber ich kann nach einem solchen Wahlergebnis auch nicht einfach weitermachen wie bisher.

12 Jahre durfte ich mit aller Kraft die Interessen der Menschen der Uecker-Randow-Region im Landtag vertreten. 10 Jahre durfte ich mich als Parlamentarischer Staatssekretär in der Staatskanzlei einbringen. Es war mir eine große Ehre, mich als Abgeordneter, Vorpommern-Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei für das Land und für meinen Wahlkreis einzusetzen. Ich habe all diese Aufgaben mit Herzblut erfüllt. Die enge Verbindung mit meiner Heimatregion war mir dabei immer besonders wichtig. Ich blicke stolz auf so viel Erreichtes für meine Heimatregion zurück, wie zum Beispiel den Bau der Beruflichen Schule in Torgelow, die zahlreichen Feuerwehrgerätehäuser oder die Fertigstellung und Förderung unserer Pommernkogge Ucra. Dennoch hat sich die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler in meinem Wahlkreis für eine grundlegend andere Richtung entschieden als die, für die ich aus voller Überzeugung eintrete.

Meine Amtszeit als Chef der Staatskanzlei endet mit dem Zusammentritt des neuen Landtages. Ich werde nach erfolgreichem Abschluss der Regierungsbildung und der Neuwahl der Ministerpräsidentin auch mein Abgeordnetenmandat zurückgeben.

Ich bin vor allem Ministerpräsidentin Manuela Schwesig für die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit sehr dankbar. Ebenso danke ich dem Team der Staatskanzlei und meinem Wahlkreisbüro für das großartige Engagement der vergangenen Jahre. Mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern meines Wahlkreises und zahlreichen Unterstützern war das eine herausragende Zusammenarbeit.

Unserer Region und dem Land Mecklenburg-Vorpommern wünsche ich von Herzen nur das Beste. Ich danke allen meinen Wählerinnen und Wählerinnen und bitte zutiefst um Verständnis für diese persönliche Entscheidung, die ich gemeinsam mit meiner Familie getroffen habe.“