Kulturpreis und Kulturförderpreis 2020 verliehen
Früherer Intendant des Theaters Vorpommern Dr. Wolfgang Bordel sowie Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. ausgezeichnet


Schwesig: "Wertvolles Engagement für eine lebendige Kultur im Land"
© Staatskanzlei
Schwesig: "Wertvolles Engagement für eine lebendige Kultur im Land"
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Der langjährige Intendant des Theaters Vorpommern Dr. Wolfgang Bordel ist am 3. September mit dem Kulturpreis 2020 des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet worden. Das Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. erhält den Kulturförderpreis für sein Projekt "Straze".
Mit diesen beiden Auszeichnungen hebe die Landesregierung herausragende künstlerische und kulturelle Leistungen im Land hervor, so Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Wir wollen zeigen, wie wichtig und wertvoll das besondere Engagement Einzelner für eine lebendige Kultur in Mecklenburg-Vorpommern ist
, betonte sie bei der Preisverleihung in der Orangerie des Schweriner Schlosses.
30 Jahre Kulturland MV fest mit dem Namen Dr. Wolfgang Bordel verbunden


Dr. Wolfgang Bordel bei seiner Ansprache
© Staatskanzlei
Dr. Wolfgang Bordel bei seiner Ansprache
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Ein Rückblick auf 30 Jahre Kulturland MV sei fest mit dem Namen Dr. Wolfgang Bordel verbunden, führte Schwesig weiter aus. Seine große Liebe zu Kunst und Kultur, seine Leidenschaft für das Theater hat ihn schon in den 80er-Jahren nach Anklam gebracht. Nach der Abwicklung des Theaters nach der Wende hat er für die Vorpommersche Landesbühne Anklam gekämpft.
Gut 35 Jahre war er dort Intendant. Das sei rekordverdächtig - weit über die Landesgrenzen hinaus. Die Menschen mit Kunst und Kultur zu begeistern, war sein großer Antrieb. Wenn die Menschen nicht zu ihm kamen, brachte er das Theater zu den Menschen: mit kleineren Spielstätten, die er in ganz Vorpommern etablierte, von Barth bis Zinnovitz.
So habe er bis zu 80.000 Besucherinnen und Besuch pro Saison erreicht.
Schwesig: "Straze" ist ein wunderbares Beispiel für das große bürgerschaftliche Engagement im Land


Thomas Schmidt vom Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V.
© Staatskanzlei
Thomas Schmidt vom Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V.
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Seit vielen Jahren arbeite das Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. daran, ein neues Zentrum für Kultur, Bildung und Teilhabe für die Hansestadt aufzubauen, einen Ort der Begegnung, ein Haus der Ideen. In Eigenregie und ehrenamtlich renovierten die Vereinsmitglieder das alte Haus, mit viel Liebe zum Detail und großer Ausdauer. Im Oktober werde es und von Vereinen und Verbänden mit Leben erfüllt. Die "Straze" ist ein wunderbares Beispiel für das große bürgerschaftliche Engagement in Mecklenburg-Vorpommern. Der Einsatz der Engagierten macht aus unserem Land eine so unglaublich vielfältige Kulturlandschaft
, so die Ministerpräsidentin.
Abschließend erinnerte sie an die schwierige Situation für die Künstlerinnen und Künstler in Zeiten der Corona-Pandemie: Viele von ihnen stünden unverschuldet vor existenziellen Herausforderungen. Schwesig: 20 Millionen Euro haben wir deshalb zusätzlich zu den Soforthilfen als Unterstützung für die Kultur im Land eingeplant, zum Beispiel für Kultureinrichtungen, Festivals oder Überbrückungsstipendien für freischaffende Künstlerinnen und Künstler.
Es komme aber auch auf die Zuschauer an, so die Ministerpräsidentin. Es ist an uns, an allen, die Kultur lieben, die Angebote zu nutzen und Werbung für die Kultur in unserem Land zu machen.
Bildergalerie

Vor der Treppe bei der Orangerie: Dr. Wolfgang Bordel und Thomas Schmidt, dahinter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Bettina Martin
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Karte zum Festakt
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Kulturpreisträger Dr. Wolfgang Bordel mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Bettina Martin
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Schwesig: "Wertvolles Engagement für eine lebendige Kultur im Land"
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Dr. Wolfgang Bordel bei seiner Ansprache
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Thomas Schmidt vom Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V.
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