Landeskulturpreis und Kulturförderpreis 2019 verliehen

Inge Jastram für ihr Lebenswerk und Juri Rosov für sein vielfältiges Engagement in der Jüdischen Gemeinde in Rostock ausgezeichnet

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Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Bildungsministerin Bettina Martin mit Inge Jastram und Juri Rosov

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Bildungsministerin Bettina Martin mit Inge Jastram und Juri Rosov

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Bildungsministerin Bettina Martin mit Inge Jastram und Juri Rosov

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat am 12. September 2019 Inge Jastram mit dem Kulturpreis des Landes Mecklen­burg-Vorpom­mern ausgezeichnet. Inge Jastram gehört mit ihren Grafiken und Illustrationen zu den bedeutendsten Künstle­rinnen unseres Landes, sagte die Minister­präsidentin in ihrer Rede auf der Fest­veran­stal­tung in Schwerin.

Ins heutige Mecklenburg-Vorpommern kamen Sie der Liebe wegen. Aber recht schnell haben Sie hier bei uns auch Ihre künstlerische Heimat gefunden: Zunächst mit Illustrationen für die Ostsee-Zeitung. Es folgten baugebundene Arbeiten, mit denen Sie zusammen mit Ihrem Mann Jo und anderen Künstlern das Stadtbild der Hansestadt Rostock künstlerisch geprägt haben. Etwa an prägnanten Bauten wie dem Teepott in Warne­münde oder bei der Gestaltung des Bern­stein­saals im Neptun-Hotel. Später waren Sie dann als Buch­illustratorin auch für den traditions­reichen Rostocker Hinstorff-Verlag tätig. Und als freischaffende Künstlerin haben Sie sich mit Ihren Grafiken und Radierungen einen Namen gemacht. Auch weit über unsere Landes­grenzen hinweg, würdigte die Minister­präsidentin das Schaffen der 85-Jährigen. Inge Jastram ist eine ganz besondere Botschafterin für die viel­fältige Kultur­land­schaft in unserem Land geworden. Dafür ehren wir sie heute mit dem Kultur­preis des Landes.

Bildungsministerin übergibt Kulturförderpreis

Der Kultur­förder­preis des Landes wurde durch die Ministerin für Bildung, Wissen­schaft und Kultur Bettina Martin an den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Rostock Juri Rosov übergeben. Rosov habe sich in den nunmehr 16 Jahren, die er an der Spitze der Gemeinde steht, vorbildlich dafür eingesetzt, dass jüdische Kultur in all ihren Facetten in der Öffent­lich­keit sichtbar wird. Juri Rosov hat einmal gesagt, dass Kultur besonders gut geeignet ist, um Berührungs­ängste abzubauen. Das sehe ich genauso. Ich bin überzeugt: Vorurteile können am besten durch Dialog und durch offene Türen ausgeräumt werden. Und dadurch, dass man einander begegnet. Dafür schaffe die Jüdische Gemeinde in Rostock mit den Theater­stücken ihrer Theater­gruppe oder den jüdischen Kultur­tagen, die für Oktober wieder geplant sind, reichlich Gelegenheit.

Der Kultur­preis des Landes ist mit 10.000 Euro, der Kultur­förder­preis mit 5.000 Euro dotiert.