Krisenmanagement an Bildungseinrichtungen
Deutsch-polnischer Bildungsausschuss berät in Görlitz zu Krisenprävention und Krisenmanagement
Wie können Schulen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen auf Krisen vorbereitet werden? Das „Management von Krisen in Bildung und Wissenschaft“ steht im Mittelpunkt der 17. Sitzung des Deutsch-Polnischen Bildungsausschusses, die am 9. und 10. Juni 2026 in der Europastadt Görlitz stattfindet. Sie wird vom Staatssekretär des Ministeriums für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern Tom Scheidung sowie Magda Witan aus dem Ministerium für Nationale Bildung der Republik Polen geleitet.
Tom Scheidung, Staatssekretär, Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern: „Vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher, politischer und humanitärer Herausforderungen gewinnt das Thema Krisenmanagement an unseren Schulen, aber auch an den Schulen in Polen, an Bedeutung. Daher ist es wichtig, sich auch überregional über Frühwarnsysteme, Krisenprävention sowie Konzepte zum Krisenmanagement an Bildungseinrichtungen zu verständigen.“
Wilfried Kühner, Staatssekretär, Sächsisches Staatsministerium für Kultus: „Herausforderungen im Schulalltag machen nicht an Grenzen halt. Gesammelte Erfahrungen im Krisenmanagement wollen wir bündeln und durch grenzüberschreitenden Austausch weiterentwickeln. Mit dem ‚Notfallmanagement‘ geben wir unseren sächsischen Schulen konkrete, praxistaugliche Handlungshilfen an die Hand – sei es beim Umgang mit technischen Störungen, bei Gewalt oder in akuten Bedrohungslagen. Darüber hinaus bringen wir Präventionsprogramme wie ‚Prävention im Team (PiT) Ostsachsen‘ direkt in unsere Klassenzimmer.“
Octavian Ursu, Oberbürgermeister der Stadt Görlitz: „Wir freuen uns, als Europastadt Görlitz/Zgorzelec Gastgeber für den 17. Deutsch-Polnischen Bildungsausschuss sein zu dürfen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen wird bei uns mit all ihren Herausforderungen organisiert und gelebt. Als Tagungsort bringen wir deswegen die Perspektive der alltäglichen Praxis ein, die wir gern mit den Kolleginnen und Kollegen der beteiligten Partner teilen und daraus gemeinsam Lösungsansätze für das zukünftige Krisenmanagement entwickeln möchten.“
Die Tagung findet an drei Standorten in Görlitz statt: dem Augustum-Annen-Gymnasium, dem Beruflichen Schulzentrum „Christoph Lüders“ und der Hochschule Zittau/Görlitz. Auf der Tagesordnung der Sitzung stehen neben dem Management von Krisen der Aufbau von Netzwerken der Schulen im grenznahen Raum mit bilingualer/binationaler Ausrichtung sowie die Vernetzung der Länder in der Bildungszusammenarbeit.
Der Deutsch-Polnische Bildungsausschuss setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der nationalen und regionalen Ebene beider Länder zusammen. In drei Fachgruppen erarbeitet er Lösungsansätze zur Weiterentwicklung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Bildungsbereich in den Bereichen allgemeine schulische Bildung einschließlich frühkindlicher Bildung, berufliche Bildung sowie Hochschulbildung. Ziel ist es, die Bildungszusammenarbeit beider Länder nachhaltig zu stärken und gemeinsame Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu erarbeiten.
Weitere Informationen zum Deutsch-Polnischen Bildungsausschuss sind auf www.regierung-mv.de zu finden.