Jahresbericht: LAGuS steigert erneut Ausgaben für soziale und gesundheitliche Belange der Menschen in MV

Nr.166  | 08.07.2026  | SM  | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Sozialministerin Stefanie Drese hat heute in Rostock den Jahresbericht 2025 des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) vorgestellt, gemeinsam mit Dr. Heiko Will, Erster Direktor des LAGuS.

„Das LAGuS hat auch im Jahr 2025 wieder das Leben fast aller Bürgerinnen und Bürger in MV berührt. Von sicheren Arbeitsbedingungen und sauberem Trink- und Badewasser über Elterngeld bis hin zu hygienisch einwandfreien Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen – um diese und weitere Aufgaben kümmern sich die Beschäftigten zuverlässig und kompetent“, lobte Drese bei der Präsentation des Jahresberichtes.

Die Ministerin hob zudem hervor, dass das LAGuS wieder ein Rekordjahr vorweisen kann. So lagen die Ausgaben des LAGuS für soziale und gesundheitliche Belange im Jahr 2025 bei rund 1,41 Milliarden: „Eine weitere Steigung im Vergleich zum Vorjahresrekord von 50 Millionen“, so Drese. Insgesamt seien durch das LAGuS mehr als 7.200 Projekte begleitet worden, darunter mehr als 4.300 neue Förderungen mit einem Gesamtvolumen von 775 Millionen Euro.

Die Ministerin verdeutlichte in diesem Kontext die tragende Rolle, die das LAGuS bei der Umsetzung sozial-, familien- und gesundheitspolitischer Vorhaben des Landes spiele. „So wurden mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds Plus innerhalb eines Jahres bereits zehn Kinder- und Familienzentren ausgebaut, die Familien in belasteten Lebenslagen mit bedarfsgerechten Angeboten unterstützen“, hob Drese eine neue niederschwellige Hilfe im Kampf gegen Kinderarmut und soziale Ausgrenzung hervor.

Drese betonte zudem, die Aktivitäten des Landes bei der Weiterentwicklung des Kinderschutzes. „Erstmals gibt es in Mecklenburg-Vorpommern ein eigenständiges Kinderschutzstrukturgesetz. Ein wesentlicher Bestandteil darin ist die Ansiedlung des Landesjugendamtes beim LAGuS. Damit bündeln wir fachliche Expertise und erfolgt eine Steuerung aus einer Hand, um die kommunalen Jugendämter verlässlich zu unterstützen und Bedarfe frühzeitig zu erkennen “, unterstrich Drese und dankte den Beschäftigten für ihre engagierte Arbeit.

Die Ministerin appellierte zudem an alle Personalverantwortliche im Land, mehr Mut bei der Einstellung von Menschen mit Handicap zu zeigen. „Etwa die Hälfte aller Unternehmen zahlt eine Ausgleichsabgabe, statt Menschen mit Behinderungen eine berufliche Chance zu geben. Dabei stehen umfangreiche Förderungen und Beratungsangebote bei den Einheitlichen Ansprechpartnern für Arbeitgeber (EAA) oder durch das beim LAGuS angesiedelte Landesprogramm Inklusive Ausbildung und Arbeit zur Verfügung“, verdeutlichte Drese.

„Unsere Bilanz, die wir hier vorlegen, zeigt, dass wir viele Herausforderungen erfolgreich bewältigt haben“, sagte Dr. Heiko Will, Erster Direktor des LAGuS. „Neben umfangreichen Leistungsaufgaben für nahezu sämtliche Lebensbereiche und vielfältigen Aufsichts-, Überwachungs- und Prüfaufgaben gehören dazu auch die Informations- und Beratungsaufgaben für Bürgerinnen und Bürger, verschiedenste Träger von der Jugend- bis zur Sozialarbeit, für Gesundheitseinrichtungen sowie Betriebe und Institutionen“, machte Dr. Will deutlich.

Der Jahresbericht steht im Internet unter www.lagus.mv-regierung.de zur Verfügung und befindet sich im Anhang dieser PM.

Einige Eckdaten zur Arbeit des LAGuS im Jahr 2025:

  • Mehr als 7.200 Projekte in mehr als 170 verschiedenen Förder- und Leistungsbereichen für nahezu alle Lebenslagen sind durch das LAGuS begleitet worden.
  • Mehr als 4.300 neue Förderungen mit einem Gesamtvolumen von 775 Millionen Euro wurden bewilligt.
  • Ein großes Projekt ist die Förderung von Kinder- und Familienzentren. 5,5 Millionen Euro werden dafür eingesetzt, um Familien in belasteten Lebenslagen durch bedarfsgerechte Angebote zu unterstützen. 
  • Die Entwicklung seniorenpolitscher Gesamtkonzepte wurden im Vorjahr mit etwa 560.000 Euro gefördert. 
  • 20-jähriges Jubiläum feierten die Integrationsfachdienste im Engagement für Menschen mit Behinderung und deren Arbeitgeber. Ihre Bilanz spricht für sich: 14.000 Menschen wurden qualifiziert beraten und unterstützt, 1.000 Menschen aktiv in Arbeit vermittelt und 85 % der Arbeitsverhältnisse gesichert. 
  • 882 Approbationen und 292 Berufserlaubnisse wurden in akademischen Heilberufen erteilt. Es wurden 1.648 Erlaubnisse zum Führen der Berufsbezeichnung im Bereich der Gesundheitsfachberufe erteilt. 
  • Das LAGuS überwacht die Einhaltung der Hygienevorschriften in den Krankenhäusern und Reha-Kliniken in MV. Schwerpunkt war die hygienische Bettenaufbereitung zur Sicherheit der Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern. 
  • Im Bereich Arbeitsschutz gab es 2.262 Vor-Ort-Kontrollen in den Betrieben. Hinzu kommen rund 1.000 Baustellen-Überprüfungen. 
  • In Mecklenburg-Vorpommern lebten Ende 2025 ca. 408.000 Menschen mit Behinderungen (+13.000 im Vergleich zu 2024). Etwa 237.500 Menschen waren schwerbehindert (+7.000). Mehr als 54.000 Anträge waren zu bearbeiten. 
  • Im Jahr 2025 konnten sieben Mensch-Assistenzhunde-Gemeinschaften nach der Assistenzhundeverordnung zertifiziert werden. 
  • Zur Förderung von Menschen mit Handicap im Arbeitsleben (umfangreiche Förderinstrumente für Beschäftigte und Arbeitgeber) wurden etwa 4,9 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe für die Sicherung bestehender Beschäftigungsverhältnisse ausgegeben. 
  • 1,7 Millionen Euro wurden im Rahmen des Landesprogramms „Inklusive Ausbildung und Arbeit“ für (160 Anträge) bewilligt. 
  • Es wurden etwa 16.300 Wasserproben (Trink- und Badewasser) in den LAGuS-Laboren analysiert. 
  • Ende 2025 wurden die letzten ca. 9.600 Anträge auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie abgearbeitet.
  • Die Behörde hat 529 Beschäftigte (31.12.2025) der größte der sechs Standorte ist Rostock mit knapp 270 Beschäftigten, größter Bereich ist die Abteilung Soziales mit ca. 170 Beschäftigten. Weitere Standorte sind Schwerin, Stralsund, Neubrandenburg, Greifswald und Neustrelitz.
  • Das LAGuS nutzt verschiedene Möglichkeiten, mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Betrieben und Institutionen direkt in Kontakt zu kommen, hier einige Beispiele:
    • Ausrichtung des Arbeitsschutztages
    • Gastgeber für den Girls‘Day
    • Teilnahme am Fördermitteltag
    • Organisation und Durchführung größerer Fortbildungsveranstaltungen für medizinische Fachkräfte
    • Zusammenarbeit mit Familienkasse der Arbeitsagentur und Standesämtern beim Elterngeld