Darßbahn – Ergebnisse des <br />Wirtschaftlichkeitsgutachtens heute vorgestellt

Nr.455/09  | 17.12.2009  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung

Die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zum Wiederaufbau der Darßbahn weisen auf eine nicht ausreichende Wirtschaftlichkeit hin. Verkehrsminister Volker Schlotmann betonte: "Wir werden uns die Ergebnisse aber im Einzelnen sehr genau anschauen und zügig entscheiden, sobald das Gutachten komplett vorliegt." Der Endbericht des Gutachtens soll im ersten Quartal 2010 schriftlich vorgelegt werden. Die Eckpunkte der Untersuchungsergebnisse des Büros Intraplan Consult GmbH waren heute dem projektbegleitenden Ausschuss vorgestellt worden. Intraplan ist als Gutachter für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen von Verkehrswegeplanungen bundesweit anerkannt und hat schon zahlreiche entsprechende Untersuchungen für den Bund und viele andere Bundesländer durchgeführt.

Das Verkehrsministerium Mecklenburg-Vorpommern hatte die gutachterliche Wirtschaftlichkeitsuntersuchung in Auftrag gegeben, um prüfen zu lassen, ob der volkswirtschaftliche Nutzen einer Darßbahn die Kosten übersteigen würde. In der Verkehrswegeplanung ist eine Investition generell nur bei einem Nutzen-Kosten-Verhältnis größer als 1,0 zulässig. Obwohl zahlreiche Vorteile des untersuchten Projektes auf der Hand liegen, wäre der erforderliche Kapitaleinsatz derartig hoch, dass dieses Verhältnis nur bei 0,88 und damit unter diesem Grenzwert liegt.

Die Darßbahn führte bis zu ihrer Betriebseinstellung 1947 über Barth weiter nach Zingst und nach Prerow. Derzeit müssen Fahrgäste mit dem Ziel Zingst und Darß am Bahnhof Barth auf den Bus umsteigen.

Ein Wiederaufbau der etwa 19 Kilometer langen Strecke würde die Instandsetzung der Gleisanlagen und Brücken von Barth nach Bresewitz, den Neubau der Brücke über den Meiningenstrom als kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke nach dem Vorbild der Wolgaster Klappbrücke und den Wiederaufbau der Strecke von der Meiningenbrücke nach Prerow erfordern. Hinzu käme der Neubau von acht Haltepunkten. Die Wiederherstellung der Bahnstrecke würde Gesamtinvestitionen in Höhe von etwa 48 Millionen Euro erfordern.