Ehrenamtspreis der Justiz

Ehrung anlässlich 30 Jahre Justiz in MV ins Leben gerufen

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Justizministerin Jacqueline Bernhardt (5.v.l.), OLG-Präsident Theede (2.v.r.), LSG-Präsident Wagner (3.v.l.), JVA-Leiter Grotjohann (links), BDS-Landesvorsitzende Schade (4.v.r.), NWM-Bereichsleiterin Plagemann (Mitte) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern. @JM

Justizministerin Jacqueline Bernhardt (5.v.l.), OLG-Präsident Theede (2.v.r.), LSG-Präsident Wagner (3.v.l.), JVA-Leiter Grotjohann (links), BDS-Landesvorsitzende Schade (4.v.r.), NWM-Bereichsleiterin Plagemann (Mitte) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern. @JM

Justizministerin Jacqueline Bernhardt hat zum dritten Mal den Preis für Ehrenamtliche in der Justiz verliehen. In den Goldenen Saal kamen gut 50 Gäste, darunter Preisträgerinnen, Preisträger, Laudatorinnen und Laudatoren sowie Nominierte.

„Ein Ehrenamt in dieser Zeit kann gar nicht oft genug gewürdigt werden. Der Einsatz für die Gesellschaft ist ein Zeichen höchster Menschlichkeit. Auch in der Justiz ist das Ehrenamt durchaus vielfältig. Engagierte Menschen sind hier ebenso in allen Bereichen zu finden. In den Gerichtssälen garantieren Schöffinnen und Schöffen sowie ehrenamtliche Richterinnen und ehrenamtliche Richter, dass das Urteil im Namen des Volkes gesprochen wird. In den Gefängnissen sind Vereine und auch einzelne Personen tätig, die oft mit Projekten die Arbeit der Resozialisierung unterstützen. In vielen Haushalten kümmern sich Betreuerinnen und Betreuer ehrenamtlich um Menschen, die Hilfe benötigen. Aber auch Schiedsleute sind in ganz Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz und legen unter anderem so manche Streitigkeit in der Nachbarschaft außergerichtlich bei. Diese ehrenamtlich engagierten Frauen und Männer treten für unseren Rechtsstaat ein. Ihnen gilt Respekt und Dank. Daher habe ich den Ehrenamtspreis der Justiz ins Leben gerufen, den ich heute zum dritten Mal überreiche durfte“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt zur feierlichen Übergabe des Ehrenamtspreises der Justiz im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais‘ in Schwerin.

„Ich freue mich, dass alle Preisträgerinnen und Preisträger ihre persönliche Laudatio derer, die sie nominiert haben, bekommen. Geehrt wurden sieben Frauen und Männer sowie ein Verein, die sich an den Gerichten, im Justizvollzug sowie in der Streitschlichtung und Betreuung verdient gemacht haben. Sie alle tragen dazu bei, dass unser Rechtsstaat funktioniert und bereichert wird. Mit dem Ehrenamtspreis der Justiz zeigen wir das breite Spektrum der ehrenamtlichen Tätigkeit in der und für die Justiz. Viele Ehrenamtliche sind seit Jahrzehnten dabei. Ihr Engagement mit Herz sollte uns allen täglich ein Vorbild sein. Daher wollen wir mit dieser Feierstunde und mit dem Preis das Ehrenamt wertschätzen, nicht nur heute“, sagt Justizministerin Jacqueline Bernhardt.

 

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2024 sind:

Regina Eisenblätter (Pasewalk) Die Schöffin ist jetzt in der vierten Wahlperiode. Seit dem Jahr 2009 ist sie dabei und meistert die herausfordernde ehrenamtliche Tätigkeit weiterhin mit Freude und Engagement.

Knut Cremer (Neubukow) Als Schöffe in einer noch laufenden Wirtschaftsstrafsache am Landgericht Rostock ist er seit bereits gut zwei Jahren im Einsatz. Seit vielen Jahren übt er das Schöffenamt aus.

Die Laudatio für Regina Eisenblätter und Knut Cremer hielt der Präsident des Oberlandesgerichts Rostock Kai-Uwe Theede.

Gerd Hamm (Blumenthal) Seit fast 32 Jahren ist er als ehrenamtlicher Richter in der Sozialgerichtsbarkeit tätig. Am Landessozialgericht ist er seit 2005 als ehrenamtlichen Richter verantwortungsvoll und engagiert im Einsatz.

Die Laudatio für Gerd Hamm hielt der Präsident des Landessozialgerichts Mecklenburg-Vorpommern Axel Wagner.

Irmhild Finck (Laage) Als ehrenamtliche Richterin ist sie seit 1993 tätig. Zuverlässig und engagiert unterstützt sie seitdem die Senate des Gerichts bei den Entscheidungsfindungen.

Die Laudatio für Irmhild Finck hielt der Vizepräsident des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern Michael Skeries.

Ursula Gecht (Schönberg) Sie führt aktuell acht Fremdbetreuungen ehrenamtlich. Seit 2017 ist sie bereits engagiert ehrenamtlich als Betreuerin tätig, hilft bei rechtlichen Angelegenheiten sowie beim Beantragen und Durchsetzen von Ansprüchen auf Sozialleistungen.

Die Laudatio für Ursula Gecht hielt die Fachgebietsleiterin für Betreuung im Landkreis Nordwestmecklenburg J. Plagemann.

Verein „Die Flamme der Hoffnung - The Flame Of Hope e.V.“ (Neubrandenburg) Der Verein hat das Maskottchen „Leo Licht“ entworfen, das Besuche von Kindern inhaftierter Eltern in der JVA Bützow unterstützt. Dafür wurde auch eine Broschüre erarbeitet, die Kindern den Besuchsablauf in der JVA erläutert.

Die Laudatio für den Verein „Die Flamme der Hoffnung - The Flame Of Hope e.V.“ hielt der Leiter der JVA Bützow Frank Grotjohann.

Jutta Leu (Sanitz) 27 Jahre lang ist sie bereits erfolgreich als Schlichterin in der Gemeinde Sanitz tätig. Sie arbeitet seit über 16 Jahren auch im BDS, dem Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen, Bezirksvereinigung Rostock mit und führt die Vereinskasse.

Rainer Plötz (Stavenhagen) Seit vielen Jahren ist er Vorsitzender der Bezirksvereinigung Neubrandenburg und stellvertretender Vorsitzender der Landesvereinigung des Bundes Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen BDS. Er unterstützt die Schiedsleute in ihrer Tätigkeit und leitet vor allem neue Schiedsleute an.

Die Laudatio für Jutta Leu und Rainer Plötz hielt die Vorsitzende des Bundes Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, Bärbel Schade.

 

Geschichte des Ehrenamtspreises der Justiz

Anlässlich des Tags der offenen Tür des Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz zum 30. Jubiläum Justiz in Mecklenburg-Vorpommern wurde auch der Ehrenamtspreis der Justiz aus der Taufe gehoben. Ministerin Jacqueline Bernhardt übergab den Preis: „Es ist der erste Ehrenamtspreis der Justiz, mit dem wir das ehrenamtliche Wirken für den Rechtstaat in Mecklenburg-Vorpommern würdigen. Seit meinem Amtsantritt vor gut einem Jahr habe ich bei Besuchen an Gerichten, Staatsanwaltschaften, in Justizvollzugsanstalten, bei Terminen mit dem Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen ganz viele engagierte ehrenamtlich Tätige treffen dürfen. Und immer wieder wurde deutlich, welchen wichtigen Beitrag sie neben den Hauptamtlichen leisten. Ehrenamt ist heutzutage leider alles andere als selbstverständlich. Darum ist es an der Zeit, Danke zu sagen und dem Ehrenamt unseren Respekt und höchste Anerkennung zu zollen“, so die Justizministerin im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais zur Preisverleihung im Rahmen des Tages der offenen Tür des Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz in Schwerin.

„Ein Ehrenamt erfordert viel Kraft und Zeit, Ausdauer und Verlässlichkeit und manchmal kostet es auch Nerven. Daher wird mit dieser ersten Verleihung ein neuer Ehrenamtspreis der Justiz ins Leben gerufen. Ab heute möchte ich jährlich die Menschen ehren, die sich ehrenamtlich um unsere Justiz verdient gemacht haben. Gerade jetzt, wo die Kommunen wieder mehr als 1.300 Schöffinnen und Schöffen für die neue Wahlperiode suchen, ist es ein wichtiges Zeichen, dass Ehrenamt nicht unbeachtet bleibt. Die Preisträger sind allesamt jahrelang ehrenamtlich in der Justiz tätig und haben die Wertschätzung mehr als verdient“, so Ministerin Bernhardt im Jahr 2022.

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