Ministerium gibt Startschuss für Umweltwanderungen – 1.000 Teilnehmer
Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern läutet den am 5. Juni stattfindenden Weltumwelttag heute zum zweiten Mal in Folge mit einer Wanderwoche durch die 13 Nationalen Naturlandschaften des Landes ein. Insgesamt 42 Schülergruppen mit rund 1.000 Teilnehmern haben sich in den vergangenen Wochen für die kostenlosen, geführten Ausflüge angemeldet. Den Anfang machen heute Kinder und Jugendliche der Regionalen Schule in Brüel (Landkreis Ludwigslust-Parchim).
Die diesjährigen Umweltwanderungen finden zu ganz unterschiedlichen Themen statt: Der Naturpark „Peenetal“ bietet eine digitale Schnitzeljagd mit Hilfe von GPS-Geräten an. Im Müritz-Nationalpark geht es um den Baum des Jahres, die Winterlinde, und im Naturpark „Am Stettiner Haff“ ist Wasserwandern angesagt. Im Naturpark „Sternberger Seenland“ nehmen gleich 6 Gruppen mit insgesamt 141 Teilnehmern an den Wanderungen teil. Dort heißt es, das Leben von Milanen, Bienen, Wespen oder Tümpelbewohnern zu erkunden oder die Flora und Fauna rund um den schönen Glammsee.
„In diesem Jahr wollen wir den Umwelttag auch dazu nutzen, um die Bienen und andere bestäubende Insekten in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken“, erklärt Dr. Peter Sanftleben, Staatssekretär im Umweltministerium, der die Schülerinnen und Schüler aus Brüel heute auf ihrer Wanderung durch das Sternberger Seenland begleitete. Erst kürzlich machte sich Umweltminister Dr. Till Backhaus im Rahmen einer viertägigen Wanderung vorbei an den Naturschönheiten des Landes selbst ein Bild von lokalen Projekten und Initiativen zur Entwicklung des ländlichen Raums.
„Mit dem Thema Bienen sind wir in Brüel bestens aufgehoben“, betonte Dr. Sanftleben. So wurde der vom Landschaftspflegeverband „Sternberger Endmoränengebiet e.V.“ angelegte Baumlehrpfad 2012 in Zusammenarbeit mit der Naturparkverwaltung und Rita Klammer, die den Bienenpreis M-V 2015 gewann, zu einem Bienen-Baum-Lehrpfad weiterentwickelt. Er ist Teil der „Mecklenburger Bienenstraße“, einer neu entwickelten naturparkübergreifenden Radroute, die den Naturpark „Sternberger Seenland“ und „Nossentiner/Schwinzer Heide“, aber auch die Akteure mit Bezug zu Bienen und Bienenprodukten miteinander verbindet. Auch an der Regionalen Schule Brüel spielt die Biene im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung eine wichtige Rolle. So wurde beispielsweise das Wahlpflichtfach Imkern eingeführt.
Das Land unterstützt die Lebensbedingungen der Bienen umfassend. „Mit unterschiedlichen Förderprogrammen helfen wir, dass ausreichende und vielfältige Nahrung, vor allem Pollen zur Verfügung stehen. Das Geld erhalten beispielsweise Landwirte, um Blühstreifen und –flächen anzulegen und Fruchtfolgen abwechslungsreich zu gestalten“, erläuterte Dr. Sanftleben. So können die Nahrungsgrundlagen der Insekten langfristig durch die Landwirtschaft gestärkt werden. „Auch unterstützen wir finanziell die Zucht gesunder und leistungsfähiger Honigbienen, zum Beispiel das Bienenzuchtzentrum Bantin, sowie Schulungsmaßnahmen für Imker und die Bekämpfung von Bienenkrankheiten.“
Hintergrund
Der Weltumwelttag ist ein Aktionstag, der am 5. Juni gefeiert wird. Zurückzuführen ist er auf die Welt-Umweltkonferenz vom 5. Juni 1972. Dort wurde der Weltumwelttag offiziell vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen ausgerufen. Seitdem beteiligen sich weltweit jährlich über 150 Staaten mit verschiedensten Veranstaltungen an diesem Tag.





