„Umwelt macht natürlich glücklich“ – Wandern zum Weltumwelttag

Umweltminister Backhaus unterwegs im Naturpark „Flusslandschaft Peenetal“

Nr.179/17  | 26.05.2017  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Heute eröffnete Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus im Naturpark „Flusslandschaft Peenetal“ in Stolpe die diesjährige Wanderwoche anlässlich des Weltumwelttages. Dieser wird jedes Jahr am 5. Juni begangen und steht 2017 unter dem Motto „Umwelt macht natürlich glücklich“. In Mecklenburg-Vorpommern ist es seit 1994 gute Tradition, den Umwelttag mit einer zentralen Landesveranstaltung zu würdigen. Seit 2015 können Schulklassen an geführten Wanderungen durch die Nationalen Naturlandschaften teilnehmen.

„Mit unseren Wanderungen für Schülerinnen und Schüler möchten wir insbesondere bei jungen Menschen das Bewusstsein stärken, dass es der Mensch selbst ist, der die Umwelt beeinflusst und bedroht. Die biologische Vielfalt und die Stabilität sind vielerorts gefährdet. Darauf aufmerksam zu machen, ist uns ein großes Anliegen. Und das Konzept geht auf: In den vergangenen zwei Jahren haben über 2.000 Kinder und Jugendliche an den Wanderungen teilgenommen“, so der Minister.

Für die Auftaktwanderung 2017 hatte sich eine 7. Klasse des Gymnasiums Anklam angemeldet. In drei Gruppen geteilten erforschten die Kinder abwechselnd Stolpe und Umgebung, die interaktive Ausstellung im Naturparkhaus und eigneten sich Wissen über die Biologie des Bibers an.

Um die Schülerinnen und Schülern bei ihren Entdeckungen nicht zu stören, unternahm Umweltminister Backhaus mit geladenen Gästen eine separaten historisch-naturschutzfachlichen Ortsrundgang durch Stolpe und Umgebung. Mit dabei waren unter anderem der Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann, die Landrätin des Kreises Vorpommern-Greifswald Dr. Barbara Syrbe, der Kreistagspräsident des Landkreises Vorpommern-Greifswald Michael Sack, der Bürgermeister der Gemeinde Stolpe Marcel Falk, die Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE Dr. Mignon Schwenke sowie Jürgen Strohschein von der AfD-Fraktion.

Im Mittelpunkt der Wanderung stand die Peene, die mit 175 km der drittlängste Mecklenburg-Vorpommerns ist. Er gehört zu den letzten unverbauten Fließgewässern Deutschlands. „Die Peene wird nicht durch Staue oder Wehre reguliert und fließt wegen ihres geringen Gefälles nur ganz langsam und manchmal auch sogar rückwärts. Durch den naturnahen Zustand der Peene ist sie auch einer der fischartenreichsten Flüsse Deutschlands“, erklärte Backhaus.

Auch ist die Flussniederung der Peene mit ihren ca. 20.000 Hektar ist eines der größten zusammenhängenden Niedermoorgebiete Mittel- und Westeuropas. „Sie zeigt den größten Ursprünglichkeitsgrad aller norddeutschen Flusstäler, was die überregionale, ja europaweite Bedeutung des Peenetals begründet“, unterstrich der Minister. Nicht umsonst sei es als spezielles europäisches Schutzgebiet sowohl nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie als auch nach der Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union ausgewiesen worden.

Um diesen Naturschatz zu erhalten, setzte das Land von 1992 bis 2009 im Peenetal eines der größten Naturschutzprojekte Deutschlands um. Der Zweckverband „Peenetal-Landschaft“ hat in diesem Zeitraum rund 27,4 Millionen Euro in die nachhaltige Entwicklung der Region investiert. Dazu gehören unter anderem der Schutz und Erhalt der einmaligen Landschaft, Umweltbildungsangebote und die Förderung des naturverträglichen Tourismus. Diese Aufgaben wurden 2010 vom Aufbaustab für den Naturpark und 2011 vom heutigen Naturpark „Flusslandschaft Peenetal“ übernommen.

Das neu gestaltete Außengelände des Naturparkhauses wurde heute im Rahmen der Umweltwanderungen von Minister Backhaus eingeweiht. Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt hat dafür Fördermittel in Höhe von knapp 205.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das „Sahnehäubchen“ bilden das Stelzenhaus und ein Pavillon, der als „Grünes Klassenzimmer“ genutzt werden kann.

Die Naturparkstation wurde mit 400.000 Euro LEADER-Mitteln errichtet. Deshalb fand die Auftaktwanderung anlässlich des Umwelttages zugleich im Rahmen der Aktion „Europa in meiner Region“ statt, die europaweit auf EU-geförderte Projekte aufmerksam macht.

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