Aktuell

Backhaus erläutert Entwurf des Klimaverträglichkeitsgesetzes im Landtag

Nr.280/2025  | 12.11.2025  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat sich in seiner aktuellen Sitzung mit der ersten Lesung des Klimaverträglich­keitsgesetzes beschäftigt. Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus bezeichnete die Anstrengungen zum Klimaschutz in der Debatte als alternativlos.

„Klimaschutz ist wichtig – die Klimakonferenz in Brasilien zeigt dies aktuell auf internationaler Ebene. Jeder muss einen Beitrag leisten: Alle Länder der Welt, die Bundesländer und jeder Einzelne ist aufgerufen, unser Erde zu schützen.

Mit dem Klimaverträglichkeitsgesetz setzen wir die Nr. 178 der Koalitionsvereinbarung um und stellen die Weichen für eine klimaneutrale Zukunft.

Bisherige Klimaschutzaktivitäten waren schon erfolgreich. Der CO2-Ausstoß in MV ist seit 2018 bereits um 2 Mio. Tonnen pro Jahr gesunken. Wir fangen also nicht bei null an - aber wir brauchen aber mehr Verbindlichkeit.

Mit einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung das Klimaverträglichkeitsgesetz erarbeitet. Wissenschaftliche Grundlage ist die aktualisierte Sektorzielstudie, die den neuen Zielpfad beschreibt der auf der Grundlage der aktuellen verfügbaren Daten und Informationen nach aktuellen wissenschaftlichen Anforderungen berechnet wurde.

Das Ziel ist ein klimaneutrales MV bis 2045 inklusive Rahmenvorgaben und Treibhausgasemissionsminderungspfaden für die einzelnen Sektoren.

Das Ergebnis des Abstimmungsprozesses ist auch, dass es abweichend vom Koalitionsvertrag sachgerecht ist, dasselbe Klimaschutzziel wie auf Bundesebene – also 2045 – als entsprechende landesrechtliche Regelung vorzulegen. In diese Abwägung wurden finanzielle, soziale und wirtschaftliche Aspekte einbezogen. Wir machen Klimaschutz nicht mit der Brechstange, sondern nehmen die Menschen und die Unternehmen mit. Und wir nehmen uns jetzt 20 Jahre Zeit, um den Prozess zu gestalten.

Die Struktur des Gesetzes orientiert sich an den Sektoren des Bundesklimaschutzgesetzes: Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft, Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft, Abfallwirtschaft und Sonstige. Alle Sektoren leisten Ihren Beitrag – ab 2046 sind nur noch Restemissionen in der Landwirtschaft und geringe Emissionen in allen andere Bereichen vorgesehen.

Zwischenziele der Minderung sind: 2030 minus 26 Prozent, 2035 minus 53 Prozent, 2040 –minus 78 Prozent der Treibhausgas­emissionen im Land.

Der Ausgleich verbleibender Restemissionen erfolgt insbeson­dere durch den Wald, durch Festlegung von CO2 in Holz- und Paludiprodukten.

Das Gesetz legt weiterhin fest, dass ein Klimaschutzplan in 2026 zu erarbeiten ist.

Der Klimaschutzplan enthält die konkreten Maßnahmen, um den Zielpfad einzuhalten.

Dabei geht es um eine kontinuierliche, überprüfbare Entwicklung, die regelmäßig evaluiert und bei Bedarf angepasst wird. Die Treibhausgasemissionen werden regelmäßig (alle 2 Jahre) sektorspezifisch überprüft. Die Ermittlung erfolgt über eine Quellenbilanz – dies entspricht der Herangehensweise in den anderen Bundesländern und auch den internationalen Protokollen.

Damit ist auch klargestellt, dass wir kein Treibhausgasbudget, sondern die Treibhausgasbilanz des Landes nutzen, um festzustellen, ob wir uns auf dem Zielpfad oder im besten Fall darunter bewegen.

Im Gesetz erhält jeder Sektor einen eigenen Abschnitt mit Zielen und Schwerpunkten.

Besonderheiten in Mecklenburg-Vorpommern wurden berücksichtigt, insbesondere sind die entwässerten Moore die größte Treibhausgas-Einzelquelle. Durch jahrzehntelange Entwässerung verlieren Moore nicht nur ihre ökologische Funktion, sondern setzen große Mengen CO₂ frei.

Regelungen für den Moorschutz wurden daher aufgenommen: Erstens wurde das überragendes öffentliche Interesse des Landes und zweitens die Einstellung der Entwässerung ab 2045 festge­legt. Dies ist eine Herkulesaufgabe für alle Beteiligten, aber sie zu erledigen ist notwendig, um die Klimaziele zu erreichen und die Bodenqualität langfristig zu erhalten. Die aktuelle Regelung gibt langfristige Planungssicherheit für künftige Investitionen in der Landnutzung. Gleichzeitig ist die Einstellung der Entwässerung ein Prozess, der mit den Beteiligten vor Ort kooperativ zu entwickeln ist.

Auch die öffentliche Hand soll mit gutem Beispiel vorangehen. Die Landesverwaltung soll bis 2030 klimaneutral organisiert sein.

Der nächste wichtige Punkt im Gesetz ist die Pflicht zur Erstellung der Klimaanpassungsstrategie bis Anfang 2027 für Mecklenburg-Vorpommern. Verankert wird auch die Pflicht der Erstellung von Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte für die Landkreise und kreisfreien Städte. Ebenso werden die Aufgaben der Fach­stelle für Klimawandel und Klimaanpassung am LUNG geregelt.

Das Klimaverträglichkeitsgesetz ist ein wichtiger Schritt, um unser Land auf die Zukunft vorzubereiten und nachhaltig auszurichten. Lassen sie uns gemeinsam den Klimaschutz voranbringen, um unsere Erde zu schützen“, so Minister Backhaus.

Ihre Suchkriterien

  • Suchbegriff: 
  • Bereich:  Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt
  • Zeitraum:   
07.08.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

In MV wird wieder mehr Schwarzwild erlegt

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jagdjahr 2025/2026 insgesamt 153.308 Stücken Schalenwild erlegt. Das Streckenergebnis insgesamt liege über dem zehnjährigen Mittel und steige im Vergleich zum Vorjahr um 18,71 Prozent, erklärt der für die Jagd in MV zuständige Agrarminister Dr. Till Backhaus, der sich mit einem Dank an die Jägerschaft wendet:

06.08.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

Umweltministerium und BUND M-V wollen gemeinsam die Baumarten­vielfalt und die Anzahl der Lücken­bepflanzungen in Alleen und einseitigen Baumreihen an Kreis- und Gemeindestraßen erhöhen

Innerhalb Deutschlands stellt Mecklenburg-Vorpommern bis heute nach Brandenburg das alleenreichste Bundesland dar. Mindestens 4.374 km gesetzlich geschützter Alleen und einseitiger Baumreihen kommen außerhalb geschlossener Ortschaften an allen Straßen und ländlichen Wegen vor.

05.08.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

MV bildet gemeinsam mit Niedersachsen Fachkräfte für den Moorschutz aus

Mecklenburg-Vorpommern bildet mit dem „Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten (IMS)“ am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV (LUNG) seit April 2025 in einem Modellvorhaben im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz 20 zertifizierte Moorspezialistinnen und Moor­spezialisten aus,

05.08.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

Backhaus: MV investiert 36,8 Mio. Euro in Hochwasserschutz der Elbe

Umwelt- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus hat sich am Morgen über den Stand einer Hochwasserschutzmaßnahme bei Boizenburg informiert. Dabei handelt es sich um ein mehr­jähriges Verbundprojekt, dass rund 36,8 Mio. Euro kosten wird.

04.08.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

Sonnenblumenanbau in MV legt deutlich zu

Der Anbau von Sonnenblumen in Mecklenburg-Vorpommern erlebt in diesem Jahr einen deutlichen Aufschwung. Nach den aktuellen Meldungen der landwirtschaftlichen Betriebe wächst die Kulturpflanze 2026 auf rund 7.000 Hektar und damit auf einer mehr als doppelt so großen Fläche wie im Vorjahr.

03.08.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

PRESSEEINLADUNG:Hochwasserschutz Elbe

Umwelt- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus besucht am Mittwoch (05.08.2026) die Baustelle der Deichrückverlegung bei Boizenburg. Im Anschluss stellt er sich Medienvertreterinnen und Medienver­tretern zu Fragen des Hochwasserschutzes an der Elbe.

31.07.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

Kompetenzzentrum Ökowertpapiere: Drei Millionen Euro für natürlichen Klimaschutz

Immer mehr Unternehmen und Privatpersonen investieren freiwillig in den natürlichen Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Die „Ökowertpapiere“ MoorFutures, Waldaktie, HeckenScheck und StreuobstGenussschein erfreuen sich einer anhaltend hohen Nachfrage. Seit Sommer 2025 konnten über das Kompetenzzentrum „Ökowertpapiere“ rund drei Millionen Euro privates Kapital für naturbasierte Klimaschutzmaßnahmen eingeworben werden.

31.07.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

Tote Robben: Vorläufige Untersuchungen zeichnen differenziertes Bild

Das Deutsche Meeresmuseum hat dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt heute die vorläufigen Ergebnisse der Untersuchungen zu den tot aufgefundenen Kegelrobben an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns übermittelt. Es wurden zehn der insgesamt zwanzig im Zeitraum zwischen Mai und Juli gemeldeten Totfunde untersucht. Zehn weitere Tiere konnten aufgrund ihres Zustands oder der Fundumstände nicht geborgen werden. Die Ergebnisse sind ausdrücklich vorläufig. Außerdem befanden sich alle untersuchten Tiere bereits in einem fortgeschrittenen Verwesungszustand. Dadurch ist eine eindeutige Einordnung der Todesursachen vielfach nur eingeschränkt möglich.

30.07.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

20. Welt-Ranger-Tag: Ausflugstipps für Nationale Naturlandschaften MV

Ob im Darßer Wald, an der Ostseeküste oder in den Mooren Mecklenburg-Vorpommerns – 97 von bundesweit 850 Rangerinnen und Ranger sorgen hierzulande jeden Tag dafür, dass Natur geschützt und gleichzeitig erlebbar bleibt. Anlässlich des Welt-Ranger-Tages am 31. Juli würdigt Mecklenburg-Vorpommern dieses Engagement mit zahlreichen Veranstaltungen in den Nationalen Naturlandschaften.

30.07.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

E.ON und Klimaschutz-Ministerium MV machen 83 Fußballfelder große Moorfläche klimafit

E.ON und das Klimaschutz-Ministerium Mecklenburg-Vorpommern setzen ihr Engagement für den Umweltschutz in Kooperation mit der Stadt Malchin in der Region fort: Die neue Zusammenarbeit umfasst die Renaturierung der rund 59 Hektar großen Biergraben-Niederung südwestlich von Malchin. Auch die Wiedervernässung dieses Moores finanziert E.ON aus dem Tarif „ZukunftsStrom“ heraus, bei dem der Energieversorger mit jeder verbrauchten Kilowattstunde einen sogenannten finanziellen „Zukunftsbeitrag“ sammelt.