Zwischenbilanz Grüne Woche: MV präsentiert sich als starker Partner

Nr.017/2026  | 18.01.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Nach drei Messetagen zieht Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschafts­minister Dr. Till Backhaus eine sehr positive Zwischenbilanz der Grünen Woche 2026. Das erste Messewochenende neigt sich dem Ende – und schon jetzt zeigt sich: Der Auftritt des Partnerlandes der Messe, Mecklenburg-Vorpommern, ist ein voller Erfolg. Rund 100.00 Menschrn haben die Messe besucht. 65.000 haben in den Weg in die MV-Halle Gefunden. Das Land konnte sich damit in den ersten Tagen sichtbar, selbstbewusst und authentisch präsentieren – bei Fachpublikum, Verbraucherinnen und Verbrauchern ebenso wie bei internationalen Gästen.

Bereits die offizielle Eröffnungsveranstaltung am Donnerstagabend im CityCube Berlin setzte ein starkes Zeichen. Die Rede von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig stach bei der Festveranstaltung inhaltlich wie emotional heraus. Die Ministerpräsidentin würdigte die Leistungen der Land- und Ernährungswirtschaft, ihre Bedeutung für die Ernährungssicherheit sowie ihren zentralen Beitrag für Wertschöpfung, Beschäftigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt im ländlichen Raum. Mecklenburg-Vorpommern präsentierte sich damit von Beginn an als selbstbewusster Agrar- und Ernährungsstandort mit klarer Haltung.

Auch in der MV-Halle 5.2b war der Erfolg unmittelbar spürbar. Bereits am Starttag am Freitag war die Halle sehr gut besucht – ein Eindruck, der sich am Samstag fortsetzte. Diese Einschätzung teilen zahlreiche Ausstellerinnen und Aussteller, die von hoher Nachfrage, großem Interesse und einer besonders positiven Stimmung berichten.

So spricht Hannes Behrens von der Bäckerei Behrens aus Plau am See von seinem bislang besten Messewochenende auf der Grünen Woche: „Es läuft so gut, dass ich Mitte der Woche außerplanmäßig neues Mehl anliefern lassen muss, um auch das nächste Wochenende noch bestreiten zu können.“ Allein am ersten Wochenende habe die Bäckerei bereits rund 350 Brote aus ihrem außergewöhnlichen Sortiment verkauft. Besonders erfolgreich sei auch das Backen mit Schulklassen, das großen Zuspruch finde und eindrucksvoll zeige, wie gut Handwerk, Regionalität und Bildung zusammenpassen.

Sehr zufrieden zeigt sich auch Gisela Schadwinkel von der Seeperle aus Wismar, die auf über 20 Jahre Erfahrung auf der Grünen Woche zurückblickt: „Diese Grüne Woche ist eine ganz andere. In diesem Jahr stehen nicht nur klassisch Fischbrötchen hoch im Kurs, sondern auch unsere neuen Produkte, die wir bereits im Vorfeld auf der Landespressekonferenz in Schwerin vorstellen durften.“ Besonders gefragt seien die geräucherten Eier, die bereits ausverkauft seien – „aber keine Sorge, alle zwei Tage kommt Nachschub“, so Schadwinkel. Die Umsätze lägen bereits nach dem ersten Messetag auf dem Niveau, das in den Vorjahren erst nach zwei bis drei Tagen erreicht werde, sagte sie weiter. Auffällig sei zudem, wie stolz viele Besucherinnen und Besucher auf Mecklenburg-Vorpommern als Partnerland reagierten. Lobend hob Schadwinkel auch das starke Miteinander unter den Ausstellerinnen und Ausstellern hervor – Kokurrenz gebe es nicht und am Morgen habe sie gemeinsam mit André Domke von der Fischerei Domke aus Bansin auf Usedom auf eine erfolgreiche Messe angestoßen.

Ein besonders positives Fazit zieht auch Manuela Verhage, Gründerin und Inhaberin von Keksdieb Hundeleckerli aus Lüssow-Langendorf (LK Vorpommern-Rügen), die in diesem Jahr erstmals mit einem eigenen Stand vertreten ist: „Wir kamen ohne Erwartungen – und sind jetzt sehr glücklich, wie sich alles entwickelt. Wir haben bereits rund 600 Tüten Hundeleckerlis verkauft, Tendenz steigend.“ Viele Kundinnen und Kunden steuerten den Stand gezielt an, weil sie im Vorfeld auf das Angebot aufmerksam geworden seien. Verhage betonte, dass dies dem Engagement der Landkreise und des Landes zu verdanken sei.

Neben dem erfolgreichen Auftritt in der MV-Halle absolviert Landwirt­schaftsminister Till Backhaus während der Grünen Woche zahlreiche politische Gespräche mit Verbänden und Akteuren der Land- und Ernährungswirtschaft. Dazu zählen unter anderem Treffen mit dem Bundesjagdverband, der Initiative Tierwohl, Vertretern der Waldbesitzer sowie weiteren landwirtschaftlichen und umweltbezogenen Organisationen. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die angespannte Marktlage, der anhaltende Preisverfall, Fragen des Tierwohls und vor allem die Sicherung der regionalen und nationalen Versorgungssicherheit.

Am heutigen Abend nimmt Minister Backhaus zudem an einem Treffen der ostdeutschen Agrarminister und Bauernverbände teil, bei dem insbesondere die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und die Bundesdünge­verordnung im Fokus stehen. Vor dem Hintergrund drohender Kürzungen und steigender Anforderungen unterstreicht der Minister erneut die Bedeutung verlässlicher, praxistauglicher Rahmenbedingungen, um Einkommen, Investitionen und die Stabilität des ländlichen Raums zu sichern. Insgesamt zeigt sich Backhaus sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Messe: Trotz einzelner kritischer Stimmen ist er überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war, Mecklenburg-Vorpommern zum 100. Jubiläum der Grünen Woche als Partnerland zu positionieren – sichtbar, selbstbewusst und mit klarer politischer Haltung.

Die Zwischenbilanz nach dem ersten Messewochenende fällt damit eindeutig aus: „Mecklenburg-Vorpommern hat sich als Partnerland erfolgreich platziert. Die MV-Halle ist ein lebendiger Treffpunkt, die Produkte stoßen auf große Resonanz, und die Ausstellerinnen und Aussteller profitieren spürbar von der besonderen Sichtbarkeit. Die Grüne Woche 2026 zeigt schon jetzt, welches Potenzial in einem starken gemeinsamen Landesauftritt steckt“, so Backhaus.