Walrettung geglückt - Backhaus gratuliert Helferteam

Nr.131/2026  | 28.04.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Am Nachmittag hat die private Initiative zur Rettung des vor Poel gestrandeten Wals ihre Mission erfolgreich abgeschlossen. Umweltminister Dr. Till Backhaus beglückwünscht das Rettungsteam und dankt für das Engagement der Helfer.

„Viele Menschen haben hier vor Poel in den letzten Tagen und Wochen mit viel Herzblut und unter persönlichen Opfern mitgewirkt, um dem Wal zu helfen. Das kann man gar nicht hoch genug bewerten. So haben die Männer und Frauen der DLRG ihren Urlaub geopfert, um hier vor Ort die Arbeiten auf und im Wasser abzusichern. Die freiwillige Feuerwehr Kirchdorf hat mit der Benetzung des Wals einen wichtigen Beitrag geleistet und mit ihren Drohnenaufnahmen die Vorbereitung des Rettungseinsatzes wesentlich unterstütz. Nicht zu vergessen natürlich die Polizei, die landseitig das eingerichtete Sperrgebiet absichert und die Wasserschutzpolizei Wismar, die seit Wochen über den Wal wacht. Besonders bedanke ich mich auch bei den Initiatoren Frau Walter-Mommert und Herrn Gunz, die enorme Mittel bereitgestellt haben, um die Rettungsaktion zu ermöglichen.

Dies war eine Gemeinschaftsleistung, die sicher in die Geschichte des Landes eingehen wird. Mein Haus hat die Rettungsaktion geduldet und hat bei den zu treffenden Entscheidungen den Rahmen des verwaltungsrechtlich Möglichen ausgeschöpft. Dafür danke ich ausdrücklich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben bis an die Grenze der Belastbarkeit und darüber hinaus gearbeitet und bewiesen, wie flexibel und Leistungsbereit unsere Verwaltung und damit der Staat ist. Dafür ist ihnen aber nicht von allen Seiten Dank zuteilgeworden. Was wir in den letzten Wochen über die sogenannten sozialen Medien erfahren mussten, war oftmals nur schwer erträglich. Fakenews, Schmähungen, Drohungen bis hin zur Androhung von Gewalt – von allem war etwas dabei. Es ist bedauerlich, dass die Vernünftigen, die es ja im Internet auch gibt, so wenig laut sind.

Dabei ist klar, dass man als Entscheider Kritik aushalten muss. Wenn sie sachlich vorgetragen wird, halte ich Kritik immer aus. Bedauerlich finde ich aber, dass nun auch aus der Wissenschaft von der Seitenlinie hereingerufen wird. Wir haben uns bei unseren Entscheidungen stets auf die Wissenschaft gestützt. Aber niemand konnte uns zweifelsfrei sagen, dass der Wal sterben wird und wann. Aufgrund dieser vagen Aussagen haben wir entschieden, den Rettungsversuch zu dulden.

Wir werden den Weg des Wals in die Freiheit nun weiter aufmerksam begleiten und hoffen auf ein gutes Ende der Reise, die noch vor ihm liegt.“