Klimagerechtigkeit
Klimagerechtigkeit und Klima-Entwicklungszusammenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern
Der durch den Menschen verursachte Klimawandel zählt weltweit zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Er verändert die Lebensgrundlagen der Menschen sowie von Flora und Fauna. Durch eine Verlagerung der Treibhausgasminderungslasten in die Zukunft werden auch die Entwicklungschancen zukünftiger Generationen beschränkt. Dies gilt insbesondere für die oft besonders betroffenen Länder des Globalen Südens, die ihrerseits vergleichsweise wenig zum Klimawandel beitragen.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die Folgen längst Teil unserer Gegenwart. Extreme Wetterereignisse und steigende Temperaturen sind spürbar und der Meeresspiegelanstieg wird bei einer „Weiter-so“-Strategie weite Teile des Landes dauerhaft überfluten (DWD - Klimareport Mecklenburg-Vorpommern, 2024).
Um die Folgen der Klimaveränderungen noch beherrschen zu können, wurde auf der 21. UN-Klimakonferenz (2015) in Paris vereinbart, die Erwärmung der globalen Durchschnittstemperatur deutlich unter 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, die Erhöhung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssen die Treibhausgasemissionen bilanziell weltweit auf null reduziert werden. Notwendig hierfür sind Schritte in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung.
Einen internationalen Rahmen für Nachhaltige Entwicklung stellt die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) dar. Die SDGs verknüpfen das Prinzip der Nachhaltigkeit mit fairen Entwicklungschancen und Gerechtigkeitsfragen für alle Generationen und für alle Menschen und alle Länder weltweit. Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit fördern die Bedingungen globaler Gerechtigkeit in gemeinsamer globaler Verantwortung. Die SDGs 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und 17 „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“ verdeutlichen zudem die Bedeutung internationaler Klima-Entwicklungszusammenarbeit.
Daher muss Klimaschutz auch in der Entwicklungszusammenarbeit Mecklenburg-Vorpommerns mitgedacht werden. „Mecklenburg-Vorpommern setzt sich im Bewusstsein und bei der Wahrnehmung seiner internationalen Verantwortung für regionale Klimaschutzprojekte auch außerhalb Deutschlands durch Unterstützung von Projektideen Dritter ein“ (Landtag MV – Gesetzentwurf Klimaverträglichkeitsgesetz, 2025). Dafür werden Fördermöglichkeiten für Projekte im Globalen Süden angeboten.
Um die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern aktiv in die Gestaltung von Klimaschutz einzubinden und gemeinsam Chancen zu nutzen, ermöglicht das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt das landesweite Beteiligungsprogramm „MV TUT WAS – Klimaschutz vor Ort: sichtbar machen. Menschen unterstützen. Teilhabe fördern“. Mit diesem Programm sollen gesetzliche Vorgaben wirkungsvoll und praxisnah flankiert werden und Klimagerechtigkeit in MV gestärkt werden. Dies geschieht insbesondere, indem die Gestaltungskompetenz der Menschenvor allem im ländlichen Raum aktiv in Veränderungsprozesse einbezogen wird.
Um allen Menschen auf unserer Erde eine gerechte Zukunft zu ermöglichen, muss Klimaschutz global gedacht und umgesetzt werden. Internationale Klimaschutzhilfen tragen zur Abmilderung der Klimafolgen bei. Sie stärken den Ausbau eines klimapolitischen Netzwerks und internationaler Partnerschaften, die für den Frieden in unserer Welt von grundlegender Bedeutung sind!
Entwicklungspolitische-Akteurslandkarte Mecklenburg-Vorpommern
Die interaktive Akteurs-Landkarte wurde Anfang des Jahres 2026 durch das Klimaschutzministerium Mecklenburg-Vorpommern erstellt und wird nun regelmäßig aktualisiert.
Die entwicklungspolitische Akteurslandkarte Mecklenburg-Vorpommern gibt einen Überblick über das breite entwicklungspolitische Engagement in unserem Bundesland. Sie umfasst Vereine, Stiftungen, migrantische Initiativen, kirchliche Einrichtungen und zeigt das entwicklungspolitische Engagement in Schulen, Kommunen, Wirtschaft und Forschung.
Wenn Sie oder Ihre Organisation ebenfalls in der Karte aufgenommen werden wollen, oder wenn Sie Anmerkungen bzw. Hinweise haben, melden Sie sich gerne bei uns! (Kontakt siehe unten)
Netzwerktreffen Entwicklungszusammenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern
Der jahrelang erfolgreich von der Staatskanzlei durchgeführte „Runde Tisch Entwicklungszusammenarbeit“ wurde seit 2025 als bewährtes Austauschformat wiederbelebt. Das Klimaschutzministerium lud gemeinsam mit dem Wissenschaftsministerium zum 1. Netzwerktreffen Entwicklungszusammenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern am 16. Oktober 2025 nach Schwerin ein. Rund 40 Vertreter*innen aus MV sowie überregionale Akteure haben sich intensiv über ihre Arbeit vor Ort und in den Projektländern ausgetauscht.
Auch zum 2. Netzwerktreffen Entwicklungszusammenarbeit MV laden wir wieder alle Interessierten herzlich ein – dieses wird am 14. Oktober 2026 in Schwerin stattfinden. Bei Interesse oder Fragen kontaktieren Sie uns gerne (Kontakt siehe unten).
Weitere Informationen
- Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
- Eine-Welt-Landesnetzwerk MV e.V.
- Engagement Global gGmbH
- Klima.mv
- Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten (WKM)
- Zukunft durch naturbasierte Lösungen - z-eco.de
Kontakt
Referat 270 – Referat Naturbasierte Lösungen, Nachhaltigkeit, Klimagerechtigkeit



