Backhaus: Konkrete Vorschläge vom Bauernverband erwartet

Nr.036/2021  | 11.02.2021  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

 

Das Bundeskabinett hat das sogenannte Insektenschutzprogramm beschlossen. Auch die Novelle der Pflanzenschutzanwendungsverordnung ist dem Kabinett vorgelegt worden. Für die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern sei die Entscheidung eine große Enttäuschung, teilt der Bauernverband mit. Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat für diese Aussage wenig Verständnis.

„Der Bauernverband führt ins Feld, dass „fast jeder zweite Hektar im Land bereits heute nach den Vorgaben des Greenings oder eines Agrarumweltprogramms“ bewirtschaftet werde. Was zunächst gut klingt, bedeutet aber auch, dass auf der anderen Hälfte der Flächen keine Maßnahmen ergriffen werden, die dem Klima oder dem Umweltschutz dienen. Wir reden hier über weit mehr als 600.000 Hektar. Und was der Bauernverband ebenfalls unter den Teppich kehrt, ist, dass die Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (AUKM) bezahlt werden. Allein im vergangenen Jahr hat das Land für elf Programme 60 Mio. Euro an die teilnehmenden Landwirte ausgezahlt. Für die gesamte Förderperiode 2014 bis 2020 standen 380 Mio. Euro zur Verfügung.

Natürlich weiß ich, dass die Landwirtschaft derzeit vor riesigen Herausforderungen steht. Jede zusätzliche Anforderung tut da zunächst weh. Aber wir stehen als Gesellschaft als Ganzes vor der Herausforderung, mehr für den Klimaschutz, mehr für die Artenvielfalt und mehr für sauberes Wasser zu tun. Niemand kann sich davon ausnehmen, wenn wir eine lebenswerte Umwelt erhalten wollen. Deswegen erwarte ich gerade auch vom Bauernverband konkrete Lösungsvorschläge statt eines dauernden Lamentos. Der Verband hat ja angekündigt, den Weg für mehr Insektenschutz bahnen zu wollen. Ich bin sehr gespannt auf die Vorschläge“, so Minister Backhaus.