Runder Tisch Saatgutwirtschaft: Backhaus hebt internationale Bedeutung MVs vor

Nr.005/2026  | 08.01.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Till Backhaus, hat heute am Runden Tisch des Saatgutverbandes Mecklenburg-Vorpommern in Neubukow teilgenommen. Im Mittelpunkt des Austausches standen die wirtschaftliche Lage der Saatgutwirtschaft, aktuelle agrarpolitische Weichenstellungen sowie die Bedeutung Mecklenburg-Vorpommerns als Saatgutstandort im nationalen und internationalen Kontext.

Minister Backhaus unterstrich die herausragende Rolle des Landes für die Saatgutproduktion: Mecklenburg-Vorpommern zählt zu den führenden Saatgutstandorten in Deutschland. Saatgut aus dem Land wird in mehr als 50 Länder weltweit exportiert und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur internationalen Landwirtschaft und Ernährungssicherung.

Ein entscheidender Standortvorteil Mecklenburg-Vorpommerns sei dabei die geografische Lage: „Die weiten Landschaften, geringe Ballungsdichte und klimatischen Bedingungen böten besonders günstige Voraussetzungen für die hochwertige Saatgutvermehrung. Die geringe Viruslast ist ein echter Wettbewerbsvorteil und ein zentraler Grund dafür, warum unser Saatgut international gefragt ist“, betonte er.

Zugleich machte der Minister deutlich, dass die Saatgutwirtschaft vor großen Herausforderungen stehe. Steigende Produktionskosten, regulatorische Anforderungen, Unsicherheiten bei der Pflanzenschutzmittelzulassung sowie die anstehenden Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik stellten die Betriebe vor erhebliche Aufgaben. „Saatgut ist die Grundlage jeder landwirtschaftlichen Wertschöpfung. Wer über Ernährungssicherheit, Ertragssicherung und Klimaanpassung spricht, muss die Saatgutwirtschaft mitdenken und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen“, so Backhaus.

Besondere Bedeutung komme dabei auch neuen Züchtungsmethoden zu. Mecklenburg-Vorpommern unterstütze einen wissenschaftsbasierten, innovationsfreundlichen Ansatz, der Fortschritt ermögliche, ohne Sicherheit und Transparenz zu vernachlässigen. Abschließend bekräftigte der Minister den Anspruch des Landes, agrarpolitische Entscheidungen gemeinsam mit der Praxis zu gestalten: „Der heutige Runde Tisch zeigt, wie wichtig der direkte Austausch ist. Mecklenburg-Vorpommern steht an der Seite seiner Saatgutbetriebe – faktenbasiert, verlässlich und mit dem Blick auf internationale Wettbewerbsfähigkeit.“