Gestrandeter Buckelwal – keine Anzeichen für Stabilisierung
Der Gesundheitszustand des vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwals bleibt weiterhin kritisch. Nach Einschätzung der vor Ort tätigen Expertinnen und Experten gibt es keine Hinweise auf eine Stabilisierung des Tieres.
In der Nacht wurden leichte Bewegungen im Bereich der Fluke (Schwanzflosse) beobachtet. Solche Aktivitäten treten auch bei stark geschwächten Tieren immer wieder auf und sind nach fachlicher Einschätzung kein Anzeichen für eine Verbesserung des Gesundheitszustands.
Auffällig ist zudem eine Veränderung der Atmung. Die Atembewegungen sind im Vergleich zu den vergangenen Tagen schwächer ausgeprägt. Zusätzlich wurden kurze Atemzüge vor einem längeren Atemzug beobachtet.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus ist das gesamte Wochenende vor Ort und hat sich persönlich ein Bild von der Lage gemacht. Dabei hat er den durchgeführten Mobilisierungsversuch eng begleitet.
Dieser Versuch, bei dem aufgezeichnete Walgesänge in das Wasser eingespielt wurden, erfolgte in enger Abstimmung mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Ziel war es, mögliche Reaktionen des Tieres zu beobachten. Der Ansatz war bewusst minimalinvasiv angelegt und kam ohne direkten Eingriff am Tier aus. Eine Wirkung konnte dabei nicht festgestellt werden.
Die Betreuung des Wals vor Ort erfolgt weiterhin durch Einsatzkräfte von Feuerwehr und Walwacht, die eng und professionell zusammenarbeiten. Nach einem Vorfall am Vortag, bei dem die eingerichtete Sperrzone durchbrochen wurde, wird die Walwacht personell verstärkt, um den Schutzbereich konsequent abzusichern.



