Waldbrand im Nationalpark Müritz – Einsatzkräfte gut vorbereitet

Nr.197/2026  | 24.06.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

 

Im Nationalpark Müritz ist bei Adamsdorf ein Waldbrand ausgebrochen. Betroffen ist eine Fläche von rund 40 ha. Dazu erklärt Forst- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus:

„Nach einer langen Phase in der es recht ruhig um das Wald­brand­geschehen im Land gewesen ist, steigen nun mit den Temperaturen auch die Waldbrandgefahrenstufen im Land. Für morgen ist in der Region um Mirow die zweit höchste Wald­brandgefahrenstufe ausgerufen worden. Wie schnell sich bei den trockenen Waldböden ein Waldbrand entzünden kann, zeigen die jüngsten Entwicklungen im Nationalpark Müritz.

Glücklicherweise habe wir es dort nicht mit einem sogenannten Kronenfeuer, sondern einem Bodenfeuer zu tun. Doch die dortige Offenlandschaft mit Sukzessionsflächen und einzelnen Bäumen ist munitionsbelastet, so dass Löschroboter zum Einsatz gebracht werden müssen. Es zeigt sich, dass sich der Landkreis in den letzten Jahren gut auf solche Szenarien vorbereitet hat. Die Einsatzkräfte bemühen sich, den Brand abzuriegeln. Ich hoffe sehr, dass dies in geplanter Weise gelingt.

Aktuell liegen wir bei den Waldbrandgefahrenstufen vor allem im Westen und Südwesten des Landes bei der Stufe drei von fünf. Es ist aber damit zu rechnen, dass sich dieses Bild in den kommenden Tagen stark ändern wird. Deshalb bitten wir alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher um umsichtiges Ver-halten und die konsequente Einhaltung der Schutzregeln“, so Backhaus.

Wichtige Verhaltensregeln im Wald:

  • Kein offenes Feuer oder Grillen außerhalb ausgewiesener Plätze
  • Rauchverbot im Wald beachten und keine Zigarettenreste in die Natur werfen
  • Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Parkflächen abstellen
  • Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge freihalten
  • Bei Rauch oder Feuer sofort den Notruf 112 wählen

Besonders gefährdet sind wenig naturnahe, einschichtige Kiefernwälder sowie Flächen mit abgestorbener, abgetrockneter oder stark verbissener Bodenvegetation.

Dort wo bereits eine Verjüngung mit Laubholz etabliert ist, wird mehr Feuchtigkeit im Boden gespeichert. So hilft der Waldumbau auch die Waldbrandgefahr zu reduzieren.

Wer einen Waldbrand frühzeitig meldet, kann entscheidend dazu beitragen, größere Schäden für Natur, Tier und Mensch zu verhindern.