Förderbescheide für Naturparks Flusslandschaft Peenetal und Feldberger Seenlandschaft

Nr.264/2026  | 27.08.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

Mit der Übergabe von zwei Zuweisungsschreiben an den Naturpark Flusslandschaft Peenetal sowie an den Naturpark Feldberger Seenlandschaft tätigte Minister Dr. Till Backhaus heute eine Investition in den Ausbau der touristischen Infrastruktur entlang des 2021 eröffneten Naturparkweges. Dieser verbindet auf rund 900 Kilometern Länge alle sieben Naturparks in Mecklenburg-Vorpommern sowie das UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee und den Müritz-Nationalpark.

„Der Naturparkweg ist eines unserer wichtigsten touristischen Projekte. Die Natur hier muss besonders geschützt und gleichzeitig erlebbar gemacht werden. Das sind keine Gegensätze. Eine intakte Natur schafft Lebensqualität, zieht Gäste an und stärkt Wertschöpfung und Arbeitsplätze im ländlichen Raum“, sagte der Minister. Das Land investiert deshalb gezielt in die nachhaltige touristische Infrastruktur.

 

Kurzbeschreibung der Projekte

 

Mit der Zuweisung von 90.000 Euro an den Naturpark Flusslandschaft Peenetal werden Mittel für die Planung des Lückenschlusses zwischen Liepen und dem Grüttower Grund bereitgestellt. Davon stammen 72.000 Euro aus EU-Mitteln, 18.000 Euro trägt das Land MV.

Konkret geht es um einen rund 3,9 Kilometer langen und 1,5 Meter breiten Wanderweg. Der Abschnitt soll eine noch bestehende Lücke auf der Nordroute entlang der Peene schließen und den Naturparkweg bis 2030 durchgängig begehbar machen.

„Gerade hier wird deutlich, warum sich diese Investitionen lohnen. Denn der geplante Weg verläuft durch eine ökologisch außerordentlich wertvolle Landschaft. 45 Prozent bzw. fast 14.900 Hektar des Naturparks Flusslandschaft Peenetal sind Moore. Rund 15.800 Hektar liegen in FFH-Gebieten, mehr als 18.100 Hektar liegen in Vogelschutzgebieten“, sagte Backhaus.

Gleichzeitig ist der Naturpark Flusslandschaft Peenetal ein wichtiger touristischer Faktor. Davon zeugen unter anderem ein 178 Kilometer langes Netz an Wanderwegen, 163 Kilometer Radwanderwege und 100 Kilometer Wasserwanderstrecken. Es gibt auf insgesamt 54 Kilometern neun Lehr- und Erlebnispfade. Weiterhin stehen Einheimischen und Gästen 144 Informationstafeln und 15 Beobachtungstürme zur Verfügung. 2025 wurden mehr als 70.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Mehr als 9.000 Menschen pro Jahr werden allein in den Informationszentren und bei Führungen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Naturparks betreut.

Von 2020 bis 2024 wurden vom Land rund 1,41 Millionen Euro für den Naturpark verausgabt. Die Naturparkverwaltung hat in dieser Zeit rund 525.600 Euro Drittmittel eingeworben.

 

Mit der Zuwendung über 231.000 Euro an den Naturpark Feldberger Seenlandschaft wird der historische Aufstieg vom Fähranleger am Schmalen Luzin zum Hullerbusch wieder vollständig und sicher nutzbar gemacht. 184.800 Euro stammen aus EU-Mitteln, 46.200 Euro stellt das Land MV bereit. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.

Auf kurzer Strecke sind hier rund 23 Höhenmeter zu überwinden. Der obere Teil des Aufstiegs wird in Naturstein auf einer Länge von rund 63 Metern erneuert. Ein Geländer und eine Absturzsicherung bieten zusätzlichen Schutz. Am oberen Zugang entstehen außerdem eine Sitzgruppe mit Tisch sowie drei Fahrradständer. Zur Förderung gehören darüber hinaus Maßnahmen am Findlingsgarten Carwitz-Thomsdorf, wo zwei Verweileinrichtungen mit Tischen und Bänken entstehen. Außerdem ist die Pflanzung von fünf Bäumen sowie die Aufstellung eines Findlings im Eingangsbereich vorgesehen.

Rund 37,5 Prozent, etwa 13.000 Hektar, des rund 34.500 Hektar großen Naturparks sind Wald mit zum Teil mehr als 200 Jahre alten Buchen., auf rund 4.000 Hektar befinden sich Binnengewässer.

Weiterhin verfügt der Naturpark unter anderem über folgende touristische Infrastruktur: 282 Kilometer Wanderwege, 200 Kilometer Radwanderwege, 87 Kilometer Reitwege, 18 Kilometer Wasserwanderstrecken, 159 Informationstafeln sowie vier Lehr- und Erlebnispfade auf 28 Kilometern Länge.

Zwischen 2020 und 2024 wurden vom Land rund 2,1 Millionen Euro für den Naturpark verausgabt. Die Naturparkverwaltung hat in dieser Zeit rund 833.500 Euro Drittmittel eingeworben.

 

Anlagen

ZWBe Naturparks (PDF, 0,16 MB)
ZWBe Naturparks