Naturschutz und nachhaltige Regionalentwicklung

Die Erfüllung von Aufgaben des Naturschutzes erschöpft sich nicht in der Sicherung, Entwicklung und Pflege von Lebensräumen und Arten, sondern erfordert die Integration in andere Bereiche unserer Gesellschaft. Ziel ist es, Konflikte zwischen Naturschutz und Naturnutzern zu minimieren und die Akzeptanz von Naturschutzmaßnahmen zu erhöhen. Hierfür ist es besonders Erfolg versprechend, wenn regionale Akteure in Aktivitäten des Naturschutzes mit einbezogen werden und, soweit möglich, auch an der Inwertsetzung von Natur teilhaben können.

Dem Tourismus kommt in diesem Zusammenhang gerade in Mecklenburg-Vorpommern eine besondere Rolle zu, besitzt doch gerade das Image als Natur- und Gesundheitsland einen hohen Stellenwert.

Naturschutzgroßprojekt "Nordvorpommersche Waldlandschaft"

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Schreiadler

Schreiadler

Schreiadler

Die "Nordvorpommersche Waldlandschaft" ist ein ausgedehntes Waldgebiet westlich der Hansestadt Stralsund. Das gleichnamige EU-Vogelschutzgebiet „Nordvorpommersche Waldlandschaft“ bildet die Grundlage für die Fördergebietskulisse. Diese besitzt eine Gesamtgröße von 8.000 ha und einen Waldanteil von über 65 %. Hier stocken noch weitgehend naturnahe Laubwälder im Verbund mit vermoorten Niederungen, Fließ- und Stillgewässern sowie Offenlandbereichen. Als besonders waldreicher, naturnaher Ausschnitt der Landschaft ist das Fördergebiet von herausragender naturschutzfachlicher Bedeutung. Mit dem Schreiadler (Aquila pomarina) besitzt das Gebiet eine bestandsbedrohte Brutvogelart, deren Erhalt für die Bundesrepublik Deutschland von hoher Bedeutung ist.

Das 512 km² große Projektgebiet liegt in einem dünn besiedelten strukturschwachen ländlichen Raum, der u.a. von Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Infrastrukturausdünnung betroffen ist. Die Wirtschaftsstruktur wird von der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung dominiert. Die Region besitzt große Entwicklungsmöglichkeiten für eine extensive und nachhaltige, regionale Land- und Forstwirtschaft ebenso wie für einen sanften Tourismus. Die Chancen liegen in der beispielhaften Verknüpfung der Interessen von Naturschutz und Naturnutzung.

In der regionalen Partnerschaft des Projektgebietes haben sich mehr als 40 Akteure aus den Bereichen Politik und Verwaltung, Naturschutz, Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Tourismus, gewerbliche Wirtschaft, ehrenamtliche Vereine, ÖPP-Gremien, Wissenschaft, Fachbehörden sowie 18 Gemeinden zusammengeschlossen. Gemeinsam mit dem Landkreis Vorpommern-Rügen als Träger des Projekts haben sie sich in den Bereichen integrierte Entwicklung, Naturschutz und Sozioökonomie ehrgeizige Ziele gesetzt. Das Projekt wird durch eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit begleitet.

Die Finanzierung des 10-jährigen Projektes wird über Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), des Landes Mecklenburg-Vorpommern und über Eigenmittel des Landkreises Vorpommern-Rügen mit den 18 Partnergemeinden sichergestellt.

Kontakt

Hausanschrift
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 2 - Nachhaltige Entwicklung, Forsten und Naturschutz
Referat 250
Dreescher Markt 2
19061 Schwerin
Referatsleiter
Kai Umland
Telefon: 0385-588 6250
Telefax: 0385-588 6637


UIS M-V

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Biologische Vielfalt

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Motiv: Ackerboden (Feldarbeit) (Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt; Infobox: Boden macht Schule): Foto: © Zauberhut - Fotolia.com

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