Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie

Derzeit sind im Land rund 500 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung von insgesamt ca. 270 MW installiert. Für die Versorgung dieser Anlagen werden kalkulatorisch ca. 98.000 Hektar Ackerfläche benötigt, die nicht zwangsläufig in Mecklenburg-Vorpommern liegen. Zudem speisen Biomethananlagen im Land jährlich ca. 70 Mio. m3 Biomethan in das Erdgasnetz ein. Diese Menge entspricht energetisch 745 GWh pro Jahr. Darüber hinaus werden jährlich ca. 440.000 Tonnen Rapsmethylester (RME), 10.000 Tonnen Fettmethylester (FME) und 47.000 Tonnen Bioethanol erzeugt. Schätzungen zufolge werden für die Versorgung dieser Anlagen ca. 160.000 Hektar Ackerfläche in Mecklenburg-Vorpommern und nennenswerte Importe von Rapssaat und Rapsöl benötigt. Der Energiepflanzenanbau im Land beläuft sich insgesamt auf ca. 260.000 Hektar. Der Anteil des Maisanbaus an der landwirtschaftlich genutzten Fläche liegt dabei mit 12 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 15 Prozent.

Biomasseheizkraftwerke sind im Land mit einer elektrischen Gesamtleistung von 58 MW installiert. Diese Anlagen werden mit Wald-, Waldrest-, Sägerest- und Altholz versorgt. Für die reine Wärmeerzeugung, vorrangig in den privaten Haushalten, werden jährlich zwischen 100.000 und 150.000 Tonnen forstwirtschaftliche Biomasse bereitgestellt.

Die Landesregierung geht davon aus, dass künftig die Nutzung von bis zu einem Drittel der Ackerfläche für die energetische Biomasseproduktion möglich ist, ohne die Erzeugung von Nahrungs- und Futtermitteln zu gefährden.

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