Deutschland und Belgien tragen zum Gelingen der Energiewende bei

Feste Position des Landes im internationalen Wettbewerb sichern und ausbauen

Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig und ihr Ehemann Stefan Schwesig begrüßen anlässlich des Staatsbanketts auf Schloss Bellevue das belgische Königspaar sowie den Bundespräsidenten und seine Gemahlin.Details anzeigen
Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig und ihr Ehemann Stefan Schwesig begrüßen anlässlich des Staatsbanketts auf Schloss Bellevue das belgische Königspaar sowie den Bundespräsidenten und seine Gemahlin.

Die Ministerpräsidentin begrüßt das belgische Königspaar auf Schloss Bellevue in Berlin

Die Ministerpräsidentin begrüßt das belgische Königspaar auf Schloss Bellevue in Berlin

Minister­präsi­dentin Manuela Schwesig hat am 5.12.2023 in ihrer Eigen­schaft als Präsi­dentin des Bundes­rats das belgische Königs­paar bei einem Abend­essen des Bundes­präsi­denten zu Ehren von König Philippe und Königin Mathilde von Belgien im Schloss Bellevue getroffen. Das war heute für Deutsch­land und Belgien ein besonderer Tag, kommentierte Schwesig.

Der Staats­besuch des Königs­paars soll im Zeichen der Partner­schaft zwischen Belgien und Deutsch­land stehen – das betrifft die Zusammen­arbeit bei der Energie­wende und den kulturellen Austausch.

Mecklenburg-Vorpommern legt Wert darauf, internationale Kontakte sowohl mit europäischen Ländern als auch darüber hinaus voranzutreiben und zu intensivieren, mit dem Ziel, eine feste Position des Landes im internationalen Wettbewerb zu sichern und auszubauen, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Windpark riesengroßer Erfolg für Mecklenburg-Vorpommern als Offshore-Standort

Die Fertigstellung des Windparks „Arcadis Ost 1“, der am 5.12. feierlich übergeben wurde, sei ein Beispiel dafür.

Der Windpark ist ein riesengroßer Erfolg, auch für Mecklenburg-Vorpommern als Offshore-Standort. Von der Genehmigung bis zur Inbetriebnahme haben am Bau beteiligte Firmen und Behörden professionell und zügig zusammengearbeitet. Schon seit Mitte Januar dieses Jahres ist der Windpark am Netz und liefert Strom. Nun ist er komplett fertiggestellt. Das ist ein Beleg dafür, dass MV ein verlässlicher Partner bei den erneuerbaren Energien ist.

Der etwa 30 Quadrat­kilometer umfassende Windpark nordöstlich vor Rügen wird von dem Unternehmen Parkwind Ost GmbH betrieben. Die insgesamt 27 Wind­räder der Firma Vestas erzeugen erneuerbaren Strom für bis zu 290.000 Haus­halte. Mit einer Nabenhöhe von 107 Metern und einer Gesamthöhe von 194 Metern über dem Meeresspiegel sind die Windturbinen die derzeit größten der Welt. Die dort angewandte Methode der schwimmenden Installation wurde zudem durch die Projektpartner Parkwind (Belgien), Heerema Marine Contractors (Niederlande) und Vestas (Dänemark) eigens für den Windpark „Arcadis Ost 1“ entwickelt.

Land will bis 2040 klimaneutral werden

Unser Land erzeugt jetzt schon doppelt so viel Energie aus erneuerbaren Energien als wir selbst verbrauchen. Darüber hinaus wollen wir als Land bis 2040 klimaneutral werden. Das haben wir im Koalitionsvertrag so verabredet. Ein ehrgeiziges, aber erreichbares Ziel, bei dem wir die Menschen mitnehmen, so die Regierungschefin.

In diesem Zusammenhang erinnerte die Ministerpräsidentin an die kürzlich unterzeichnete Vereinbarung zwischen Bund, Land und Warnowwerft. Damit sind die Weichen für den Bau von Konverterplattformen für den Windkraft-Offshore-Bereich auf der Rostocker Werft gestellt. Für die Produktion können die zur Meyer-Gruppe gehörende Neptun Werft und der belgische Stahlkonstrukteur Smulders einen Teil der Werftfläche nutzen. Beide Unternehmen wollen dazu ein Gemeinschaftsunternehmen gründen.

Das alles sind Beispiele für eine fundierte und fruchtbringende Zusammenarbeit für eine erfolgreiche Energiewende, so die Regierungschefin.