Sellering: Friedrich-Loeffler-Institut steht für Forschung auf Weltniveau
Achtung: Sperrfrist 30. Oktober 2008
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mit Hauptsitz auf der Insel Riems steht nach Ansicht von Ministerpräsident Erwin Sellering für Forschung auf Weltniveau. "Das weltweit anerkannte Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit ist eine hervorragende Visitenkarte für ein modernes Mecklenburg-Vorpommern", sagte Sellering anlässlich der Grundsteinlegung für den Hauptbauabschnitt zur Erweiterung des FLI. In den kommenden Jahren werde das FLI auf der Insel Riems erweitert und zu einem der weltweit modernsten Forschungszentren gegen Tierseuchenausgebaut. Das Vorhaben wird rund 267 Millionen Euro kosten und ist damit die bedeutendste zivile Baumaßnahme des Bundes in Mecklenburg-Vorpommern. Das Herzstück des Ausbaus – das Laborgebäude mit dazugehörigen Ställen - soll bis zum 100-jährigen Bestehen des FLI im Oktober 2010 fertiggestellt sein.
"Einrichtungen wie das Friedrich-Loeffler-Institut stärken die Wissenschaft und die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern", sagte Sellering. "Sie sind Ideenschmieden für innovative Unternehmensgründungen, Magnete für Investoren und hochkarätige Wissenschaftler sowie Motoren für neue Arbeitsplätze." Nach der Fertigstellung des Gesamtausbaus werden auf der Insel Riems rund 470 Mitarbeiter tätig sein. Im neuen Tiergesundheitszentrum auf der Ostseeinsel soll die deutsche Tierseuchenforschung mit rund 30 nationalen Referenzlaboren konzentriert werden. Das FLI wird dann zu den nur drei Instituten weltweit gehören, die mit der Biosicherheitsstufe 4 forschen können. In Europa wird lediglich in der Schweiz eine vergleichbare Anlage betrieben.
"Wenn Hochschulen, Forschung und Unternehmen eng zusammenarbeiten, können wir einen Technologievorsprung erarbeiten und international von uns reden machen. Das zeigen erfolgreiche Netzwerke wie BioCon Valley", sagte Sellering. "Darin liegt eine große Chance für das Land, für die Unternehmer, aber auch für die Nachwuchskräfte in Mecklenburg-Vorpommern. Davon profitieren alle - die Wissenschaft von Forschungsaufträgen, die Wirtschaft von der Umsetzung der Grundlagenforschung in neue Produkte und Dienstleistungen, das Land von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen, gerade auch für hochqualifizierte junge Leute."
Das seit 1910 bestehende Friedrich-Loeffler-Institut ist die weltweit älteste Einrichtung, die eigens für die Erforschung von Viruskrankheiten gegründet wurde. Das Institut wurde durch Friedrich Loeffler gegründet, der als Ordinarius für Hygiene an der Universität Greifswald 1898 erstmalig das Virus der Maul- und Klauenseuche beschrieben hat. Das FLI ist eine Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Es ist unter anderem zuständig für die Erforschung von Tierseuchen und die Zulassung von Impfstoffen und Nachweismethoden. Arbeitsschwerpunkte sind die Gesundheit landwirtschaftlicher Nutztiere und der Schutz des Menschen vor Infektionen, die von Tieren auf Menschen übertragbaren werden.