Ministerpräsidentin übergibt neun Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Nr.299/2018  | 14.11.2018  | MP  | Ministerpräsidentin

Morgen übergibt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in der Orangerie im Schweriner Schloss an neun Bürgerinnen und Bürger Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. „Mit dieser hohen Auszeichnung ehren wir Menschen, die etwas ganz Besonderes, etwas Herausragendes geleistet haben, die sich mit viel Idealismus und Einsatzbereitschaft einer Aufgabe widmen, die der Gemeinschaft, die uns allen zugutekommt“, betont die Ministerpräsidentin. 

Auf dem Pionierschiff „Vorwärts“ begann die berufliche Laufbahn von Wolfdietrich Barmwoldt, Jahrgang 1941, aus Rostock nachdem er eine Ausbildung zum technischen Offizier an der Berufsakademie des Fischkombinates Rostock erfolgreich absolviert hatte. Über 30 Jahre war er im Ostseeeinsatz tätig und hat zahlreiche Jugendliche aus der DDR zum Austausch nach Polen und in die Sowjetunion gebracht. Als das Pionierschiff Ende der 80er ersetzt werden sollte, leitete Herr Barmwoldt den Umbau eines ehemaligen DSR-Frachtschiffes, das seit Anfang der 1990er Jahre als MS „Likedeeler“ in Rostock-Schmarl fest vor Anker liegt. 

Mit der Neuorganisation der maritimen Jugendarbeit wurde 1991 der Förderverein Jugendschiff „Likedeeler“ gegründet, der ab 1993 den Betrieb des Jugendschiffes übernahm und zu dessen Geschäftsführer Herr Barmwoldt bestellt wurde. „Herr Barmwoldt hat die Jugendarbeit an Bord der „Likedeeler“ und die des Vereins nachhaltig geprägt, als Geschäftsführer und seit 2007 als ehrenamtlicher Vorsitzender. Unzähligen Kindern und Jugendlichen hat er seemännisches Handwerk, Zusammenarbeit in der Gruppe und friedliche Konfliktbewältigung beigebracht und in guter Zusammenarbeit mit der Hansestadt Rostock und der Crew ein breites Angebot für Kinder und Jugendliche entwickelt. Auch ein Schullandheim wurde an Bord eingerichtet – das einzige schwimmende in ganz Deutschland“, betont die Ministerpräsidentin. Auch in der Jugendarbeit in der Hansestadt Rostock insgesamt sei er eine feste Größe. „Er ist ständiger Gesprächspartner für Schulen, öffentliche Träger und den Ortsbeirat Rostock-Schmarl. Die Auszeichnung mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist eine verdiente Würdigung seines unermüdlichen Einsatzes im Bereich der maritimen Kinder- und Jugendarbeit.“ 

Ebenfalls mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wird der langjährige Bürgermeister – im Juni dieses Jahres endete seine letzte Amtsperiode - und Vorsitzende des Städte- und Gemeindetages Mecklenburg-Vorpommern Dr. Reinhard Dettmann, Jahrgang 1950, aus Teterow ausgezeichnet. „In seiner Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Teterow ist ihm ein beachtlicher Strukturwandel in der mecklenburgischen Kleinstadt gelungen. 1998 etablierte sich das Biomedizin-Technikum Teterow, 2001 gehörte Herr Dettmann zu den Gründungsvätern von BioCon Valley und hat mit dafür gesorgt, dass das Thema Gesundheitswirtschaft über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden ist. Die vier vollständig erschlossenen Gewerbegebiete sind fast vollständig vermarktet. Rund 2000 Menschen kommen täglich hierher zur Arbeit. Dafür wurde die Stadt 2004 beim Landeswettbewerb „Wirtschaftsfreundlichste Kommune“ als Sieger ausgezeichnet“, betonte die Ministerpräsidentin. 

Auch in seiner Freizeit habe sich Herr Dettmann für seine Stadt eingesetzt, ist Gründungsmitglied und Mitglied des Vorstandes des Fördervereins St. Peter und Paul`s Kirche Teterow e.V., warb zusammen mit anderen Spenden ein, damit die mittelalterliche Stadtkirche als kulturhistorisches Zeugnis erhalten werden konnte. Eine besondere Herzensangelegenheit sei ihm die Erneuerung der Glocken, die im nächsten Jahr eingeweiht werden sollen. 

1990 war er Gründungsmitglied des Städte- und Gemeindetages, dessen Vorsitz er seit 1999 innehat. Schwesig: „Seit 20 Jahren ist der promovierte Physiker auch auf Bundesebene aktiv, inzwischen ist er Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr beim Deutschen Städte- und Gemeindebund. Darüber hinaus ist er als stellvertretender Vorsitzender der Thünengesellschaft aktiv und anderes mehr. Das langjährige Engagement auf den verschiedensten Gebieten, vor allem für seine Stadt Teterow kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Ich gratuliere zu dieser verdienten hohen Auszeichnung.“ 

Dr. Jürgen Güntherschulze, Jahrgang 1949, aus Lelkendorf, Ortsteil Groß Markow im Landkreis Rostock habe nahezu seine ganze berufliche und private Zeit „dem Erhalt alter und vom Aussterben bedrohter Haustierrassen gewidmet und damit seinen Beruf zu seiner Lebensaufgabe gemacht“, hebt die Ministerpräsidentin hervor. Ob englische Jakobsschafe, ungarische Lockengänse oder indische Zwergzebus – aus der ganzen Welt hat der Ausgezeichnete in den letzten Jahrzehnten gefährdete Rassen nach Deutschland geholt, um ihren Bestand zu sichern. 1989 habe er den ersten Deutschen Haustier-Schutzpark in Warder in Schleswig-Holstein gegründet und aufgebaut und bis 2003 geleitet. „Heute ist die Arche Warder Europas größtes Zentrum für seltene Nutztierrassen. Seine Erfahrungen hat Herr Güntherschulze mit nach Lelkendorf genommen. Dort ist inzwischen ein wunderschöner Haustierpark in Mecklenburg-Vorpommern entstanden. Dieser ist zum beliebten Ausflugsziel für Touristen und zum Lehr- und Lernort für Schulklassen und Kitas in der Region geworden“, so Schwesig. Herr Güntherschulze sei ein Vordenker in der deutschen Erhaltungszucht. „Er hat gezielt gefährdete Rassen gezüchtet und dezentrale Haltungssysteme für bedrohte Nutztierrassen entwickelt.“ 

Schwesig: „Mit seinem Engagement hat Herr Güntherschulze maßgeblich dazu beigetragen, dass die Bedeutung alter Haus- und Nutztierrassen heute wieder wahrgenommen wird und sie vom Aussterben bewahrt werden. Für seine Leistungen wird er mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!“ 

Seit 1990 engagiert sich Sabine Druckrey, Jahrgang 1952, aus Marlow im Landkreis Vorpommern-Rügen im Verein „Ferien für Kinder von Tschernobyl“ zunächst in Rostock, seit 2015 in Marlow. Gleichzeitig hat sie den Vereinsvorsitz übernommen. Der Verein unterstütze in zwei Richtungen. Zum einen würden Hilfstransporte für verstrahlte Regionen zusammengestellt: mit Kleidung, Lebensmittel, Schulmaterialien, Spielzeug und Hygieneartikeln, die vor Ort verteilt werden. Zum anderen organisiere Frau Druckrey seit 1991 jährlich einen 4-wöchigen Ferienaufenthalt für 24 Kinder und zwei Betreuer aus den verstrahlten Gebieten um Leltschyzy und Gluschkowitschi in der unmittelbaren Nähe zur ukrainischen Grenze. 

Schwesig: „Frau Druckrey leitet den Verein mit großer Hingabe. Sie entwickelt ständig neue Ideen, zum Beispiel um Sponsorengelder für den Verein einzuwerben. Sie organisiert seit über zehn Jahren mit ihrem Verein den Sonnenscheincup – ein Fußballturnier im Juniorenbereich mit Mannschaften aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Polen und Schweden. Das Turnier hat sich in Marlow zu einem Saisonhöhepunkt mit Volksfestcharakter entwickelt. Alle Einnahmen aus der Veranstaltung werden für die Finanzierung des Ferienaufenthaltes verwendet. Ich freue mich, dass auch Unternehmen und andere Vereine die Ferienaufenthalte unterstützen. Für ihr großes Engagement wird Frau Druckrey mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!“ 

Für ihr Engagement als langjähriges Betriebsratsmitglied bei der Deutschen Bahn AG, in der Kommunalpolitik und als Vorsitzende des Seniorenbeirates der Hansestadt wird Karin Lechner, Jahrgang 1944, aus Wismar mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Nachdem sie von 1990 bis 1999 als Betriebsrätin bei der Deutschen Bahn aktiv war, wurde sie 1999 in die Bürgerschaft der Hansestadt gewählt und arbeitete in verschiedenen Ausschüssen der Bürgerschaft. „Dort setzt sie sich vor allem für die Belange älterer Menschen ein, beispielsweise für die Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Stadt. Sie bringt sich auch in die 2013 gegründete Arbeitsgruppe „Wohnen im Alter“ ein und leistet dort eine wichtige Arbeit“, betont Schwesig. Sie ist seit 2011 Mitglied des Kreistages Nordwestmecklenburg. 

Besonders ans Herz gewachsen sei ihr die Arbeit im Seniorenbeirat der Hansestadt. „So gibt es auf ihre Initiative hin jährlich eine Dankeschön-Veranstaltung für pflegende Angehörige, an der Pflegedienste und Krankenkassen teilnehmen und für Fragen zur Verfügung stehen. Gemeinsam mit dem Stadtjugendring hat Frau Lechner einen Computerkurs für die Generation 55+ entwickelt und ein Computerkabinett eingerichtet. Eingebracht hat sie sich beim ÖPNV-Nahbus und beim „Sportentwicklungsprogramm für die Hansestadt 2017 bis 2027“. Auch ihre aktive Mitarbeit im Landesseniorenbeirat zeigt, dass sie sich voller Leidenschaft für andere Menschen einsetzt“, hebt die Ministerpräsidentin hervor. „Mit der hohen Auszeichnung erhält Frau Lechner ein wohlverdientes Dankeschön. Herzlichen Glückwunsch!“ 

Dagmar Riske, Jahrgang 1956, aus Hinrichshagen im Landkreis Vorpommern-Greifswald hat über 20 Jahre die Kinderkrebsstation im Greifswalder Klinikum geleitet. „Sie hat hunderte Patientinnen und Patienten betreut, die Eltern und Familien begleitet – immer mit einem lieben Wort auf den Lippen. Und sie hat als Stationsleiterin wichtige Schritte in der Entwicklung der Fachabteilung zu einem hochmodernen hämatologischen-Onkologiezentrum mitgestaltet“, erläutert Manuela Schwesig. Auch in der Freizeit widme sich Frau Riske mit großem Engagement der Hilfe krebskranker Kinder. Sie ist Gründungsmitglied des 1990 ins Leben gerufenen „Vereins zur Unterstützung krebskranker Kinder und der Krebsforschung im Kindesalter“ in Greifswald. Zunächst war sie stellvertretende Vorsitzende, seit 2001 ist sie Vorsitzende des Vereins. „Seit nunmehr fast drei Jahrzehnten leitet Frau Riske in verantwortlicher Position die Geschicke des Vereins. Kern ist die Schaffung von Elternhäusern, die es Eltern ermöglichen, bei oft langen Therapien bei ihren Kindern zu sein und sich auszutauschen. Ein Ort, an dem sie in der schweren Zeit das Gefühl der Gemeinschaft und des Zusammenhalts erleben – über ihre Kernfamilie hinaus“, sagt die Ministerpräsidentin. Genauso wichtig sei der Beitrag des Vereins zur Erforschung von Krebserkrankungen im Kindesalter in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Greifswald. 

Schwesig: „Als Vorsitzende des Vereins ist Frau Riske der Motor der ehrenamtlichen Arbeit. Sie sorgt für ein Klima des vertrauensvollen Miteinanders unter den Mitgliedern, natürlich auch in der Zusammenarbeit mit dem Klinikum. Als Auszeichnung für ihr hervorragendes Engagement für die Belange krebskranker Kinder und deren Familien erhält Frau Riske das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Herzlichen Glückwunsch!“ 

Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wird Dr. Helmhold Seidlein, Jahrgang 1946, aus Greifswald ausgezeichnet. Der Facharzt für Orthopädie und Physikalische und Rehabilitative Medizin arbeitete von 1971 bis 1994 in der Universität Greifswald und war anschließend bis zu seiner Emeritierung 2011 Chefarzt der Fachklinik für Orthopädie an der Dünenwaldklinik Trassenheide. Bis 2015 leitete er verschiedene Kliniken in Deutschland und ist seitdem Leitender Oberarzt in der Rehaklinik in Ahlbeck. „Der sechsfache Vater hat sein Leben aber nicht nur seiner Berufstätigkeit gewidmet, sondern engagiert sich auch ehrenamtlich, insbesondere für Ältere und Menschen mit Behinderungen“, lobt die Regierungschefin. Seit 2001 sei er aktives Mitglied des Sozialverbandes Deutschland und seit 2012 der 1. Landesvorsitzende des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Als Landesvorsitzender vertritt er den Sozialverband Mecklenburg-Vorpommern auch im Bundesvorstand, ist seit 2015 Beisitzer und Mitglied im sozialpolitischen Ausschuss. 

Schwesig: „Maßgeblich sein Verdienst ist es, dass die Landesverordnung für Betreuungsangebote erlassen wurde. So können pflegende Angehörige entlastet aber auch Pflegebedürftige gefördert, betreut oder beaufsichtigt werden, z.B. durch Tagesbetreuung, haushaltsnahe Dienstleistungen oder die Alltags- und Pflegebegleitung. Das ist ein großer Fortschritt.“ 

Herr Seidlein ist Stifter des „Preises für Solidarisches Handeln“ des Landessozialverbandes und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Deutsche Kinderhilfsstiftung e.V.. „Mit seiner engagierten Arbeit vertritt er seit Jahrzehnten konsequent die Interessen von Menschen mit Behinderungen, Patienten, Seniorinnen und Senioren und Pflegebedürftigen. Das ist beispielgebend und vorbildlich. Herr Seidlein hat diese hohe Auszeichnung verdient. Herzlichen Glückwunsch!“ 

Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhält Dr. Erna Schreiber, Jahrgang 1938, aus Blowatz, Ortsteil Alt Farpen, im Landkreis Nordwestmecklenburg für ihr intensives Engagement im Naturschutz. Bis zur Wiedervereinigung war sie am Institut für Hochseefischerei beschäftigt und wechselte anschließend zu den ehemaligen Staatlichen Ämtern für Umwelt und Natur in Wismar und Schwerin. „Auch in ihrer Freizeit beschäftigte sie sich nach ihrem Umzug nach Alt Farpen mit der Natur der Wismarbucht, mit dem Ziel, die dort lebenden Arten zu erhalten“, sagt die Regierungschefin. Insbesondere habe sie sich dem Erhalt des Lebensraums Salzgras verschrieben und betreue die Vorkommen des Wismarschen Fingerkrauts. 

Seit mehr als 20 Jahren ist die Wissenschaftlerin aktiv in der AG Geobotanik im Landesverband des Naturschutzbundes Deutschland. Sie machte eine Reihe von floristischen Neufunden, veröffentlicht regelmäßig umfangreich und fundiert in den Botanischen Rundbriefen und leitet botanische und ornithologische Führungen. 2002 betreute Frau Dr. Schreiber ein Projekt, das sich der gezielten Entwicklung neuer Magerrasenbiotope auf einer Ansiedlungsfläche im Umfeld des Kiestagebaus Mankmoos im Landkreis Nordwestmecklenburg widmete. Dieses Projekt wurde 2012 mit dem Rekultivierungspreis des Landes ausgezeichnet. Schwesig: „Frau Dr. Schreiber zeigt einen außergewöhnlichen Einsatz bei der Erforschung und Erhaltung der Tier- und Pflanzenarten in der Wismarbucht. Ich freue mich, dass diese Arbeit mit der hohen Auszeichnung auch besonders gewürdigt wird. Herzlichen Glückwunsch!“ 

Die heutige exzellente Stellung der Wissenschaftsregion Mecklenburg-Vorpommern in den Bereichen Implantattechnologien und Biomaterialien sei ohne das frühzeitige Wirken von Prof. Dr. Klaus Schmitz undenkbar gewesen, betont die Ministerpräsidentin. 1992 trat Prof. Schmitz, Jahrgang 1946, aus Rostock-Warnemünde die Professur für Biomedizinische Technik an der Universität Rostock an und wurde drei Jahre später Direktor des neu gegründeten Instituts für Biomedizinische Technik. 1996 gründete er das gemeinnützige Institut für ImplantatTechnologie und Biomaterialen, das Kompetenzzentrum für Medizintechnik des Landes und wichtiger Projektpartner der regionalen und überregionalen Wirtschaft. 1998 gelang Schmitz die Ansiedlung des Medizintechnikunternehmens CORTRONIK in Rostock-Warnemünde. 

„Prof. Schmitz nutzte die Chancen zum Aufbau von gesamtdeutschen Forschungsnetzwerken, die herausragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Implantattechnologie hervorgebracht haben.“ Als Beispiel nannte die Regierungschefin das Projekt „REMEDIS – Höhere Lebensqualität durch neuartige Mikroimplantate“ im Förderprogramm „Spitzenforschung und Innovation in den neuen Ländern“. Im Ergebnis waren 25 nationale und internationale Patentanmeldungen, 28 Promotionen und fünf Habilitationen zu verzeichnen. Auch am Verbundvorhaben RESPONSE, sei Prof. Schmitz „als Architekt“ maßgeblich beteiligt gewesen. Bis 2019 fließen 45 Millionen Euro Forschungsmittel aus dem Bundesministerium für die Biomaterial- und Implantatforschung für die klinische Anwendung. Es sei das größte Förderprojekt des Landes. 

Prof. Schmitz habe sich über viele Jahre außerordentlich in der Selbstverwaltung der Medizinischen Fakultät und der Universität Rostock eingebracht, ist von 2006 bis 2015 Prodekan für Haushalt, Planung und Struktur der Universitätsmedizin Rostock gewesen. „Er war u.a. langjähriges Mitglied des Fakultätsrates der Medizinischen Fakultät sowie des Konzils und des Senates der Universität Rostock. Seine individuellen wissenschaftlichen Beiträge finden sich in etwa 500 Veröffentlichungen und 100 Patentanmeldungen auf seinen Lehr- und Forschungsgebieten wieder. Für seinen Einsatz wird er mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!