Schwesig: Kirchen bleiben wichtige Partner für die neue Landesregierung

Nr.207/2021  | 31.10.2021  | MPin  | Ministerpräsidentin

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat auf dem Empfang der Nordkirche zum Reformationstag in der Rostocker Nikolaikirche die Bedeutung der Reformation hervorgehoben: „Christliches Leben und christliche Werte gehören zu unserem Land. Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit der Rechte und der Chancen, Solidarität – das sind Werte, die schon die Reformation stark gemacht haben. Indem wir diese Werte heute schützen und mit Leben erfüllen, setzen wir fort und entwickeln weiter, was die Reformation begonnen hat. Angefangen mit der grundlegenden Einsicht: Ich trage Verantwortung nicht nur für mich selbst, sondern auch für andere und für die Welt, in der wir leben.“

Die Reformation vor mehr als 500 Jahren sei das Eintreten für Veränderung gewesen. In diesem Zusammenhang ging die Regierungschefin auf die friedliche Revolution von 1989/90 ein: „Sie ist nicht zuletzt aus dem reformatorischen Geist der evangelischen Kirche entstanden. Ihr Mut und ihr Beharren auf Gewaltlosigkeit haben mich sehr beeindruckt. Heute setzen wir uns gemeinsam, Politik und Kirche, für die Demokratie und für ein friedliches, tolerantes Miteinander ein.“

Den sozialen Zusammenhalt zu stärken, wird eine der wichtigsten Aufgaben der neuen Landesregierung sein, betonte die Ministerpräsidentin. „Wir wollen einen gemeinsamen Aufbruch in Richtung 2030. Gute Arbeit mit guten Löhnen ist die beste Grundlage für ein menschenwürdiges Leben und eine Gesellschaft, in der niemand auf der Strecke bleibt“, kündigte Schwesig an. Ein weiterer Schwerpunkt seien Kinder und ihre Bildungschancen. „Wir wollen mehr Lehrerinnen und Lehrer einstellen und werden die Kinderbetreuung weiter verbessern. Für ältere Menschen soll es eine preiswerte Möglichkeit geben, Bus und Bahn zu nutzen. Und wir müssen Natur und Umwelt stärker schützen. Für unseren gemeinsamen Aufbruch sind die Kirchen wichtige Partner. Mir ist es auch persönlich wichtig, dass wir diese enge Zusammenarbeit in der neuen Landesregierung weiter pflegen und weiterentwickeln“, so Schwesig.