Kultur mit Sonderfonds in der Energiekrise entlasten
Die Bundesregierung wird auch die Kultur in der Energiekrise entlasten. Der Sonderfonds Kulturveranstaltungen soll dafür geöffnet werden. Darauf haben sich die Regierungspartner im Bund am Sonntag verständigt.
„Das ist ein wichtiges Signal für die Kultur! Ich freue mich sehr, dass die Entlastung der Kultur von steigenden Energiekosten von der Bundesregierung aufgegriffen wird“, betont Kulturministerin Bettina Martin. „Ich habe mich dafür bereits beim Energiegipfel des Landes eingesetzt. Nun ist es uns gelungen, dass im Bund zu fixieren.“
Der Sonderfonds Kulturveranstaltungen des Bundes ist bislang nicht ausgeschöpft. Er war ursprünglich eingerichtet worden, um Folgen der Coronapandemie abzumildern. In dem Sonderfonds sind noch rund eine Milliarde Euro verfügbar. Diese sollen künftig auch für die Entlastung von Energiekosten verwendet werden. Bisher konnten die Mittel nur für Veranstaltungen in Anspruch genommen werden, insbesondere große Veranstalter wurden damit entlastet.
„Der Sonderfonds Kulturveranstaltungen muss nun weiter geöffnet werden. Auch kommunale, gemeinnützige und gemeinsam von Bund und Land finanzierte Kultureinrichtungen brauchen Zugang. Das müssen wir nun in der Umsetzung mit dem Bund sicherstellen. Nur so kann die Entlastung breite Wirkung entfalten und Kultur auf allen Ebenen sichern“, fordert Ministerin Martin. „Insbesondere Kultur im ländlichen Raum wird oft als Gemeinschaftsaufgabe wahrgenommen. Dem muss die Entlastungsregelung entsprechen. Eine gerechte Verteilung auf die Bundesländer ist dafür ebenso notwendig.“



