Pressemitteilungen

MV legt neuen Härtefallfonds auf zur Unterstützung von SED-Opfern

Von SED-Unrecht Betroffene in besonderen Notlagen erhalten Unterstützungsleistung

Nr.046/24  | 18.04.2024  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Aus einem Härtefallfonds des Landes können Betroffene von SED-Unrecht aus Mecklenburg-Vorpommern künftig in besonderen Notlagen eine Unterstützungsleistung erhalten. Eine entsprechende Richtlinie des Ministeriums für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten wird zum 1. Mai 2024 in Kraft treten.

Bürgerinnen und Bürgern des Landes, die nachweislich von SED-Unrecht betroffen waren und sich in einer akuten Notlage befinden, soll eine einmalige Unterstützungsleistung in Höhe von 2.500 Euro gewährt werden. Im Ausnahmefall kann die Leistung bis zu 10.000 Euro betragen. Die Anträge werden nach Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Für das Verfahren beim Landesbeauftragten ist ein Beratungsgespräch verpflichtend. Der Härtefallfonds wurde für 2024 und 2025 jeweils mit 50.000 Euro ausgestattet.

Ministerin Bettina Martin, deren Haus die Richtlinie gemeinsam mit dem Landesbeauftragten erarbeitet hat:
„Auch fast 35 Jahre nach dem Mauerfall leiden viele Betroffene noch unter den Folgen des SED-Unrechts, das ihnen angetan wurde. Mit dem neuen Härtefallfonds schaffen wir nun eine Grundlage, um Betroffenen in einer Notlage eine Entschädigung und Unterstützung zu bieten. Dabei geht es nicht allein um die finanzielle Unterstützung, sondern auch um die Anerkennung, dass ihnen Unrecht geschehen ist. Das ist ein wichtiger Schritt, den wir somit noch vor dem von der Regierungskoalition in Berlin angestrebten Bundesgesetz gehen. Wir tragen damit auch zur Aufarbeitung der Geschichte und den Repressionen in der DDR bei. Ich hätte mir gewünscht, dass der Bund – wie im dortigen Koalitionsvertrag angekündigt - eine für alle ostdeutschen Länder gemeinsame Lösung schafft. Doch wir wollen mit der notwendigen Hilfe in MV nicht weiter warten.“

Burkhard Bley, der Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, sagte:

„Mit dem Härtefallfonds des Landes für von SED-Unrecht Betroffene haben wir nicht nur ein Instrument, um gravierende Notfälle zu lindern. In unserer Beratung werden wir die Betroffenen unterstützen, alle ihnen zustehenden Leistungen zu beantragen und sie auch in weitere Hilfesysteme und spezifische Beratungsangebote vermitteln.“

Anfragen für Hilfeleistungen und Beratungen können bereits jetzt beim Landesbeauftragten eingereicht werden.
Beim Landesbeauftragten werden aktuell die Voraussetzungen für die Bearbeitung der Anträge und die Beratungsleistungen der Antragstellerinnen und Antragssteller geschaffen. Der Start der Beratungen wird im Laufe des Sommers erfolgen.

Informationen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Mecklenburg-Vorpommern und Kontakt zum Landesbeauftragten Herrn Bley erhalten Sie über:
https://www.landesbeauftragter.de/
oder telefonisch und per Email:
Tel: 0385 734006
Fax: 0385 734007
Email: post@lamv.mv-regierung.de

 

Hintergrundinformation zu bereits bestehenden Entschädigungsleistungen:

Die Anerkennung und Entschädigung von SED-Unrecht ist im Wesentlichen 1992 und 1994 in zwei SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen geregelt worden, die seitdem fortlaufend erweitert, verbessert und zuletzt 2019 auch entfristet wurden. So wurden z.B. die Rehabilitierungsmöglichkeiten für die Unterbringung in DDR-Spezialheimen erleichtert, die sogenannte Opferrente für ehemalige politische Häftlinge oder die Ausgleichsleistungen für beruflich Verfolgte erhöht und die Kriterien für den Zugang abgemildert sowie eine Leistung für Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen der Stasi eingeführt. Für eine Beratung zur Antragstellung auch für diese Gesetze und angrenzende Regelungen steht die Behörde des Landesbeauftragten zur Verfügung.

Meldungsübersicht

Ihre Suchkriterien

  • Suchbegriff: 
  • Bereich:  Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten
  • Zeitraum:   
30.04.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Klima- und Weltraumforschung aus MV in der Arktis

Delegation mit Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin und Forscherinnen und Forschern in Andøya. Foto: Felix Willer/WKM

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Mecklenburg-Vorpommern erforschen in der Arktis das Klima und den Weltraum. Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat gemeinsam mit Bundesforschungsministerin Dorothee Bär den Forschungsstandort oberhalb des Polarkreises besucht.

29.04.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Martin begrüßt Einigung bei der BAföG-Finanzierung

Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat die Einigung der Bundesregierung zur BAföG-Reform begrüßt.

29.04.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Das Leben des Robert Kahn

Präsentation der neuen Biografie über den Komponisten Robert Kahn Dienstag, 5. Mai 2026 um 19:00 Uhr Stieglitzenkrug, Schlichter Damm 10 17258 Feldberger Seenlandschaft Eintritt frei

28.04.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Kirchenschätze aus Barth sind national wertvolles Kulturgut

Staatssekretärin Susanne Bowen gemeinsam mit Annett Drews und Renate Hill vom Förderverein der Kirchenbibliothek sowie dem Vorsitzenden des Kirchengemeinderates, Jobst-Hinrich Zimmermann, und Pastor Kornelius Werner

Im Rahmen der auswärtigen Kabinettssitzung der Landesregierung in Barth am Dienstag (28. April) besuchte die Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Susanne Bowen, die Kirchgemeinde St. Marien und ihre historische Kirchenbibliothek.

28.04.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Plattdeutsches Wort des Jahres gesucht

Ab sofort kann für das plattdeutsche Wort des Jahres 2026 votiert werden. Eine Jury hat aus den zahlreichen Vorschlägen fünf Wörter ausgewählt, die jetzt zur Abstimmung stehen.

28.04.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Pressepreview: „Das Wunder von Plüschow“

Wir laden Sie herzlich zu einem Pressetermin ein, um Ihnen den Abschluss eines Projekts vorzustellen, das Konservierung, Restaurierung und Vermittlung auf innovative und anschauliche Weise miteinander vereint: Die Restaurierung einer barocken Wandbespannung, die 2023 in einer Garage in Grevesmühlen wiederentdeckt worden war.

26.04.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

FiSH-Preisverleihung in Rostock: „sdi – Keine Ahnung“ ist „Film des Jahres“

(v.r.) Kulturministerin Bettina Martin, die Preisträger Arnit Likaj und Daniel Schmidt, FiSH-Festivalleiterin Hella Rihl.  Fotograf: Felix Willer

Am Sonntag (26. April) wurden im MAU-Club in Rostock die Preise des 23. FiSH Filmfestivals verliehen. Kulturministerin Bettina Martin übergab den Preis für den „Film des Jahres“ in der Kategorie Junger Film, der vom Ministerium für [...]

23.04.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Martin übergibt Medienkompetenzpreis „Nachgehakt“ 2026

Die Preise würdigen herausragende Projekte, die nachhaltige und innovative Medienarbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen umsetzen und damit die Medienkompetenz stärken.

21.04.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Quantensprung für bessere Versorgung bei Krebs in MV

Wissenschaftsministerin Bettina Martin bei der Inbetriebnahme des Genomsequenzierers. Foto: Sabrina Scholz/WKM

Die Universitätsmedizin Greifswald hat am Montag (20. April) ihren neuen Hochleistungs-Genomsequenzierer in Betrieb genommen. Damit werden Krebstherapie und Krebsforschung in Mecklenburg-Vorpommern auf ein neues Niveau gehoben. Künftig kann mit dem neuen [...]

18.04.2026  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Land unterstützt Stadtjubiläum Pasewalk

Im Rahmen des Kürassierballs am Samstag (18. April) in Pasewalk überbrachte Kulturministerin Bettina Martin einen Förderbescheid, mit dem die Landesregierung die Feierlichkeiten der Stadt zu ihrem 775-jährigen Jubiläum in diesem Jahr [...]

Kulturportal

Bauarbeiterfiguren spielen auf der Tastatur, dazu der Slogan "Kunst zu finden, ist keine Kunst.", Made by Werk3

Hier treffen sich Kreative, Künstler und Kulturliebhaber

Zum Kulturportal

Europaportal

Die Europaflagge

Alles zu Europa-Themen und den EU-Fonds

Europaportal MV

Landes­zen­trale für poli­ti­sche Bildung

Informationen zu allen Fragen von Politik und Demokratie

Mehr erfahren

Aufarbeitung der SED-Diktatur

Beratung zu SED-Unrecht, historische Aufarbeitung

Weitere Informationen