Landtag: Wissenschaftsministerin Martin räumt mit Falschinformationen der CDU zum Thema Lehrkräftebildung auf
In ihrer Rede zur Reform des Lehramtsstudiums stellte Martin klar: „Das Gymnasium bleibt!“
Am Mittwoch (10.7.) war im Rahmen der Aktuellen Stunde des Landtages auch die geplante Reform des Lehramtsstudiums ein Thema, die sich aktuell in der regierungsinternen Abstimmung befindet.
Ziel der Reform ist es, die Zahl der Studienabbrecher im Lehramtsstudium zu verringern, die Wahlfreiheit der angehenden Lehrkräfte zu erhöhen sowie die Lehramtsausbildung besser und attraktiver zu machen.
So soll unter anderem der pädagogische und didaktische Anteil in der 1. Phase der Lehramtsausbildung gestärkt und im Gegenzug der im Bundesvergleich zu hohe Fachlichkeitsanteil reduziert werden.
Um die Flexibilität des Studiums in der Sekundarstufe I und II zu erhöhen, soll ein Sekundarstufenlehramt eingeführt werden, mit dem Studierende die Möglichkeit haben, sich sowohl auf den Lehrberuf an Gymnasien als auch an Regionalen Schulen vorzubereiten.
Einer der Vorteile ist es, dass Studierende damit nicht schon bei Antritt ihres Studiums die Entscheidung treffen müssen, an welcher Schulform der Sekundarstufe I und II sie später einmal Lehrkraft sein möchten.
Wissenschaftsministerin Bettina Martin wandte sich in ihrer Rede gegen Falschbehauptungen einer Kampagne der CDU-Fraktion zu dem Reformvorhaben.
Im Rahmen dieser CDU-Kampagne wird unter anderem das Sekundarstufenlehramt in polemischer Weise zum „Einheitslehrer“ umgemünzt. Außerdem wurde auf Veranstaltungen und durch die Kampagne mehrfach in die Welt gesetzt, die Landesregierung plane die Abschaffung des Gymnasiums. Beides entspricht nicht den Tatsachen.
„Diese Kampagne schürt Verunsicherung bei Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften und auch Lehramtsstudierenden. Das ist Gift für die Bildungslandschaft in MV“, so Ministerin Martin: „Ich lade alle zu einer konstruktiven Diskussion über die Zukunft der Lehrkräftebildung in MV im Rahmen des anstehenden Gesetzgebungsprozesses ein. Denn es geht hier um ein wichtiges Thema, so dass eine solche Polemik völlig an der Sache vorbeigeht - und das ist die Zukunft der Kinder und Jugendlichen.“
Die vollständige Rede von Ministerin Bettina Martin stellen wir Ihnen am Anhang an diese Pressemitteilung zur Verfügung.
Das Wissenschaftsministerium hat außerdem auf einer Internetseite die wichtigsten Informationen zu den Eckpunkten der Reform zusammengefasst.



