Kulturministerin Martin eröffnet Fotoausstellung über Tschernihiw

„Bericht aus einer belagerten Stadt“ in Schwerin zu sehen

Nr.131/24  | 28.08.2024  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Kulturministerin Bettina Martin hat am Mittwoch die Fotoausstellung „Bericht aus der belagerten Stadt Tschernihiw“ in Schwerin eröffnet. Die Ausstellung zeigt Fotografien der beiden ukrainischen Fotografen Valentyn Bobyr und Vladyslav Savenok über den russischen Angriff auf ihre Heimatstadt Tschernihiw.

„Tschernihiw ist seit Januar dieses Jahres die Partnerregion Mecklenburg-Vorpommerns in der Ukraine. Ich konnte mir im Mai dieses Jahres bei einem Besuch vor Ort ein Bild von dem großen Leid der Bevölkerung angesichts der Zerstörung und der ständigen Bedrohung in der Oblast Tschernihiw machen und habe viele Gespräche dort führen können“, sagte Martin zur Eröffnung. „Mit ihren Fotos und der Ausstellung wollen die beiden Fotografen diesen Krieg, der auf europäischem Boden quasi vor unserer Haustür stattfindet, wieder stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Bei meinem Besuch in Tschernihiw haben die Menschen in den Gesprächen immer wieder betont, wie wichtig es für sie ist, dass sie angesichts der Dauer dieses furchtbaren Angriffskrieges nicht vergessen werden. Für die Unterstützung aus Mecklenburg-Vorpommern sind sie sehr dankbar. Gerade das Leid der Kinder im Krieg, für die Luftalarm, Unterricht im Schutzraum, verletzte oder getötete Angehörige und Raketenangriffe inzwischen zum Alltag gehören, ist die Lage unbeschreiblich schwer. Ich danke allen Organisatoren und Beteiligten an der Ausstellung dafür, dass sie mithelfen, dass dieses Leid der Menschen in Tschernihiw nicht in Vergessenheit gerät.“

 

Die Region Tschernihiw ist seit Januar 2024 Partnerregion Mecklenburg-Vorpommerns. Das Land unterstützt unter anderem mit 250.000 Euro für den Bau von Schutzräumen an Schulen. Dadurch können ukrainische Kinder trotz des Krieges und der ständigen Bedrohung sicher unterrichtet werden.

Ermöglicht wurde die Ausstellung durch das Deutsche Historische Institut Warschau. Die Ausstellung ist noch bis zum 30.10.2024 im Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland am Demmlerplatz in Schwerin zu besichtigen.
Der Eintritt ist frei.

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