Kunst aus DDR-Zeit erforschen, erfassen und zugänglich machen
Martin eröffnet Projekt in Neubrandenburg zu Architektur und Kunst im öffentlichen Raum
In Neubrandenburg hat Kulturministerin Martin heute das Kulturprojekt „Ostmoderne in Neubrandenburg: Erfassung von Zeugnissen der Architektur, des Städtebaus und der Kunst im öffentlichen Raum von 1945 bis 1990“ eröffnet. Ziel des in seiner Qualität bundesweit einmaligen Projektes ist es, die Baukultur und Kunst im öffentlichen Raum aus der DDR-Zeit in Neubrandenburg beispielhaft zu erfassen, wissenschaftlich aufzuarbeiten und für die Allgemeinheit besser zugänglich zu machen. Aus den Erkenntnissen soll nicht nur ein Nachschlagewerk entstehen, sondern auch Lernmaterialien für Schulen, um auch die jüngere Generation an diese Zeugnisse der DDR aus Neubrandenburg heranzuführen.
Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt der Landesdenkmalpflege MV und der Stadt Neubrandenburg mit der Kunstsammlung Neubrandenburg und wird durch das Land, die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Stiftung der Neubrandenburger Sparkasse gefördert.
Gemeinsam mit den Projektförderern Patricia Werner, der Geschäftsführerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, und Kirsten Cummerow, Vorstandsvorsitzende der Sparkassenstiftung Neubrandenburg-Demmin, Oberbürgermeister Silvio Witt, sowie der Landeskonservatorin, Dr. Ramona Dornbusch vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege (LAKD) wurden außerdem die Ergebnisse des zuvor durchgeführten Projektes „Drinnen und draußen – Kunst im Norden der DDR“ präsentiert.
Kulturministerin Bettina Martin:
„Die Kunst und Baukultur der DDR-Zeit gehört zur Kulturgeschichte dieses Landes und hat auch die Identität derjenigen mitgeprägt, die in der ehemaligen DDR aufgewachsen sind. Die Kunst, die in dieser vergleichsweise kurzen Epoche von nur wenigen Jahrzehnten entstanden ist, zu erforschen, zu erfassen und darüber zu informieren, ist uns mit diesem Projekt gemeinsam ein wichtiges Anliegen. In Bezug auf Zeugnisse der ehemaligen DDR bestehen Wissensdefizite, da in den ersten Jahrzehnten nach der Wende in der Denkmalpflege zunächst andere Schwerpunkte gesetzt wurden. Dazu gehört im historischen Sinne auch die Baukultur und Kunst dieser Zeit. Diese zu dokumentieren und für die heute lebenden und die Nachwelt aufzubereiten gehört zur Bewahrung unserer Geschichte und öffnet auch das damalige Spannungsfeld zwischen Kunst und zentral gelenktem Kulturbetrieb für eine breitere Öffentlichkeit und erklärt die Zusammenhänge.
Das Land fördert diese Kulturprojekte mit insgesamt 105.543 Euro über das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege. Besonders dankbar bin ich der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkassenstiftung Neubrandenburg-Demmin, dass sie sich gemeinsam für dieses wichtige Thema einsetzen. Ebenso dankbar bin ich der Stadt Neubrandenburg und insbesondere Oberbürgermeister Silvio Witt, der dieses Projekt seit der ersten Idee mit viel Engagement und Herzblut begleitet.“



