Kommunale Partnerschaften können der Ukraine helfen

Nr.173/24  | 31.10.2024  | WKM  | Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Europaministerin Bettina Martin hat am Donnerstag an der 2. Internationalen Konferenz zur lokalen Entwicklung der ukrainischen Partnerregion von MV, Tschernihiw, teilgenommen. Der Titel der Konferenz lautete „Chernihiv Oblast: From Recovery to Development“. Auf einem international besetzten Panel zur Ukraine-Hilfe sprach sie über konkrete Projekte der Zusammenarbeit auf regionaler Ebene zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Oblast Tschernihiw.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Ukraine, Deutschland, Frankreich, Finnland und den USA hat sich die Ministerin für eine enge Kooperation der verschiedenen Ebenen – von der kommunalen, regionalen über die nationale und internationale Ebene – ausgesprochen.

„Wir lassen die Menschen in der Ukraine nicht alleine“, sagte Ministerin Martin. „Zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Region Tschernihiw besteht seit Anfang des Jahres eine lebendige Partnerschaft, die wir bereits durch viele Projekte und persönliche Begegnungen mit Leben erfüllt haben. Ich konnte mir bei einer Reise mit einer Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern in die Region persönlich von der schwierigen Lage der Menschen in der Region direkt an der russischen und belarussischen Grenze seit Beginn des russischen Angriffskrieges ein Bild machen. Es haben in den vergangenen Monaten mehrere persönliche Begegnungen stattgefunden. Vor allem war auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Kiew und Tschernihiw und hat dort intensive politische Gespräche geführt und Kontakte auch in die Zivilgesellschaft hinein geknüpft“, so Martin weiter.

Auf der Konferenz, die die Möglichkeiten vor allem auch der Städte und Kommunen beim Wiederaufbau der Ukraine im Fokus hatte, verwies Martin auf die Hilfen, die bislang im Rahmen der Partnerschaft zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Region Tschernihiw geleistet wurden. So hat das Land beim Bau von Schutzräumen für Schulen geholfen, fördert Partnerschaften von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zwischen den Hochschulen, unterstützt die psychologische Arbeit mit traumatisierten Kriegsopfern und entwickelt Projekte zum Schutz der Kulturgüter in der Ukraine.

Martin sprach auch über die Bedeutung kommunaler Partnerschaften. Zwar gebe es in Mecklenburg-Vorpommern bereits mehrere Partnerschaften von Kommunen mit ukrainischen Städten. Diese lägen aber nicht in der Oblast Tschernihiw. Hier erhoffe sie sich in der Zukunft noch weitere Partnerschaften von Städten aus MV mit Städten in der Partnerregion. „Es gibt keine allumfassende Lösung für die großen Herausforderungen des Wiederaufbaus und der Entwicklung in der Ukraine“, sagte Martin. „Ein wirksamer Wiederaufbau beginnt aber auf regionaler und lokaler Ebene. Klar ist aber auch, dass es die Unterstützung aller Ebenen von der Kommune bis zu den internationalen Organisationen, braucht.“

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