KI-Zentrum in Rostock wird auf langfristige Grundlage gestellt
225.000 Euro jährlich für den besseren Transfer von Innovationen in die wirtschaftliche Anwendung
Das „Zentrum für Künstliche Intelligenz und Data Science“ in Mecklenburg-Vorpommern (KI MV) an der Universität Rostock soll dauerhaft vom Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt werden. Darauf haben sich die Hausleitungen des Wissenschafts-, Finanz- und Wirtschaftsministeriums verständigt.
Das Land will KI MV künftig mit insgesamt 225.000 Euro jährlich fördern. Die Mittel werden zu gleichen Teilen von den drei beteiligten Ressorts getragen. Wissenschafts-, Finanz- und Wirtschaftsministerium stellen jeweils 75.000 Euro pro Jahr zur Verfügung.
„Die Anwendung künstlicher Intelligenz birgt für die Zukunft große Chancen, aber auch Risiken. Damit die Innovationen aus der Forschung sinnvoll und schnell in die wirtschaftliche Anwendung kommen, ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen gute Beratung notwendig. Mit KI MV verfügt Mecklenburg-Vorpommern über eine wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die dauerhafte Unterstützung schafft Planungssicherheit und ermöglicht es, erfolgreiche Strukturen langfristig weiterzuentwickeln“, sagte die Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Bettina Martin. „Der Wissenstransfer von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in die Wirtschaft ist mustergültig. Diese Vernetzung ist jetzt langfristig gesichert.“
„Wir setzen auf die Unterstützung des Kollegen KI dabei, die Verwaltung schneller, bürgernäher und wirtschaftsfreundlicher zu machen. Damit das gelingt, brauchen wir eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und innovativen Unternehmen. Als Digitalisierungsminister ist mir wichtig, dass aus Forschung konkrete Anwendungen werden und Innovationen in unserem Land ankommen. Mit der dauerhaften Förderung des KI MV schaffen wir dafür eine wichtige und verlässliche Grundlage“, erläuterte Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue.
Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit:
„Mit KI MV bauen wir eine starke Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis – das ist gerade für unsere kleinteilig und mittelständisch geprägte Wirtschaft entscheidend. Künstliche Intelligenz bietet große Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns. Wichtig ist, dass aus Forschung und neuen Ideen konkrete Anwendungen in unseren Unternehmen entstehen. KI MV leistet diesen Transfer und stärkt damit Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung im Land“.
Die Prorektorin für Forschung, Talententwicklung und Chancengleichheit an der Universität Rostock Frau Prof. Dr. Nicole Wrage-Mönnig betont:
"Die dauerhafte Förderung des „Zentrums für Künstliche Intelligenz und Data Science“ ist ein starkes Signal für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Als Universität Rostock tragen wir mit unseren Forschungsarbeiten dazu bei, dass wissenschaftliche Erkenntnisse zu Künstlicher Intelligenz und Data Science nicht im Labor bleiben, sondern konkrete Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft hervorbringen. KI MV verbindet dafür Forschung, Unternehmen und gesellschaftliche Akteure und schafft wichtige Impulse für Innovation und Transfer."
KI MV wird seit 2020 durch die Landesregierung mit Befristung gefördert.
Mit der Vereinbarung zwischen dem Land und der Universität Rostock wird nun die finanzielle und strukturelle Ausgestaltung der dauerhaften Förderung geregelt. Die Universität Rostock soll KI MV im bisherigen Leistungsumfang insbesondere in den Bereichen Vernetzung und Kooperationsprojekte sowie Beratung fortführen.
Die Landesmittel dienen der strukturellen Grundausstattung des Zentrums, insbesondere zur Finanzierung von Personal- und Sachmitteln. Auch die Universität Rostock wird einen Eigenanteil leisten.
Anlagen
178 - KI Zentrum.pdf (PDF, 0,24 MB)
Unterzeichnung der Vereinbarung zum KI-Zentrum
(JPEG, 7,16 MB)
v.l. Dr. Heiko Geue, Bettina Martin, Dr. Wolfgang Blank



