Deutsche Allianz Meeresforschung
Meere und Ozeane spielen eine zentrale Rolle bei globalen Klimaprozessen, zählen zu den bedeutendsten Ökosystemen der Erde und beeinflussen das Leben von Millionen von Menschen. Es besteht ein großer Bedarf an Wissen darüber, wie die Meere geschützt und ihre Nutzung durch den Menschen nachhaltiger gestaltet werden kann. Die norddeutschen Länder Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben gemeinsam mit dem Bund die Deutsche Allianz Meeresforschung (DAM) geründet. Damit hat Deutschland eine der weltweit größten marinen Forschungsallianzen ins Leben gerufen.
Spitzenposition deutscher Meeresforschung ausbauen
Die Aufgaben der Deutschen Allianz Meeresforschung sind in der Verwaltungsvereinbarung vom 18. Juli 2019 festgehalten. Die DAM wirkt in vier Kernbereichen, um die Spitzenposition der deutschen Meeresforschung weiter auszubauen: Dazu zählen Forschung, Koordinierung seegehender Infrastrukturen (Großgeräte, Instrumente), Datenmanagement und Digitalisierung sowie Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Für Mecklenburg-Vorpommern liegt der Schwerpunkt auf der Küstenzonenforschung. Mit der „Maria S. Merian“ und der „Elisabeth Mann Borgese“ bringt das Land zwei Forschungsschiffe in die DAM ein.
Führende deutsche Forschungseinrichtungen in einer Allianz
Die Deutsche Allianz Meeresforschung ist als eingetragener Verein aktiv und verbindet 19 deutsche Meeresforschungseinrichtungen. In Mecklenburg-Vorpommern zählen das Departement Maritime Systeme der Universität Rostock, das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, die Universität Greifswald und als assoziiertes Mitglied das Deutsche Meeresmuseum Stralsund dazu. Die Förderung der DAM in Höhe von jährlich 25 Millionen Euro ist zunächst bis 2025 ausgelegt und wird durch den Bund und die beteiligten Länder im Verhältnis 80:20 finanziert. Mecklenburg-Vorpommern übernimmt vier Prozent der Gesamtförderung.




