Drese: Barrieren müssen vor allem in den Köpfen überwunden werden

Ministerin Drese stellte heute gemeinsam mit Vertretern der Prognos AG den Bericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in MV vor. Details anzeigen
Ministerin Drese stellte heute gemeinsam mit Vertretern der Prognos AG den Bericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in MV vor.
Ministerin Drese stellte heute gemeinsam mit Vertretern der Prognos AG den Bericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in MV vor.
Ministerin Drese stellte heute gemeinsam mit Vertretern der Prognos AG den Bericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in MV vor.
Nr.128  | 03.07.2018  | SM  | Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Sozialministerin Stefanie Drese stellte heute im Rahmen der Landespressekonferenz den Evaluationsbericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Mecklenburg-Vorpommern vor. Drese verdeutlichte, dass die aktive und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gemeinschaft als handlungsfeldübergreifendes Prinzip in allen gesellschaftlichen Bereichen Berücksichtigung finden muss.

„Wir sind in Mecklenburg-Vorpommern seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im März 2009 auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft gut vorangekommen“, betonte Drese. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung, drohender Behinderung oder chronischer Erkrankung dürfe jedoch nicht als etwas Abgeschlossenes begriffen werden, sondern sie sei ein fortlaufender Prozess, der auf verschiedenen Ebenen stattfindet.

Einen wichtigen Baustein bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bildet der 2013 beschlossene Maßnahmeplan der Landesregierung, der nun durch die Prognos AG einer Bestandsaufnahme unterzogen wurde.

Der Bericht konstatiert, dass die Anforderungen grundsätzlich erfüllt werden und alle wichtigen Bestandteile eines Aktionsplans Beachtung finden. Optimierungspotenzial besteht hinsichtlich der konzeptionellen Ordnung, der Übersichtlichkeit des Plans sowie der einheitlichen Binnenstruktur.

Für die Zielerreichung der insgesamt 113 Einzelmaßnahmen des Landes auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft besteht eine positive Prognose. 78 Prozent aller Maßnahmen werden ihre Ziele vollständig erreichen oder haben diese bereits erreicht, nur bei sechs Prozent traten Verzögerungen auf.

Als vorbildlich wurde die intensive Beteiligung von Menschen mit Behinderung an der Entwicklung des Maßnahmeplans bewertet. Drese: „Wir haben mit dem Rat für Integrationsförderung ein bundesweit einmaliges Gremium, dass sich seit über 17 Jahren für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzt und die Landesregierung berät. Diese Kompetenz und konstruktiv-kritische Begleitung gilt es weiter zu nutzen.“

Ministerin Drese: „Unser gemeinsames gesellschaftliches Ziel muss es sein, Barrieren für Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen abzubauen – vor allem auch in den Köpfen.“

Der Evaluationsbericht der Prognos AG ist in der Langfassung, einer Kurzfassung sowie in leichter Sprache unter folgendem Link abrufbar: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Service/Publikationen/