Drese auf Ehrenamtskonferenz MV: Politik kann Engagement nicht verordnen, aber ermöglichen
Sozialministerin Stefanie Drese hat sich am Donnerstag auf der Ehrenamtskonferenz MV 2026 für die gezielte Ansprache von Gruppen und Personen ausgesprochen, denen die Beteiligung am freiwilligen Engagement aufgrund von Schwellen und Hemmnissen schwerfällt.
„Hier liegt ein großes Potential für ehrenamtliches Engagement. Menschen, bei denen etwa Sprachbarrieren bestehen oder die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sind oft motiviert sich einzubringen, brauchen aber den persönlichen Kontakt oder das leichte Auffinden von Informationen und Engagement-Möglichkeiten“, sagte Drese bei der von der Ehrenamtsstiftung des Landes organisierten Veranstaltung in Güstrow.
Der Zugang zum freiwilligen Engagement werde beispielsweise durch eine sensible Ansprache, Veranstaltungen, auf denen Engagierte und Interessierte sich begegnen, digitale Börsen, die leicht auffindbar und klar strukturiert sind oder sichtbare Zeichen an Gebäuden oder Institutionen, an denen Engagement stattfindet, erleichtert, sagte Drese.
Die Ende Januar dem Landtag erstmals vorgelegte Engagementstrategie der Landesregierung widme sich auch diesem Thema, so die Ministerin. „Wer interessiert ist, sich zu engagieren, sollte die passenden Informationen künftig leichter finden und im direkten Gespräch ermuntert werden, mitzumachen. Menschen engagieren sich, wenn sie sich angesprochen fühlen“, verdeutlichte Drese.
Die Engagementstrategie verstehe sich als in die Zukunft gerichtetes, verbindendes und das Vorhandene ergänzendes Instrument. „Unsere gemeinsam mit Vereinen, Verbänden, Stiftungen, der Wissenschaft sowie der Wirtschaft erarbeitete Strategie stärkt das freiwillige Engagement, macht vorhandene Ressourcen sichtbarer und bündelt sie“, betonte Drese.
„Wir gehen damit aktiv auf kooperierende Institutionen sowie Engagierte zu, um gemeinsam langfristig die Bedingungen für Engagierte und am Engagement Interessierte zu verbessern. „Mit Hilfe der verabredeten Maßnahmen möchte die Landesregierung zeigen, welches Potential für freiwilliges Engagement besteht und wie dieses in echtes Engagement verwandelt werden kann“, so die Ministerin.
Im Zentrum stünden dabei die Engagierten, ihre Bedarfe und auch das, was ihnen Schwierigkeiten bereitet, wie z.B. bürokratische Hürden, die Suche nach Fördergeldern oder die Wege zum Engagement.
Drese: „Freiwilliges Engagement ist keine Selbstverständlichkeit. Menschen möchten ihr Engagement wählen. Es muss für diese Wahl vielfältiger, sichtbarer, zugänglicher und besser unterstützt werden - in den Städten und auf dem Land, online und offline, kurz- oder langfristig. Politik kann Engagement nicht verordnen – aber sie kann es ermöglichen.“



