Bewerbungsportal für die neue Landarztquote noch einige Tage offen
Noch bis zum 25. April läuft die Bewerbungsphase für die erweiterte Landarztquote in Mecklenburg-Vorpommern. „Ob Abitur frisch in der Tasche, noch in Ausbildung, im FSJ oder bereits im Gesundheitsberuf tätig – mit unserer neuen Gesetzesregelung in Mecklenburg-Vorpommern kann der Traum von einem Medizin-, Zahnmedizin- oder Pharmaziestudium auch unabhängig vom Abiturschnitt Wirklichkeit werden“, betonte Gesundheitsministerin Stefanie Drese am Dienstag in Schwerin.
Mit dem Anfang 2026 beschlossenen Gesundheitsversorgungsunterstützungsgesetz können nun auch erstmals Studienplätze über die erweiterte Landarztquote in den Bereichen der Zahnmedizin und der Pharmazie vergeben werden. Das ist bundesweit einmalig. Insgesamt bis zu 57 Plätze stehen so zur Verfügung, darunter bis zu 42 in der Humanmedizin (bisher 32), bis zu acht in der Zahnmedizin und bis zu sieben in der Pharmazie.
„Die Landarztquote ist ein wichtiger und innovativer Baustein, um die medizinische Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen, die bereits heute von Unterversorgung betroffen oder bedroht sind, auch in Zukunft in hoher Qualität sicherzustellen.“, verdeutlichte Drese. „Wir sind mit der Umsetzung der erweiterten gesetzlichen Möglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern so schnell, dass bereits im Wintersemester 2026/2027 mit dem Studium in Greifswald und Rostock gestartet werden kann“, so die Ministerin weiter.
Neu ist nach Aussage von Drese außerdem, dass den künftigen Landärztinnen und Landärzten mehr Flexibilität bei der Facharztausbildung eingeräumt wird. „Absolventinnen und Absolventen können so nicht mehr ausschließlich als Hausärzte oder Kinderärztinnen tätig werden, sondern je nach regionalem Versorgungsbedarf auch weitere Facharztrichtungen wie die Augenheilkunde, Gynäkologie, Dermatologie, Urologie, Neurologie oder HNO- Heilkunde einschlagen, sofern dort ein Mangel herrscht“, erklärte die Ministerin.
Drese informierte darüber hinaus, dass Bewerberinnen und Bewerber ab diesem Jahr ein vom Gesundheitsministerium neu konzipiertes Auswahlverfahren durchlaufen, das noch stärker als bisher sowohl die fachliche als auch die persönliche Eignung berücksichtigt.
„Ich erhoffe mir, dass wir so gezielt auch junge Talente erreichen, denen der klassische Weg ins Medizinstudium auf Grund eines strikten Numerus Clausus bisher verwehrt geblieben ist“, so Drese weiter. „Denn es kommt nicht allein auf die Abiturnote an, sondern auf die gesamte Persönlichkeit – also auch auf soziale Kompetenzen, persönliche Motivation und praktische Erfahrungen.“
Mit der erweiterten Landarztquote hätten so auch Interessierte mit einem Abiturschnitt von 2,0 oder 2,5 Chancen auf einen Studienplatz, verdeutlichte die Ministerin. Im Gegenzug verpflichten sich die Studierenden, nach Abschluss ihres Studiums mindestens zehn Jahre in einer unterversorgten oder drohend unterversorgten Region Mecklenburg-Vorpommerns tätig zu sein oder im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu arbeiten.
Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online. Interessierte können sich im Bewerbungsportal registrieren, ihre Unterlagen einreichen und am Auswahlverfahren teilnehmen. Alle Informationen, häufig gestellte Fragen sowie Kontaktmöglichkeiten sowie den Link zum Bewerbungsportal stellt das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern auf seinen Seiten bereit.
Für Fragen oder Anliegen steht zudem eine Hotline des Ministeriums unter 0385-588 19990 sowie die eigens eingerichtete Mailadresse landarzt@sm.mv-regierung.de zur Verfügung.



