Drese: Fußball ist der größte Integrationsmotor in unserem Land
Ministerin würdigt Ehrenamt beim Verbandstag des LFV/ Glückwunsch an WM-Final-VAR Bastian Dankert
Fußball ist mehr als Tore, Punkte und Tabellen. „Fußball ist ein Stück gesellschaftlicher Zusammenhalt. In unseren Vereinen kommen Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe zusammen. Gerade in einer Zeit, in der Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeit mehr ist, ist das von unschätzbarem Wert“, sagte Sportministerin Stefanie Drese am Sonnabend beim 10. Ordentlichen Verbandstag des Landesfußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (LFV) in Rostock.
Drese dankte dem LFV, den Vereinen und insbesondere den vielen Ehrenamtlichen. „Der Fußball rollt nicht von allein. Dahinter stehen Menschen, die den Platz vorbereiten, Fahrdienste übernehmen, Kinder zum Training bringen, Mannschaften coachen und betreuen und dafür sorgen, dass am Wochenende überhaupt gespielt werden kann“, betonte sie. „Ohne dieses Engagement wäre der Fußball in Mecklenburg-Vorpommern nicht denkbar.“
Mit 50.794 Mitgliedern ist der Landesfußballverband der größte Fachverband im Landessportbund. Insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 310.000 Menschen in Sportvereinen organisiert – fast ein Fünftel der Bevölkerung, so Drese.
Gleichzeitig stehe der Fußball vor großen Herausforderungen: demografischer Wandel, Nachwuchsgewinnung, fehlende Ehrenamtliche, Sportstätten und wachsende Anforderungen an die Vereinsarbeit. „Land, Kommunen, Verbände und Vereine müssen deshalb gemeinsam dafür sorgen, dass der Fußball stark, attraktiv und zukunftsfähig bleibt“, sagte Drese.
Gerade für Kinder und Jugendliche seien die Vereine wichtige Orte der Begegnung und Orientierung. „Wer Fußball spielt, lernt, dass man sich aufeinander verlassen, gemeinsam gewinnen und gemeinsam mit Niederlagen umgehen muss“, sagte Drese. „Das ist – abseits von Meisterschaft und Aufstieg – die größte Leistung des Fußballs in unserem Land.“
Der Fußball habe zudem eine besondere Integrationskraft. „Wir wollen, dass der Fußball der größte Integrationsmotor im Land bleibt, wo Herkunft und sozialer Status keine Rolle spielen. Fußball verbindet. Das soll, das muss so bleiben“, betonte die Ministerin.
Einen besonderen Moment beim Verbandstag bildete die Würdigung eines Mannes, der, so Drese mit einem Augenzwinkern, „den Großteil des Sommers im Keller saß: Bastian Dankert. Der Rostocker Schiedsrichter war der einzige deutsche Video-Assistent bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 und kam im Turnier zwölfmal als VAR beziehungsweise Assistant-VAR zum Einsatz. Krönung: Bastian Dankert wurde auch beim WM-Finale 2026 als VAR eingesetzt.
„Es gab aus deutscher Sicht bei der WM viele Verlierer. Es gab aber auch einen großen Gewinner. Und der kommt aus unserem Land. Bastian Dankert hat Mecklenburg-Vorpommern mit Bravour auf der größten Fußballbühne der Welt vertreten. Das ist ein riesiger persönlicher Erfolg und zugleich eine Auszeichnung für den gesamten Fußball und das Schiedsrichterwesen in unserem Land. Für mich ist Bastian Dankert damit der Toni Kroos der Schiedsrichter“, sagte Drese.



