Afrikanische Schweinepest (ASP)

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African Swine Fever: how to stay one step ahead

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African Swine Fever: how to stay one step ahead

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Die ASP ist eine hoch ansteckende, anzeigepflichtige Viruserkrankung mit seuchenhaftem Verlauf und hoher Sterblichkeit. Sie betrifft ausschließlich Haus- und Wildschweine. Für den Menschen sowie andere Haus- und Nutztiere ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich. Auch der Verzehr von infiziertem Schweinefleisch birgt für den Menschen kein gesundheitliches Risiko.

Die klinischen Erscheinungen können sehr unterschiedlich sein und führen bei den betroffenen Tieren meist zum Tod. Ein Ausbruch der ASP hat nicht nur die unmittelbaren tierseuchenrechtlichen Maßnahmen (siehe Schweinepest-Verordnung) zur Folge, sondern führt wegen der sofort gültigen Handelsbeschränkungen zu schweren wirtschaftlichen Schäden.

In Deutschland ist die ASP bisher noch nie aufgetreten. Um ein Einschleppen dieser Seuche zu verhindern, sind Reisende, Landwirte, Jäger, Verbraucher und die zuständigen Behörden gleichermaßen gefragt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat vor dem Hintergrund, dass sich die ASP in Europa immer weiter ausbreitet, ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt. Dazu gehört unter anderem ein ASP-Monitoring bei Wildschweinen, die Reduktion der Schwarzwildpopulation sowie die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit.

Finden Sie tote Wildschweine, informieren Sie sofort die zuständige Veterinärbehörde oder – sofern bekannt - den zuständigen Jäger!

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was ist die Afrikanische Schweinepest?

Die Afrikanische Schweinepest (ASP, englisch African Swine Fever ASF) ist eine hochansteckende Virusinfektion, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt. Der Erreger ist ursprünglich im südlichen Afrika heimisch. Für die infizierten Schweine endet eine Infektion meist tödlich. Die ASP ist in der EU eine anzeigepflichtige Tierseuche.

Ist sie für Menschen gefährlich?

Nein. Das Virus der ASP befällt nur Schweine. Die ASP ist auf den Menschen nicht übertragbar – weder über direkten Kontakt mit infizierten Tieren noch durch den Verzehr von infiziertem Schweinefleisch.

Und ist sie für andere Tiere gefährlich?

Nein. Für andere Haus- und Nutztierarten stellt die ASP keine Gefahr dar. Andere Tiere können es aber verbreiten, beispielsweise im Fell und an Pfoten oder mit dem Verschleppen von infizierten Kadaverresten.

Warum wird dann um die ASP so ein Aufsehen gemacht?

  1. Es besteht die Gefahr von enormen volkswirtschaftlichen Schäden (Erläuterung).
  2. Ist die ASP erst einmal ausgebrochen, ist ihre Bekämpfung sehr schwierig und langwierig (siehe Warum ist die Bekämpfung des ASP-Virus so schwierig).

Wie äußert sich die ASP?

Es zeigt sich ein ähnlicher Krankheitsverlauf wie bei der seit dem 19. Jahrhundert bekannten Klassischen (Europäischen) Schweinepest.

Bei europäischen Wild- und Hausschweinen führt die Infektion zu schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Hautverfärbungen. Die Erkrankung führt fast immer zum Tod des Tieres innerhalb einer Woche.

Wegen der unspezifischen Allgemeinsymptome ist es also schwer zu erkennen, ob sich ein Tier am ASP-Virus infiziert hat oder andere Krankheiten vorliegen. Um in Verdachtsfällen eine Infektion mit dem ASP-Virus auszuschließen, müssen die Tiere auf das Virus getestet werden.

Warum ist die Bekämpfung des ASP-Virus so schwierig?

  • Das ASP-Virus ist extrem widerstandsfähig. Es bleibt auch während des Verwesungsprozesses des Schweins mehrere Wochen infektiös. In Schlachtkörpern und Blut ist das Virus monatelang, in Gefrierfleisch sogar jahrelang vermehrungsfähig. Eine Bekämpfung ist also nur dann erfolgreich, wenn das Virus am Ort des Auftretens radikal ausgemerzt wird, in dem alles beseitigt wird, was das Virus am Leben halten könnte.
  • Die klassische Schweinepest wurde in der Vergangenheit auch durch orales Impfen der Wildschweine sowie durch Notimpfungen der Hausschweine bekämpft. Für die ASP gibt es jedoch trotz jahrelanger intensiver Forschung keinen Impfstoff.
  • Das ASP-Geschehen in einer Wildschweinpopulation gestaltet sich sehr komplex und ist schwer kontrollierbar. In Verbindung mit der hohen Widerstandsfähigkeit des ASP-Virus, einer niedrigen Übertragungsfähigkeit sowie aufgrund der hohen Schwarzwilddichten breitet sich die ASP zwar langsam aus, sie erlischt jedoch nicht von selbst.

Was kann ich als Verbraucher tun?

Das Feststellen des ASP-Virus an Fernfahrstraßen und die Sprunginfektionen in Tschechien (2017, Slowakei übersprungen) oder Belgien (2018, Deutschland übersprungen) lassen vermuten, dass der Mensch das Virus eingeschleppt hat. Wahrscheinlich hatten die Wildschweine Lebensmittel gefressen, die mit dem ASP-Virus infiziert waren.

  • Bringen Sie keine Fleisch- oder Wurstwaren aus ASP-betroffenen Ländern oder von außerhalb der Europäischen Union mit, insbesondere kein Schweinefleisch oder -produkte.
  • Verfüttern Sie keine Küchenabfälle oder Speisereste an Tiere und füttern Sie keine Wildtiere, insbesondere keine Wildschweine.
  • Entsorgen Sie Speisereste in den dafür vorgesehenen und verschließbaren Müllbehältern. Lassen Sie keine Speisereste in der Natur zurück.
  • Betreten Sie unaufgefordert keine Tierhaltungen.

Was tue ich, wenn ich ein totes Wildschwein finde?

Sollten Sie als Waldbesucher ein totes Wildschwein sehen, informieren Sie bitte umgehend das zuständige Veterinäramt. (siehe Kontaktdaten der Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter). Sollte Ihnen der für dieses Gebiet zuständige Jagdausübungsberechtigte bekannt sein, informieren Sie bitte auch ihn.

Damit ermöglichen Sie, dass das Wildschwein möglichst schnell auf das ASP-Virus getestet werden kann und im positiven Fall sofort Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet werden können.

Berühren Sie das tote Wildschwein nicht und meiden Sie das unmittelbare Umfeld.

Wo trat die ASP bisher in Europa auf?

Das Auftreten in Europa wird durch das Bundesinstitut für Tiergesundheit auf der Insel Riems bei Greifswald (Friedrich-Loeffler-Institut – FLI) dokumentiert und wöchentlich aktualisiert:

Karten zur Afrikanischen Schweinepest. (Anm.: Russland und Weißrussland führen keine amtlichen Statistiken zur ASP.)

Im September 2018 wurde das ASP-Virus erstmals auch bei Wildschweinen in Belgien und im Dezember 2018 in Luxemburg nachgewiesen.

Tschechien ist es gelungen, einen Seuchenherd an der Grenze zur Slowakei zu beseitigen (Erstbefall 2017, April 2018 letztmalig ein Fall gemeldet, ab 4.März 2019 als beseitigt gewertet).

Deutschland ist bisher verschont geblieben. Allerdings schätzt das FLI das Risiko eines Einschleppens als „hoch“ ein.

Wie breitet sich die ASP aus?

  • Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier über Gewebe und Körperflüssigkeiten, insbesondere Blut, übertragen werden.
  • Daneben ist auch eine indirekte Übertragung möglich z.B. über mit dem ASP-Virus kontaminierte Futtermittel, Gülle/Mist oder sonstige Gegenstände (Kleidung, Fahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände einschl. Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen).
    In Gebieten mit ASP können auch Hunde und Hauskatzen sowie andere Tiere, die Kontakt zu infizierten Wildschweinen hatten, als Überträger des Virus in Betracht kommen. Auch der Mensch kann die Infektion durch Kontakt mit infizierten Schweinen ohne anschließende ausreichende Reinigung und Desinfektion der Hände, Schuhe oder Bekleidung weitertragen.
  • Viele ASP-Ausbrüche werden auf ein Verschleppen des Virus in Speiseabfällen im weltweiten Reiseverkehr zurückgeführt. Denn in Lebensmitteln, die aus ungenügend erhitzten, virushaltigen Schweinefleischerzeugnissen hergestellt wurden, kann das Virus über mehrere Monate infektiös bleiben.
    So kann unter ungünstigen Bedingungen ein an Parkplätzen unachtsam entsorgtes Wurst- oder Schinkenbrötchen ausreichen, um die Seuche ein- bzw. weiterzuschleppen.
  • In Afrika und einigen Mittelmeergebieten kann das Virus auch über Lederzecken übertragen werden. Diese kommen in Mitteleuropa und somit auch in Deutschland nicht vor.

Wieso grassiert überhaupt eine aus Afrika kommende Tierseuche in Europa?

Nach vorherrschender wissenschaftlicher Auffassung breitete sich das Virus seit 2007 von Georgien kommend in Osteuropa aus. Experten vermuten, dass ein ostafrikanisches Schiff im Hafen Poti seine Speiseabfälle auf einer ungesicherten Müllhalde entladen hat. Dort könnten sich zum ersten Mal Wildschweine infiziert haben.

Vom Transkaukasus erreichte das Virus über Russland, Ukraine, Weißrussland bzw. Moldawien schließlich das Baltikum und Polen (2014) bzw. Rumänien (2017) und damit die EU.

Was passiert, wenn das ASP-Virus nachgewiesen wurde?

Die Verordnung zum Schutz gegen die Schweinepest und die Afrikanische Schweinepest (Schweinepest-Verordnung) gibt konkrete Maßnahmen für den Verdachts- und Ausbruchsfall vor. Diese beruhen auf den Erfahrungen mit der klassischen Schweinepest und zielen darauf ab, mittels hygienischer Maßnahmen und Maßnahmen der Populationsregulation

  • den Infektionsort zu isolieren,
  • dort dem Virus die Lebensgrundlage zu entziehen sowie
  • ein Weiterverbreiten konsequent zu unterbinden.

Ein Patentrezept gibt es aber nicht. Die Bekämpfungsmaßnahmen müssen an die jeweiligen Gegebenheiten wie den landwirtschaftlichen Strukturen und der Wildschweindichte angepasst werden. Deshalb entscheidet vor Ort der Amtstierarzt des Landkreises über die konkreten Maßnahmen auf Grundlage der Schweinepest-Verordnung.

Bei den Maßnahmen wird unterschieden, ob das ASP-Virus bei einem Wild- oder einem Hausschwein nachgewiesen wurde.

Was tut MV in Vorbereitung auf ein mögliches Auftreten der ASP im Land?

  • Bereits 2011 wurden die ersten Maßnahmen in Vorbereitung auf einen Eintrag der ASP nach Mecklenburg-Vorpommern ergriffen. Mit Auftreten der ASP in Europa wurden diese intensiviert. (Übersicht)
  • Dezember 2017 beschloss das Land ein Sofortprogramm zur Minderung des Schwarzwildbestandes (Details).
  • Im Winter 2018/19 erwarb das Land einen 50 km langen elektrischen Weidezaun, der von den Landkreisen im Bedarfsfall zum Eingrenzen einer Kernzone angefordert werden kann (Erläuterung)

Was bringt der präventive Abschuss von Wildschweinen?

  • Im Vorfeld eines ASP-Falls soll der verstärkte Abschuss von Wildschweinen durch einen reduzierten Bestand ASP-empfänglicher Tiere den Infektionsdruck verringern und das Aufbauen von Infektketten im ASP-Fall möglichst verhindern.
  • Die verstärkte Jagd soll auch helfen, erkranktes Schwarzwild und Fallwild zu finden und so das ASP-Monitoring zu unterstützen.

Weitergehende Erläuterungen:

  • Im Falle eines ASP-Ausbruchs würden der Tod der Schweine, die Kosten der Seuchenbekämpfung, insbesondere die Kosten einer Keulung großer Schweinebestände, sowie die sofortigen Handelsbeschränkungen nicht nur für die direkt betroffenen Schweinebetriebe ruinöse Folgen haben.
    Der Deutschen Bauernverband schätzt die Einnahmeverluste für die Schweinehalter auf zwei bis drei Milliarden Euro pro Jahr. Zusammen mit den Folgekosten für die vor- und nachgelagerten Bereiche der Futter- und Lebensmittelherstellung würden in Deutschland volkswirtschaftliche Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe entstehen.
  • Drittländer würden sofort ein Importverbot auf Schweine oder Schweinefleischprodukte verhängen, die auch noch Jahre nach einer erfolgreichen Bekämpfung anhalten könnten. Die deutsche Schweinebranche ist jedoch stark exportabhängig. Im Jahr 2016 betrug der Wert der Ausfuhren an Schweinefleisch laut Bundeslandwirtschaftsministerium mehr als 6,2 Milliarden Euro.

Für Mecklenburg-Vorpommern mit 830.000 Hausschweinen in circa 2.700 Betrieben ist mit einem Schaden von 980 Millionen Euro pro Jahr für Handelsausfälle, Tierverluste und Entschädigungszahlungen zu rechnen.

Ist der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei einem Wildschwein amtlich festgestellt, so legt das zuständige Veterinäramt

  1. ein Gebiet um die Abschuss- oder Fundstelle als gefährdetes Gebiet (mindestens 15 km Radius) und
  2. ein Gebiet um das gefährdete Gebiet als Pufferzone fest.
  3. kann die Behörde innerhalb des gefährdeten Gebietes eine Kernzone festlegen (Radius von 5 bis 10 km ), in der strengere Regeln gelten.
    Diese Zonen können frühestens sechs Monate nach dem letzten Nachweis der ASP bei einem Wildschwein aufgehoben werden.

Im gefährdeten Gebiet gilt:

  • die Hausschweine dürfen keine Kontaktmöglichkeit mit Wildschweinen haben (kein Auslauf, keine Freilandhaltung, kein Grünfutter, Transportverbot - weder hinein noch hinaus, Ausnahmen zur Schlachtung genehmigungspflichtig)
  • Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände sind für Wildschweine unzugänglich aufzubewahren und müssen mindestens 6 Monate vor der Verwendung gewonnen worden sein.
  • Haustiere einsperren,
  • Personen, die mit Wildschweinen in Berührung gekommen sind, haben Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen (insbesondere Jagdausübungsberechtigte sowie deren Hunde und Ausrüstung)
  • Wildschweine dürfen aus dem gefährdeten Gebiet nicht verbracht werden

Zusätzlich kann die Behörde

  • die Nutzung landwirtschaftlicher oder forstwirtschaftlicher Flächen für längstens sechs Monate beschränken oder verbieten,
  • anordnen, dass auf landwirtschaftlich genutzten Flächen oder Brachflächen Jagdschneisen anzulegen sind
  • eine verstärkte Bejagung der Wildschweine anordnen, auch durch zusätzliche Jäger

In der Kernzone kann die Behörde zusätzlich den Fahrzeug- und Personenverkehr beschränken oder verbieten sowie die Zone ganz oder teilweise einzäunen.

In der Pufferzone kann die Behörde Maßnahmen wie im gefährdeten Gebiet anordnen, soweit sie zur Bekämpfung der Seuche notwendig erscheinen.

Ist der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei einem Hausschwein amtlich festgestellt, so legt das zuständige Veterinäramt

  1. ein Gebiet im Radius von mindestens 3 km um den betroffenen Betrieb als Sperrbezirk und
  2. ein Gebiet von mindestens 10 km Radius als Beobachtungsgebiet fest.

Die ASP gilt als erloschen, wenn frühestens 45 Tage nach der vollständigen Desinfektion in allen Betrieben des Sperrbezirks die Untersuchung auf Antikörper gegen ASP negativ war.

Im Sperrbezirk gilt:

  • Im Seuchenbetrieb wird der gesamte Schweinebestand getötet und unschädlich entsorgt, also verbrannt (Keulung).
  •  In allen Betrieben wird innerhalb von sieben Tagen eine Untersuchung der Schweine durchgeführt.
  • Ein Tier- und Futtertransport von und in die Sperrzone wird konsequent unterbunden.
  • Haustiere sind einzusperren und dürfen nur mit Genehmigung in oder aus der Sperrzone gebracht werden.
  • Alle Betriebe werden vollständig desinfiziert.
  • Erlegte Wildschweine werden auf ASP untersucht.

Im Beobachtungsgebiet gilt:

  • Schweinetransport genehmigungspflichtig
  • Verdachtsfälle in den Schweinebetrieben werden untersucht
  • Haustiere sind einzusperren und dürfen 7 Tage nach der Zonenfestlegung nur mit Genehmigung in oder aus dem Gebiet gebracht werden

Die zuständige Behörde kann zusätzlich die Tötung von Schweinen im Sperrbezirk, im Beobachtungsgebiet oder in Kontaktbetrieben anordnen, wenn dies aus Gründen der Seuchenbekämpfung, insbesondere zur schnelleren Beseitigung eines Infektionsherdes, erforderlich ist.

Zu den Maßnahmen gehören u.a.:

  • Früherkennung durch ein ASP-Monitoring
    Seit 2011 werden Wildschweine nach einem festgelegten Stichprobenschlüssel im gesamten Landesgebiet auf ASP untersucht. Im Fokus stehen hierbei die so genannten Indikatortiere, d.h. Fallwild (tot gefundene Wildschweine) sowie krank erlegte Wildschweine. Um die Zahl der eingesandten Proben zu erhöhen, zahlt das Land seit dem 1. Dezember 2017 eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro für den Fund und die Beprobung dieser Tiere an private Jagdausübungsberechtigte.
  • Öffentlichkeitsarbeit, Schulungen zur Biosicherheit in den Betrieben
  • Tierseuchenübungen
  • Berufung von Expertengruppen im Jagd- und Veterinärbereich
    • Arbeitsgruppe „ASP-Vorbeugung“ unter der Leitung von Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten Vertreter der Jagd, Forst, Landwirtschaft und Veterinärmedizin zusammen.
    • Arbeitsgruppe „ASP-Bekämpfung“ unter Leitung des Landestierarztes Dr. Dirk Freitag. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten Vertreter aller Veterinärbehörden des Landes, die oberste Jagdbehörde sowie externe Sachverständige zusammen.
      Ziel dieser behörden- und fachgebietsübergreifenden Arbeitsgruppen ist es, Vorbereitungsmaßnahmen bzw. Bekämpfungsstrategien für den Fall des ASP-Eintrages nach MV zu entwickeln und umzusetzen.

  • Kernstück des seit dem 1. Dezember 2017 gültigen Sofortprogramms ist der verstärkte Abschuss von Wildschweinen (vorerst befristet bis Ende des Jagdjahres 2018/19, also bis 31.03.2019).
  • Das Land zahlt für den Abschuss von Schwarzwild eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro pro Stück Schwarzwild. Diese wird umgangssprachlich auch „Pürzelprämie“ genannt, da die Pürzel (Schwänze der Schweine) als Nachweis des Abschusses vorzulegen sind.

Der elektrische Weidezaun ist im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) eingelagert.

  • Er soll im Bedarfsfall um eine Kernzone errichtet werden und so erkrankte Wildschweine daran hindern, die Kernzone zu verlassen und weitere Wildschweine zu infizieren. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass gesunde Wildschweine einwandern und sich anstecken.
    Tschechien ist es auf diese Weise gelungen, die Seuche auf ein definiertes Gebiet zu beschränken und erfolgreich zu bekämpfen.
  • Zur Nutzung des Zaunes schlossen das Land und die Landkreise, die in MV für die Seuchenbekämpfung zuständig sind, im März 2019 eine Rahmenvereinbarung ab. Danach übernimmt die Landesforstanstalt den Aufbau, während der nutzende Landkreis für die Wartung des aufgebauten Zaunes verantwortlich ist.

Kontaktdaten der Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter:

Landkreis Ludwigslust-Parchim

Dienststelle:

03871-722 3901

Bereitschaftsdienst:

Leitstelle Westmecklenburg
0385-5000 0

Landkreis Rostock-Land

Dienststelle:

03843-75539 000,
03843-75539 120


Bereitschaftsdienst:

Tierärztlicher Bereitschaftsdienst
0172-3130264

Hansestadt Rostock

Dienststelle:

0381-381-8601

Bereitschaftsdienst:

Leitstelle der Feuerwehr
0381-3813711

Landkreis Nordwestmecklenburg

Dienststelle:

03841-3040 3901

Bereitschaftsdienst:

Leitstelle Westmecklenburg
0385-5000 0

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Dienststelle:

0395-57087 3182

Bereitschaftsdienst:

Leitstelle
0395-57087 8000

Landkreis Vorpommern-Rügen

Leitstelle
03831-357 2266

Landkreis Vorpommern-Greifswald

Integrierte Leitstelle
03834-77 78 79

Landeshauptstadt Schwerin*

Dienststelle:

03871-722 3901

Bereitschaftsdienst:

Leitstelle Westmecklenburg
0385-5000 0

* Aufgaben werden vom Landkreis Ludwigslust-Parchim wahrgenommen

Publikationen und Dokumente

Verordnungen

Verordnung zum Schutz gegen die Schweinepest und die Afrikanische Schweinepest (Schweinepest-Verordnung)
Erste Verordnung zur Änderung der Schweinepest-Verordnung vom 16.12.2018

Publikationen