Tierarzneimittelüberwachung

Nach den Vorschriften des Arzneimittelgesetzes ist der Verkehr mit Tierarzneimitteln einschließlich deren Herstellung umfangreich geregelt. Besondere Relevanz hat die Überwachung von Tierarzneimitteln, wenn sie bei Lebensmittel liefernden Tieren eingesetzt werden.

Die Tierarzneimittelüberwachung prüft auf Grundlage geltender Rechtsnormen die sachgerechte Anwendung von Arzneimitteln in Betrieben und Einrichtungen, die am Arzneimittelverkehr teilnehmen:

  • praktizierende Tierärztinnen und Tierärzte und ihre
  • tierärztliche Hausapotheken,
  • Tierheilpraktiker,
  • Tierhalter/innen von Lebensmittel liefernden Tieren und
  • Einzelhändler.

Seit 2014 wird die Verwendung antimikrobiell wirksamer Substanzen in Mastbetrieben schwerpunktmäßig überwacht. Berufs- oder gewerbsmäßig tätige Tierhalter, die mehr als 20 Mastrinder, 250 Mastschweine, 1.000 Mastputen und/oder 10.000 Masthühner je Nutzungsart im Halbjahresdurchschnitt halten, haben demnach Mitteilungen zu diesen Nutzungsarten und zum Einsatz von Antibiotika zu machen. Jeweils zum Stichtag 14.Januar und 14.Juli sind die betreffenden Tierhalter verpflichtet, alle notwendigen Daten dem Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF), zu übermitteln.

Anhand der übermittelten Daten erfolgt eine Risikoanalyse der Betriebe, die Grundlage für die Planung und Durchführung der LALLF-Kontrollen ist.

Die Betriebe, die die Kennzahl 2 (Wert, über dem 25 Prozent aller Betriebe in Deutschland liegen) überschritten haben, müssen in Zusammenarbeit mit dem bestandsbetreuenden Tierarzt einen Maßnahmenplan erarbeiten, in dem festgelegt wird, was zu tun ist, um den Antibiotikaeinsatz im Tierbestand zu senken. Die Maßnahmenpläne sind dem LALLF zu übermitteln und werden durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tierarzneimittelüberwachung auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft.

Liegt die Therapiehäufigkeit oberhalb der Kennzahl 1, hat der Tierhalter unter Hinzuziehung eines Tierarztes zu prüfen, was zu dieser Überschreitung geführt hat und welche Möglichkeiten zur Reduzierung antibakteriell wirksamer Stoffe bei der Behandlung der Tiere in Frage kommen.

Ergebnisse der Tierarzneimittelüberwachung werden regelmäßig veröffentlicht:

Organisation und Zuständigkeiten in der amtlichen Tierarzneimittelüberwachung

In Mecklenburg-Vorpommern ist das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt (LM)als oberste Landesbehörde zuständig für die Umsetzung von EU-, Bundes- und landesrechtlichen Vorschriften, für die Überwachung des Vollzugs der jeweiligen Rechtsvorschriften und für die Ausarbeitung von Rechtsvorschriften auf Landesebene (Landesgesetz, Verordnung, Erlass) und ist zuständige oberste Fachaufsichtsbehörde für das LALLF.

Das LALLF ist die zuständige Behörde für die amtliche Tierarzneimittelüberwachung des Landes.

Rechtlich geregelt ist dieses gem. Verordnung über die Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Apotheken-, Arzneimittel- und Betäubungsmittelwesens vom 31. Januar 2006 (AAZVO MV), zuletzt geändert durch § 5 Abs. 2 Apotheken- und ArzneimittelzuständigkeitslandesVO vom 6.6.2008 (GVOBl. S. 181).

Die Aufgaben Tierarzneimittelüberwachung umfassen folgende Punkte:

  • Ausstellen von GMP und sonstigen Zertifikaten nach den Vorgaben der EU / WHO (Weltgesundheitsorganisation)
  • Überwachung der GMP- gerechten Herstellung von Tierimpfstoffen gemeinsam mit dem Sachverständigen des LM
  • Klärung von Fachfragen im Tierarzneimittelverkehr
  • Antibiotikamonitoring gem. §§ 58a bis g Arzneimittelgesetz (AMG) in der jeweils geltenden Fassung.

Für die Fachaufsicht der Tierarzneimittelüberwachung/Überwachung der GMP-gerechten Herstellung von Tierimpfstoffen und Sachverständigentätigkeit in diesem Bereich ist das LM zuständig.

Kontakt

Hausanschrift
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 5 - Lebensmittelüberwachung, Veterinärwesen, Fischerei
Referat 540
Dreescher Markt 2
19061 Schwerin
Referentin
Stephanie Woida
Telefon: 0385-588 6541
Telefax: 0385-588 6052
Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 6, Dezernat 610
Thierfelderstraße 18
18059 Rostock
Dr. Doris Heim
Telefon: 0381-4035 612
Telefax: 0381-400 1510

Beratung/
Tipps

Logo Verbraucherzentrale M-V (Externer Link: Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern)Details anzeigen
Logo Verbraucherzentrale M-V (Externer Link: Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern)

Logo Verbraucherzentrale M-V


Aktionsplan

Logo IN FORM auf weiß-grauen Hintergrund (Externer Link: Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung )Details anzeigen
Logo IN FORM auf weiß-grauen Hintergrund (Externer Link: Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung )

IN FORM


Verbraucherschutz

Frau beim Lesen eines Etiketts (Externer Link: Hinweise zu Verstößen im Lebensmittelbereich und anderen)Details anzeigen
Frau beim Lesen eines Etiketts (Externer Link: Hinweise zu Verstößen im Lebensmittelbereich und anderen)

Frau beim Lesen eines Etiketts