Eigenes Wappen für Landkreis Vorpommern-Greifswald / <br />Innenminister Caffier übergab Wappenbrief
Der Landkreis Vorpommern-Greifswald führt seit
heute rechtskräftig ein eigenes Wappen. Innenminister Lorenz Caffier
übergab im Greifswalder Landratsamt persönlich an die Landrätin Dr.
Barbara Syrbe und an den Kreistagspräsidenten Michael Sack den
Wappenbrief, mit dem die Annahme eines Wappens genehmigt und die
Registrierung des Wappens in der Wappenrolle des Landes bestätigt
wird. Damit ist der Landkreis Vorpommern-Greifswald nach den
Landkreisen Vorpommern-Rügen, Rostock, Nordwestmecklenburg und
Mecklenburgische Seenplatte der fünfte der neuen Landkreise, die ein
eigenes Wappen führen.
"Ein Wappen ist wie der Name Teil der Identität. Als historisch
prägnantes Erkennungszeichen vermittelt und fördert es
Geschichtsbewusstsein. Viele haben sich deshalb Gedanken über die
historischen Hintergründe gemacht, um diesen Anforderungen an ein
Hoheitszeichen gerecht zu werden. Schließlich soll das neue Wappen
für alle stehen, die zum neuen Landkreis gehören," so Innenminister
Caffier. "Sich wappnen, das bedeutete im Mittelalter, das Rüstzeug
eines Ritters anzulegen. Ich bin überzeugt, dass Sie mit Ihrem neuen
Wappen ebenfalls gut gerüstet sind und hoffe, dass dieses Wahrzeichen
für die Bürgerinnen und Bürger dieses in seinem heutigen Zuschnitt
noch jungen Landkreises zu einem Zeichen der Verbundenheit wird."
Da das Gebiet des heutigen Landkreises zu weiten Teilen auf den
vormaligen Teilherzogtümern Pommern-Wolgast und Pommern-Stettin
liegt, lag es nahe, deren heraldische Symbole zu berücksichtigen.
Beides war ein Greif.
Doch während der von Pommern-Wolgast ein schwarzer Greif auf
goldenem Grund war, gehörte zu Pommern-Stettin ein roter Greif auf
silbernem Grund. Letztendlich entschied man sich für den roten Greif,
allerdings - wie sonst der schwarze Greif - rechtsaufgerichtet und
auf zweigeteiltem silbernen und goldenem Grund zu sehen.
Auch die Farbwahl eines Wappens hat ihre eigene Sprache und
Anforderung. Die "blaue Leiste", die das Silber vom Gold trennt,
symbolisiert den Fluss der Peene, der die mittelalterlichen
Territorien von einander trennte. Außerdem sind mit den blauen Farben
auch die Schildfarben der ehemaligen Kreisstädte Pasewalk und Anklam
präsent.
So lautet die heraldische Beschreibung des Wappens - die
sogenannte Blasonierung - wie folgt: "Von Silber und Gold durch eine
schräglinke blaue Leiste geteilt; überdeckt durch einen
aufgerichteten, golden bewehrten roten Greif mit aufgeworfenem
Schweif."


