Aufnahme ukrainischer Schülerinnen und Schüler umfassend organisiert
Oldenburg: Von der Registrierung bis zur individuellen Förderung hat das Bildungsministerium alles Notwendige in die Wege geleitet.
Das Bildungsministerium hat die Aufnahme und Beschulung ukrainischer Schülerinnen und Schüler umfassend organisiert. Jedes ukrainische Kind und jeder ukrainische Jugendliche wird an einer Schule im Land unterrichtet.
„Wir haben innerhalb kürzester Zeit alles in die Wege geleitet, damit kein geflüchtetes Mädchen und kein geflüchteter Junge hier bei uns im Land auf Bildung verzichten muss. Dafür danke ich vor allem den engagierten Schulleitungen und Lehrkräften, die zusätzlich zur Pandemie nun einen weiteren Kraftakt stemmen müssen“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg.
Zunächst melden sich die ukrainischen Flüchtlinge in einer Ausländerbehörde. Von dort werden die Informationen über schulpflichtige Kinder an die Schulen weitergegeben. In den Fällen, in denen sich ukrainische Eltern direkt an die Schulen wenden, werden die Kinder an den Schulen aufgenommen und die Daten an die Ausländerbehörde weitergegeben. Zuständig ist immer die Schule, in deren Einzugsgebiet die ukrainischen Kinder derzeit leben.
Grundsätzlich gilt, dass alle ukrainischen Schülerinnen und Schüler an der örtlich zuständigen Schule aufgenommen werden, auch wenn diese keine Standortschule[1] ist. Je nachdem, ob sich das Kind in der deutschen Sprache gut verständigen sowie lesen und schreiben kann, entscheidet die Schulleitung dann, ob es auf der Schule bleiben kann, oder an eine Standortschule mit Intensivförderung im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) wechseln sollte. Derzeit gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 94 Standortschulen, weitere 140 können bei Bedarf reaktiviert werden. Fünf Standortschulen im Schulamtsbereich Schwerin kümmern sich explizit um ukrainische Kinder und Jugendliche.
Das Ministerium bezieht in die Beschulung ukrainischer Schülerinnen und Schüler an den DaZ[2]-Standortschulen Lehrkräfte mit ein, die das Studium Deutsch als Fremdsprache absolviert haben und unterstützend zur Verfügung stehen können. Es werden außerdem kurzfristig weitere 30 Stellen für Lehrkräfte mit der Zusatzausbildung DaZ ausgeschrieben, um auch die Beschulung weiterer Kinder und Jugendlicher, die eventuell demnächst zu uns ins Land kommen, zu sichern.
Darüber hinaus werden derzeit die Anerkennung der Lehrbefähigung und der Einsatz ukrainischer Lehrkräfte geprüft.
In Mecklenburg-Vorpommern koordiniert der Landes-Krisenstab die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf das Bundesland.
Das Bildungsministerium ist außerdem Teil der „Task Force Ukraine“ der Kultusministerkonferenz. Hier beraten sich alle Länder zu aktuellen Fragen rund um die Beschulung ukrainischer Kinder und Jugendlicher.
Mit dem Stand vom 22.03.2022 sind derzeit 274 ukrainische Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet.
[1] Standortschule: Schule mit Intensivförderung bzw. begleitender Förderung
[2] DaZ: Deutsch als Zweitsprache



