Fachkräftekampagne

Gut ausgebildetes Personal ist wichtig in der Kindertagesförderung. Um den Bereich der frühkindlichen Bildung weiter zu stärken, startet das Land eine Fachkräfteoffensive „Kita“. Die begleitende Kampagne will aufzeigen, wie sich Arbeitsbedingungen weiter verbessern und welche Entwicklungsmöglichkeiten den Fachkräften offenstehen. Ziel ist es, bereits im Land arbeitende Fachkräfte zu halten und neue zu gewinnen. In Mecklenburg-Vorpommern absolvieren jährlich rund 1.700 pädagogische Fachkräfte ihre Ausbildung: Erzieherinnen und Erzieher für 0- bis 27-Jährige, Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger, Erzieherinnen und Erzieher für 0- bis 10-Jährige sowie Sozialassistentinnen und Sozialassistenten.

Jobs mit Zukunft in der Kindertagesförderung

Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit das am besten ausgebaute und umfangreichste Kindertagesförderungssystem – von der Tagesmutter bis zur 24-Stunden-Kita. Auch künftig werden pädagogische Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern gebraucht, ihre Aussichten auf eine Beschäftigung sind sehr gut. Ein wachsender Bedarf entsteht beispielsweise durch die Absenkung des Fachkraft-Kind-Verhältnisses von 1:15 auf 1:14 und durch den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern ab dem Schuljahr 2026/2027.

Fachkräfteoffensive zielt auf verbesserte Arbeitsbedingungen

Ziel der Fachkräfteoffensive „Kita“ ist es, die Qualität der Betreuung sowie die Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen weiter zu verbessern. So werden beispielsweise die Auszubildenden zu staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern für 0- bis 10-Jährige (ENZ) ab August 2023 schrittweise im ersten und zweiten Ausbildungsjahr nicht mehr auf den Stellenanteil einer Fachkraft angerechnet. Dadurch können bis Ende 2025 zusätzlich rund 260 Erzieherinnen und Erzieher mehr eingestellt werden. Die Kosten von rund 15 Millionen Euro übernimmt das Land. Außerdem sollen zukünftig die Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung, beispielsweise zu Mentorinnen und Mentoren, noch stärker unterstützt werden.

Ausbildungsberufe im Kita-Bereich

Erzieher/in

Als Erzieherin bzw. Erzieher wirken Sie maßgeblich an der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit. Sie nehmen nicht nur Betreuungsaufgaben wahr, sondern fördern, bilden und begleiten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Sie arbeiten vor allem in Kindertageseinrichtungen, in der Kindertagespflege sowie an Schulen mit Ganztagsbetreuung.

Kreativität und eigene Ideen umsetzen

Der Beruf ermöglicht es Ihnen, kreativ zu sein und Ihre eigenen Ideen selbstständig umzusetzen. Sie beobachten das Verhalten und den Entwicklungsstand von Kindern und Jugendlichen und wenden entsprechende pädagogische Methoden an, um deren körperliche und geistige Entwicklung zu fördern. Außerdem unterstützen Sie sie dabei, Kreativität zu entwickeln und motivieren sie, sich zu bewegen. Ein enger Austausch über die erzieherische Arbeit sowie ein laufender, vertrauensvoller Kontakt zu den Erziehungsberechtigten gehören ebenfalls dazu.

Gute und sichere Perspektiven

Die Wege in den Beruf sind vielfältig, die Perspektiven aussichtsreich und sicher. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es die Ausbildung zur Staatlich anerkannten Erzieherin bzw. zum Staatlich anerkannten Erzieher, die sowohl in Vollzeit als auch berufsbegleitend absolviert werden kann. Bevor Sie die Ausbildung starten, absolvieren Sie zunächst die Ausbildung zur Staatlich geprüften Sozialassistentin bzw. zum Staatlich geprüften Sozialassistenten. Außerdem wurde in Mecklenburg-Vorpommern die landeseigene Ausbildung zur Staatlich anerkannten Erzieherin für 0- bis 10-Jährige bzw. zum Staatlich anerkannten Erzieher für 0- bis 10-Jährige entwickelt. Diese Ausbildungsform dauert drei Jahre, wird in praxisintegrierter Form durchgeführt und vergütet.

Heilerziehungspfleger/in

Als Heilerziehungspflegerin bzw. Heilerziehungspfleger begleiten Sie Kinder mit geistigen und/oder körperlichen Behinderungen. Mit unterschiedlichen Unterstützungsangeboten helfen Sie den Kindern dabei, deren Selbstständigkeit zu stärken und eine hohe Eigenständigkeit im Alltag zu erlangen. Dabei berücksichtigen Sie stets die Art und den Grad der Behinderung. Als Heilerziehungspflegerin bzw. Heilerziehungspfleger können Sie neben stationären und teilstationären Institutionen auch in Kindertageseinrichtungen oder Schulen arbeiten.

Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen gefordert

Der Umgang mit Kindern mit geistigen und/oder körperlichen Behinderungen erfordert von Ihnen ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit. Mit besonderer Sorgfalt beobachten Sie die Kinder und erkennen Verhaltensänderungen sowie motorische Defizite schnell und können umgehend auf diese Situation reagieren. Sie stehen im engen Austausch mit anderen pädagogischen Fachkräften sowie den Erziehungsberechtigten, um gemeinsam die bestmögliche Betreuung und Förderung für die Kinder zu erreichen.

Hoher Bedarf an Fachkräften

In Mecklenburg-Vorpommern werden gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht, Ihre Perspektiven für einen abwechslungsreichen Job im Land sind also sehr gut. Die Ausbildung zur Staatlich anerkannten Heilerziehungspflegerin bzw. zum Staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger umfasst zwei Jahre. Bevor Sie die Ausbildung starten, absolvieren Sie zunächst die Ausbildung zur Staatlich geprüften Sozialassistentin bzw. zum Staatlich geprüften Sozialassistenten.

Erzieher/in für 0- bis 10-Jährige

Wer gerne mit Kindern arbeitet, hat in Mecklenburg-Vorpommern vielfältige Perspektiven und Berufsmöglichkeiten. Um den Personalbedarf in der Kindertagesförderung zu decken, bietet das Land seit dem Schuljahr 2017/2018 die Ausbildung zur „Staatlich anerkannten Erzieherin für 0- bis 10-Jährige“ oder zum „Staatlich anerkannten Erzieher für 0- bis 10-Jährige“ (ENZ) an. Diese Ausbildung ist deutlich praxisorientierter als die klassische Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher.

Verantwortungsvolle pädagogische Arbeit

Die Ausbildung richtet sich an diejenigen, die vor allem in Krippen, Kindergärten und Horten arbeiten und somit die 0- bis 10-jährigen Kinder begleiten möchten. Als ENZ fördern Sie die geistige und körperliche Entwicklung von Kindern, helfen ihnen dabei, selbstständig zu werden und ihre Kreativität zu entwickeln. Neben Ihrer verantwortungsvollen pädagogischen Arbeit halten Sie auch einen engen Kontakt zu den Erziehungsberechtigten und informieren regelmäßig über die Entwicklung der Kinder.

Theorieunterricht und hohe Praxisanteile

Die Ausbildung umfasst sowohl Theorieunterricht in einer Beruflichen Schule als auch einen hohen Praxisanteil in einer Kindertageseinrichtung. Vorraussetzung für das Absolvieren der Ausbildung ist mindestens die Mittlere Reife. Insgesamt dauert die vergütete Ausbildung drei Jahre.

Sozialassistent/in

Als Sozialassistentin bzw. Sozialassistent übernehmen Sie vor allem betreuende sowie hauswirtschaftliche Aufgaben. Dazu gehört unter anderem, dass Sie beim Zubereiten von Mahlzeiten helfen, Kinder beim Essen unterstützen oder sie bei kreativen Tätigkeiten, wie Malen oder Basteln begleiten. Als Sozialassistentin bzw. Sozialassistent arbeiten Sie im frühkindlichen Bereich vor allem in Kindertageseinrichtungen und Horten.

Vielseitiger Einsatz

Sie begleiten einfühlsam den Alltag von Kindern, haben ein offenes Ohr für ihre Sorgen und helfen ihnen geduldig beim Bewältigen von alltäglichen Aufgaben: dem richtigen Händewaschen, Zähne putzen oder auch Schuhe anziehen. Als Sozialassistentin und Sozialassistent werden Sie vielseitig eingesetzt und können dadurch sowohl kreativ als auch pädagogisch mit Kindern arbeiten. Als Team agieren sie mit Erzieherinnen und Erziehern und profitieren gegenseitig von ihrem Wissen und ihren Erfahrungen.

Sicherer Job für die Zukunft

Die Ausbildung zur Staatlich geprüften Sozialassistentin bzw. zum Staatlich geprüften Sozialassistenten dauert zwischen einem und zwei Jahren. Wenn Sie über die Allgemeine Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder eine mindestens zweijährige Berufsausbildung verfügen, können Sie direkt in das zweite Ausbildungsjahr einsteigen. Mit dem Abschluss erwerben Sie die Voraussetzung, um eine Ausbildung zur/zum Staatlichen anerkannten Erzieherin bzw. Erzieher zu absolvieren. Diese Weiterqualifikation kann berufsbegleitend erfolgen. Fachkräfte werden dringend gebraucht, Ihre Aussichten auf einen sicheren Job sind sehr gut.

Kontakt

Claudia Plüschke
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0385 588-17064

Publikationen und Dokumente

Publikationen

Wege in den Beruf

Viele Wege führen in den frühpädagogischen Beruf

8 Seiten / Flyer

Barrierefrei

Sprache: Deutsch

Stand: 12/2023

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