Maritime Industrie

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Neptun Werft in Rostock © Neptun Werft GmbH & Co. KG

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Neptun Werft in Rostock © Neptun Werft GmbH & Co. KG

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie – dazu gehören Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik – nach wie vor eine Schlüssel­stellung ein. In diesem Bereich sind ungefähr 280 Unternehmen mit insgesamt circa 10.000 Beschäftigten tätig. Die erwirtschafteten im Jahr 2013 einen Umsatz in Höhe von rund 1,5 Mrd. Euro.1

Zum Schiff- und Bootsbau in Mecklenburg-Vorpommern zählen circa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. Auf den sechs größeren Werften des Landes – der Nordic Yards Holding GmbH mit den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft GmbH & Co KG in Wolgast und der Tamsen Maritim GmbH in Rostock – sind gegenwärtig rund 2.000 Mitarbeiter und circa 240 Auszubildende beschäftigt.

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Spezialschiffe © Nordic Yards GmbH

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Spezialschiffe © Nordic Yards GmbH

Der hiesige Schiffbau wird ergänzt durch maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion zukunfts­relevanter, innovativer System­lösungen konzentrieren. Diese beziehen sich nicht nur auf das Final­produkt Schiff, sondern auch auf maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meeres­technik. Insgesamt zählen zum Bereich der maritimen Zulieferer und Dienst­leister etwa 120 Unternehmen mit rund 4.800 Beschäftigten.

Der Schiffbau der letzten Jahre ist in Mecklenburg-Vorpommern gekenn­zeichnet durch technisch hochwertigen, innovativen Spezial­schiffbau sowie Bereiche der Meeres­technik. Chancen bietet dabei insbesondere der Offshore-Wind­energie­markt mit dem Bau von Errichter-, Transport- und Service­schiffen, Gründungs­strukturen für Offshore-Wind­energie­anlagen sowie dem Bau von Konverter­plattformen für Offshore-Windparks.

Durch diese zukunfts­orientierte Ausrichtung haben die Unternehmen die Grundlagen für ihr weiteres erfolg­reiches Agieren am Markt geschaffen. Hervorzuheben ist, dass Nordic Yards für den Bau von Offshore-Konverterplattformen und die Neptun Werft für den Bau von Fluss­kreuz­fahrt­schiffen in diesen beiden Bereichen aktuell die Weltmarkt­führer sind.

Die maritime Industrie mit ihren Werften, den maritimen Zulieferern und Dienst­leistern bleibt im Nordosten eine strategische Industrie. Die maritime Industrie wird weiterhin unterstützt mit dem Ziel, die industrielle Wert­schöpfung zu erhöhen, die Innovations­fähigkeit zu stärken und wissens­basierte Arbeitsplätze zu schaffen sowie vorhandene Stärken auszubauen.

1 Angaben für 2013 laut Studie "Die maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommerns – Branchenstruktur und wirtschaftliche Grunddaten" vom Dezember 2014 im Auftrag der IHK zu Rostock.

Kontakt

Hausanschrift
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 2
Referat 210 - Schiffbau, Finanzierung
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin
Referatsleiter
Jochen Freese
Telefon: 0385-588 5200
Telefax: 0385-588 5022

Publikationen und Dokumente

Publikationen

Zukunftsperspektiven der maritimen Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

Die vorliegende Studie der Prognos AG und MC Marketing Consulting soll die Entwicklungen der vergangenen Jahre, die heutige Bedeutung sowie zukünftige Perspektiven der maritimen Industrie in Mecklenburg-Vorpommern darstellen. Ziel ist es, auf Basis einer fundierten Status-quo-Analyse ein Stärken-Schwächen-Profil sowie die Entwicklungsmöglichkeiten der maritimen Industrie abzuleiten. Diese Ergebnisse wiederum bilden die Grundlage, um etwaige Handlungsoptionen für die Landesregierung aufzuzeigen.