Kammergespräch: Digitalisierung in der Schule

Ministerin Hesse: Kompetenzvermittlung ist das Ziel, an dem sich die technische Ausstattung orientieren muss

Nr.141-18  | 31.08.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Bildungsministerin Birgit Hesse hat sich in Schwerin mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kammern in Mecklenburg-Vorpommern über die Digitalisierung an den Schulen ausgetauscht. Schwerpunkt der Gespräche waren die digitalen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft hatten sich mehrfach über mangelnde Kenntnisse von Jugendlichen im Umgang mit digitalen Medien beklagt.

„Die Digitalisierung ist für uns alle eine große Chance. Nutzen können wir sie, wenn wir die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die Kompetenzvermittlung ist dabei das wichtigste Ziel, an dem sich die technische Ausstattung orientieren muss. Seit diesem Schuljahr gilt ein fächerübergreifender Rahmenplan ‚Digitale Kompetenzen‛ an unseren Schulen. Schritt für Schritt sollen die rund 150 Rahmenpläne der einzelnen Fächer überarbeitet werden“, erläuterte die Ministerin. 

Der Rahmenplan „Digitale Kompetenzen“ ist ein Kompass für die Neujustierung von Lernzielen, Lerninhalten und der Unterrichtsgestaltung. Grundlage ist die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“, auf die sich die Ressortchefs der Länder in der Kultusministerkonferenz verständigt haben. Danach soll jedes Kind, das in diesem Sommer eingeschult worden ist, in seiner Schullaufbahn eine umfassende Medienbildung erhalten. 21 weiterführende Schulen erproben in einem Modellvorhaben weiterhin das neue Unterrichtsfach „Informatik und Medienbildung“.

„Wenn alles gut läuft, führen wir das Fach zum Schuljahr 2019/2020 landesweit ein“, erläuterte Bildungsministerin Hesse. „Wir wollen Schülerinnen und Schüler im Umgang mit digitalen Medien befähigen. Digitalisierung darf nicht zum Selbstzweck verkommen. In unseren Schulen geht es vor allem darum, die Kinder und Jugendlichen für ein selbstbestimmtes Leben zu befähigen und sie auf die moderne Arbeitswelt vorzubereiten.“

Darüber hinaus setzt die Ministerin auf den Digitalpakt von Bund und Ländern: „Welche Hardware wir bzw. die Schulträger für die Schulen anschaffen, muss genau überlegt sein. Der Digitalpakt kann unseren Schulen einen großen Modernisierungsschub verleihen. Dafür möchte ich ihn nutzen und nicht, um ein Strohfeuer zu zünden. Voraussetzung dafür ist, dass die Mittel des Bundes endlich fließen. Wir warten schon sehr lange“, sagte Hesse.

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