Ortsumgehung Stralsund ab heute komplett<br />Schlotmann: Fernverkehr rollt an Stadt vorbei

Nr.291/09  | 01.09.2009  | EM  | Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung

Am Dienstag (1. September) wurde der letzte Teilabschnitt der Ortsumgehung Stralsund für den Verkehr freigegeben. Der Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung, Volker Schlotmann, meinte: "Nun kann der Fernverkehr an der Stadt Stralsund vorbeirollen. Das bringt den Hansestädtern eine enorme Verkehrsentlastung."

Die Bauarbeiten am letzten Abschnitt begannen im Juli 2006. Dieser Teilabschnitt ist rund 3,3 Kilometer lang und verbindet den Knotenpunkt B 105n/B 194 mit dem westlichen Bauende und schließt dort an die B 105 Richtung Rostock an. Die Baukosten für den letzten Abschnitt betrugen etwa 12,6 Millionen Euro, davon wurden 8,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Zum Erhalt des streng geschützten Wachtelkönigs an der Lüssower Senke – eines der größten Vorkommen dieser Vogelart in Deutschland – wurde ein 100 Hektar großes Ersatzgebiet am Oberlauf der Barthe bei Obermützkow geschaffen.

Die Ortsumgehung Stralsund ist notwendig geworden, nachdem der Verkehr ab 1990 auf den Bundesstraßen B 96, B 105 und B 194 sprunghaft angestiegen war. Die Ortsumgehung wurde insgesamt in sechs Bauabschnitte aufgeteilt. Dabei befanden sich auf der B 96 vier Bauabschnitte und auf der B 105 zwei Bauabschnitte. Baubeginn für die ersten drei Bauabschnitte war im August 1997. Dabei wurden der erste und zweite Bauabschnitt im November 2002 fertig gestellt und der dritte Bauabschnitt im September 2000. Der vierte Bauabschnitt begann im August 2001 und endete im September 2003. Die Arbeiten im fünften Bauabschnitt begannen im August 2001 und endeten im Juli 2004. Insgesamt ist die Ortsumgehung Stralsund rund 16,7 Kilometer lang. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 134 Millionen Euro, davon wurden rund 66 Millionen Euro aus dem EFRE finanziert.  

"Mit dem Bau der Ortsumgehung Stralsund ist die Straßeninfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern wieder ein Stück leistungsfähiger und sicherer geworden. Damit wird das Land als Wirtschaftsstandort noch attraktiver", sagte Schlotmann abschließend.