Märchengarten Grammentin, ml&s Greifswald und Energiewerke Rügen – Staatssekretärin Jesse auf Regionsbereisung

Jesse: Mutiges Engagement und innovative Ideen für ein wirtschaftlich starkes und nachhaltiges Land

Wirtschaftsstaatssekretärin Ines Jesse (r.) besuchte den „Märchengarten Grammentin“ und informierte sich bei den Inhabern Antje Hornburg-Zeneli und Mirjan Hornburg-Zeneli über den Dorfladen mit Brasserie und interaktivem Garten mit Märchenmotiven. (© Norbert Fellechner) Details anzeigen
Wirtschaftsstaatssekretärin Ines Jesse (r.) besuchte den „Märchengarten Grammentin“ und informierte sich bei den Inhabern Antje Hornburg-Zeneli und Mirjan Hornburg-Zeneli über den Dorfladen mit Brasserie und interaktivem Garten mit Märchenmotiven. (© Norbert Fellechner)
Wirtschaftsstaatssekretärin Ines Jesse (r.) besuchte den „Märchengarten Grammentin“ und informierte sich bei den Inhabern Antje Hornburg-Zeneli und Mirjan Hornburg-Zeneli über den Dorfladen mit Brasserie und interaktivem Garten mit Märchenmotiven. (© Norbert Fellechner)
Wirtschaftsstaatssekretärin Ines Jesse (r.) besuchte den „Märchengarten Grammentin“ und informierte sich bei den Inhabern Antje Hornburg-Zeneli und Mirjan Hornburg-Zeneli über den Dorfladen mit Brasserie und interaktivem Garten mit Märchenmotiven. (© Norbert Fellechner)
Nr.313/23  | 19.10.2023  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

Verkehrs- und Energiestaatssekretärin Ines Jesse hat sich zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg Heiko Miraß am Donnerstag (19.10.) im Rahmen einer Regionsbereisung über Vorhaben im Märchengarten Grammentin, bei der ml&s manufacturing, logistics and services GmbH & Co. KG in Greifswald sowie den Energiewerken Rügen informiert. „Hohes Engagement in ländlichen Räumen, erfolgreiche Unternehmen und erneuerbare Energien – die einzelnen Stationen der Regionsbereisung zeigen einen exemplarischen Ausschnitt der vielfältigen Vorhaben in Mecklenburg-Vorpommern. Für ein wirtschaftlich starkes und nachhaltiges Land brauchen wir mutiges Engagement und innovative Ideen – wie sich im Märchengarten Grammentin, bei ml&s und bei den Energiewerken Rügen deutlich zeigt“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Ines Jesse.  

Programm „Neue Dorfmitte“: Märchengarten Grammentin

Erste Station der Tour war der „Märchengarten Grammentin“ im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Dabei handelt es sich um einen Dorfladen mit Brasserie und interaktivem Garten mit Märchenmotiven. Im Dorfladen selbst werden vor allem regionale Produkte angeboten; auf den 3,5 Hektar Land, die zu dem Komplex gehören, wurden Märchengärten angelegt, in denen Gemüse und Kräuter angebaut werden. Das Vorhaben ist Bestandteil des Programms „Neue Dorfmitte“. Die Landesinitiative dient der Sicherstellung der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen. „Über das Programm werden dank engagierter Initiierender im ländlichen Raum attraktive Anlaufstellen geschaffen. So gibt es einerseits die Möglichkeit, Güter des täglichen Bedarfs vor Ort einzukaufen; zugleich entstehen soziale Treffpunkte in der Dorfmitte. Das stärkt die regionale Identifikation der Bürgerinnen und Bürger“, sagte Jesse.

Seit 2011 wurden 52 Dorfläden und mobile Versorgungsangebote fachlich und finanziell mit rund fünf Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert. Damit wurden Investitionen in Höhe von 6,5 Millionen Euro ausgelöst. Der „Märchengarten Grammentin“ erhielt bei einer Gesamtinvestitionssumme in Höhe von 393.000 Euro eine Unterstützung in Höhe von 150.000 Euro unter anderem für den Bau der Terrasse, Innenausbau sowie Ausstattung von Küche, Brasserie und Laden.

Spezialist für Elektronikteile: ml&s manufacturing, logistics and services GmbH & Co. KG aus Greifswald

Zweite Station war das Unternehmen ml&s manufacturing, logistics and services GmbH & Co. KG aus Greifswald, ein Fertigungsdienstleistungsbetrieb für Elektronikteile auf Basis von Kundenvorgaben. Dabei handelt es sich um die Bestückung und Aufbringung von Leiterplatten mit elektronischen Strukturen oder Leiterbahnen. Die Kunden von ml&s - nach Unternehmensangaben unter anderem Zulieferer für erneuerbare Energien, etwa für Heimstromspeicher für Photovoltaik-Anlagen - fertigen aus diesen Leiterplatten Baugruppen für die Industrie insbesondere im Bereich der Fertigungsautomatisierung/Robotik. „Das Unternehmen hat stetig in den Standort investiert, sich einen guten Namen im Bereich Elektronik erarbeitet – und so mehr als 400 Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Dank des unternehmerischen Mutes, stark in Forschung und Entwicklung zu investieren, hat sich ml&s auch an verändernde Markterfordernisse angepasst und mutig neue Geschäftsfelder für einen erweiternden Kundenstamm erschlossen. Dies sichert auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens“, sagte Jesse.

Das Unternehmen hat im Zeitraum 2004 bis 2021 für neun Forschungs- und Entwicklungsprojekte Unterstützung in Höhe von 443.640 Euro erhalten. Dabei handelt es sich unter anderem um das Verbundforschungsvorhaben „Prädiktive Produktionsplanung und -steuerung, PräPPS“ mit dem Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP als Verbundpartner. Ziel des Verbundvorhabens ist die Entwicklung eines Werkzeugs zur Optimierung der Produktionsplanung und -steuerung auf Basis eines datengetriebenen Prozesszwillings mit der Fähigkeit, ungeplante Prozessabweichungen prognostizieren zu können.

Auf der Insel erzeugter erneuerbarer Strom wird lokal verbraucht: Energiewerke Rügen

Die Energiewerke Rügen sind eine offene Genossenschaft im Bereich der Energieversorgung mit Sitz in Gingst. Vorrangig wird ein Ökostromtarif unter dem Namen „Inselstrom“ angeboten mit der Besonderheit, dass der auf Rügen erzeugte erneuerbare Strom auch lokal verbraucht wird. Der Inselstrom wird im Solarpark Kluiser Dreieck erzeugt. Mit einer Leistung von 3,58 Megawatt erzeugt er rund 3.900 Megawattstunden Ökostrom pro Jahr – genug, um über 1.300 durchschnittliche Drei-Personen-Haushalte zu versorgen. Die Genossenschaft möchte nach eigenen Angaben auf Rügen die Themen „Energiewende“ und „Nachhaltigkeit“ anpacken, um für kommende Generationen und die Umwelt Verantwortung zu übernehmen. Eines der geplanten Vorhaben sind die „Inseldörfer“. Dabei sollen sich Gemeinden unabhängig versorgen können und sich entweder an bestehende Anlagen anschließen oder neue errichten. Die erzeugte Energie dient dann zur lokalen Strom-, Wärme- und Verkehrsversorgung. Die Dörfer bilden zur Abwicklung dieser Versorgungsstruktur jeweils ein eigenes „Inselwerk“. Diese Inselwerke werden zu einem Inselwerke-Verbund zusammengeführt, der die zentralen Dienste wie Einkauf, Finanzen, Personal und anderes übernimmt. „Auch das wichtige Thema Mobilität auf der Insel Rügen steht im Fokus der engagierten Genossenschaft der Energiewerke. Hier steht die Idee im Raum, dass elektrobasierte Fahrzeuge den Bewohnerinnen und Bewohnern in privater und kollektiver Nutzerschaft in Abstimmung mit dem örtlichen Verkehrsunternehmen als öffentlicher Nahverkehr dienen“, sagte Jesse.