Pressemitteilung vom Ostdeutschen Sparkassenverband

Tourismus bleibt starker Wirtschaftsfaktor: 8,0 Milliarden Euro Umsatz in Mecklenburg-Vorpommern

Nr.86/26  | 03.07.2026  | WM  | Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit

Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern ist zentraler Wirtschafts- und Standortfaktor. Mit Milliardenumsätzen, einer Wertschöpfung von rund 3,9 Milliarden Euro sowie erheblichen Steuereinnahmen trägt die Branche maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung und Attraktivität des Landes bei.

Das zeigt die aktuelle Ausgabe der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern 2025“, die von der Tourismusberatung dwif-Consulting GmbH im Auftrag des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV) erstellt wurde. Sie wurde am 24.06.2026 im Rahmen der Sitzung des Tourismusbeirats des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin vorgestellt. 

Nach den Ergebnissen der Studie generierten Gäste im Jahr 2025 touristische Bruttoumsätze in Höhe von 7,98 Milliarden Euro. Insgesamt wurden rund 123 Millionen touristische Aufenthaltstage im Land gezählt. Im Ergebnis blieb der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich stabil und konnte im Vergleich zum Jahr 2022 Nachfrage, Brutto­umsatz sowie Einkommenswirkungen leicht steigern. Ange­sichts der schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist dies als positives Signal zu werten. 

Wirtschafts- und Tourismusminister Wolfgang Blank: „Die aktuellen Zahlen unterstreichen: Der Tourismus ist ein unver­zichtbarer Bestandteil der Wirtschaftskraft Mecklenburg-Vor­pommerns. Sie belegen, dass die Tourismusbranche auch in international und wirtschaftlich fordernden Zeiten eine feste Größe im Land ist. Diese Zahlen sind das Ergebnis der Anstrengungen der touristischen Unternehmen in MV. Die Entwicklung ist kein Selbstläufer: Die Branche steht vor großen Herausforderungen. Die Kostenbelastung ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, Fachkräftesicherung und
-gewinnung bleiben drängende Aufgaben. Um im Wettbewerb mit anderen Ländern auch weiterhin attraktiv zu sein, sind Investitionen in ganzjährige und wetterunabhängige Angebote notwendig – das stärkt auch die Vor- und Nachsaison. 

MV ist ein wunderbares und erfolgreiches Urlaubsland, dass vor allem durch eine hohe Inlandsnachfrage geprägt ist. Weiteres Potential besteht darin, noch mehr internationale Gäste für unser Bundesland zu gewinnen,“ so Dr. Blank. „Von einem starken Tourismus profitieren nicht nur unsere Gäste, sondern auch die Menschen vor Ort – durch Arbeitsplätze, Wertschöpfung und eine hohe Lebensqualität in unseren Regionen. Gemeinsam mit der Branche wollen wir Mecklen­burg-Vorpommern als vielfältigen und zukunftsfähigen Touris­musstandort weiter stärken.“ 

Die touristischen Umsätze verteilen sich auf zahlreiche Wirt­schaftsbereiche. Das Gastgewerbe profitiert mit rund 4,7 Mil­liarden Euro am stärksten, gefolgt vom Einzelhandel mit knapp 1,8 Milliarden Euro sowie Dienstleistungen mit rund 1,5 Milliarden Euro.

Enormes Potential hat für Mecklenburg-Vorpommern der Tagestourismus. Tagesreisen erzeugen mit rund 1,84
Milli­arden Euro rund ein Viertel aller touristischen Umsätze. Hinzu kommen Umsätze aus gewerblichen Übernachtungen, Camping, Freizeitwohnsitzen sowie Besuchen von Verwand­ten und Bekannten. 

Der Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV), Ludger Weskamp, erläutert: „Die Tourismus- und Freizeit­branche ist für Mecklenburg-Vorpommern mehr als ein Wirt­schaftsfaktor, der sich in Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen messen lässt. Tourismus schafft Lebensqualität und Zukunfts­perspektiven durch Investitionen in Infrastruktur, von denen auch die Menschen vor Ort profitieren. Die Sparkassen fördern diese Investitionen.

Entscheidend bleibt, die Qualität der Angebote kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit des Touris­musstandortes Mecklenburg-Vorpommern zu stärken.“ 

2025 sagten die acht Sparkassen in Mecklenburg-Vorpom­mern 2,1 Milliarden Euro an neuen Krediten zu, ein Plus von 21,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtkredit­bestand stieg auf 13,4 Milliarden Euro. 

Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick:

  • 123,1 Millionen touristische Aufenthaltstage
  • 8,0 Milliarden Euro touristischer Bruttoumsatz
  • 3,9 Milliarden Euro touristische Wertschöpfung
  • 128.086 Beschäftigtenäquivalente
  • 151.602 Einkommensäquivalente
  • 730,4 Millionen Euro Steueraufkommen aus Mehrwert- und Einkommensteuer
  • 4,7 Milliarden Euro Umsatz im Gastgewerbe
  • 1,8 Milliarden Euro Umsatz im Einzelhandel
  • 1,5 Milliarden Euro Umsatz im Dienstleistungsbereich