Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft 2020

Am 20. Februar 2020 sind die sechs Gewinner des 11. „Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft“ feierlich in Wismar ausgezeichnet worden. Der Ideenwettbewerb 2020 wurde unter dem Motto „Innovative Ideen für die Gesundheitswirtschaft“ durchgeführt.

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Gewinner des 11. Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft

Gewinner des 11. Ideenwettbewerbs

In diesem Jahr gingen insgesamt 21 Projektideen in die Bewertungsrunde ein. Das Spektrum der Siegerprojekte reicht vom Insekten-Superfood bis zum Testzentrum für Medizinprodukte.
Die Sieger-Projekte zeichnen sich durch die Entwicklung innovativer Lösungsansätze und neuartige Verfahren und Produkte in der Gesundheitswirtschaft aus. Darin schlummert ein enormes Potenzial, die Verfahren und Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen.

Sechs Siegervorschläge wurden prämiert

Eine Fachjury unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit MV und je einem Vertreter der Staatskanzlei MV, des Kuratoriums Gesundheitswirtschaft MV sowie der Industrie- und Handelskammern des Landes hat aus den eingereichten Projektideen sechs Bewerbungen für eine Förderung vorgeschlagen.

Bei den sechs zur Förderung vorgeschlagenen Projektideen handelt es sich insgesamt um ein Fördervolumen in Höhe von rund 890.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und um ein Gesamtprojektvolumen in Höhe von knapp 1,2 Millionen Euro.

Erfolgsmodell Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft - 64 Projekte unterstützt

Der Wettbewerb hat sich zu einem kreativen Ideengeber für die heimische Gesundheitswirtschaft entwickelt. Viele Ideen sind erfolgreich im Alltag angekommen, so dass konkrete und qualitativ hochwertige Angebote umgesetzt werden konnten. Seit dem Start im Jahr 2008 wurden und werden in elf Ideenwettbewerben 64 Projektideen mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von rund 10,9 Millionen Euro in Höhe von 7,9 Millionen Euro aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) finanziell unterstützt. Schwerpunktbereiche dabei sind Gesundheitsdienstleistungen, Gesundheitstourismus, Life Science, Ernährung für die Gesundheit und Gesundes Altern.

Preisträger des Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft 2020Details anzeigen
Preisträger des Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft 2020

Preisträger des Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft 2020

Preisträger des Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft 2020

Preisträger des Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft 2020

Träger: INOVA Protein, Rostock

Projekt: Herstellung von ökologischem Insektenmehl als innovatives, überaus gesundes und gleichermaßen nachhaltiges Produkt

INOVA Protein bietet eine automatisierte, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Zucht, Verarbeitung und Vermarktung von Insektenmehl als alternative Proteinquelle zu Fleisch. Ziel ist es, Insekten in den Alltagsverzehr der Bevölkerung zu integrieren und so aktiv eine gesundheitsbewusste Ernährung zu unterstützen. INOVA Protein steht für eine ressourcenschonende, nachhaltige, effiziente Landwirtschaft sowie als Superfood für einen modernen Lifestyle-Trend der Gesundheits- und Tourismuswirtschaft. Im Rahmen des Projektes sollen Marketing- und Sales-Maßnahmen für das Produkt entwickelt und umgesetzt werden. Sie sollen die vorhandenen Strukturen festigen und erweitern.

Die INOVA Protein greift einen neuen Ernährungstrend auf und produziert Insektenmehl aus selbst gezüchteten Mehlwürmern. Diese innovative Idee ist durch eigene Forschungsaktivitäten von den Gründern untermauert worden. Die Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern sollen den Ernährungsmarkt erobern.

www.inovaprotein.de

Träger: triphari, Rostock

Projekt: IRIS (=Intelligent Registration Infrastructure) - Vermarktung einer intelligenten digitalen Infrastruktur für medizinische Einrichtungen

Mit einem System aus Sensoren am Bett, Datenübertragungsmodulen und einer App soll aus der Ferne mit dem Smartphone nachvollzogen werden können, ob sich eine zu pflegende Person noch im Bett einer Klinik oder Pflegeeinrichtung befindet und wie aktiv sie dort ist. Im Notfall werden pflegende Angehörige sofort benachrichtigt, sodass schnell eingegriffen und gegebenenfalls ein Notruf abgesetzt werden kann. Für dieses System wird ein Prototyp entwickelt und im Rahmen einer Studie getestet und validiert. Das System zur Aktivitätsmessung und der Möglichkeit zur Integration anderer Internet of Things-/Smart Home-Technologien soll auf dem B2C- und auch auf dem B2B-Markt angeboten werden.

Mit der von triphari entwickelten digitalen Infrastruktur ist ein Unterstützungssystem für medizinische Einrichtungen entstanden, das die Betreuung von Erkrankten verbessern kann.

www.triphari.com

Träger: IDK GmbH, Karlsburg

Projekt: Erforschung, Entwicklung und prototypische Errichtung eines Testzentrums für Medizinprodukte im Bereich Diabetes in Mecklenburg-Vorpommern

Ziel des Vorhabens ist die Erforschung, Entwicklung und Etablierung eines Testzentrums für Medizinprodukte insbesondere für den Bereich Diabetes (Blutzucker-Messgeräte und -Teststreifen). Für das Testzentrum wird zunächst ein Konzept entwickelt und anschließend die Akkreditierung vorgenommen. Langfristig möchte sich das Testzentrum sowohl national als auch international aufstellen und zur Wertschöpfung in einer der strukturschwächsten Regionen des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern beitragen.

Die Umsetzung eines Testzentrums kann zur weiteren Profilierung des medizinischen Kompetenzzentrums Karlsburg erheblich beitragen und so die Bekanntheit Mecklenburg-Vorpommerns als Gesundheitsstandort vergrößern.

www.glucose-strips-quality.de

Träger: arztkonsulation ak GmbH, Schwerin

Projekt: FIRST.med - Virtual Hospital for International Markets – Entwicklung und internationale Vermarktung eines digitalen Zweitmeinungsportals für Spitzenmedizin aus Mecklenburg-Vorpommern

Die Projektidee beschäftigt sich mit der Entwicklung eines digitalen medizinischen Beratungs- und Zweitmeinungsportals für Spitzenmedizin aus Mecklenburg-Vorpommern zur internationalen Vermarktung. Als Zielland wird zunächst die Russischen Föderation adressiert. Für staatliche Gesundheitseinrichtungen besteht hiermit die Möglichkeit zu Telekonsilen und Fallkonferenzen (unter anderem Tumorboards). Für Privatpersonen soll ein Portal aufgebaut werden, welches als Marke „Made in Mecklenburg-Vorpommern“ international vermarktet wird und den Privatpersonen im Ausland die Möglichkeit eines digitalen Zugangs zu Spitzenmedizin aus Mecklenburg-Vorpommern eröffnet.

Die Umsetzung des Projektes FIRST.med kann zu einer Stärkung des Marktzugangs von Produkten und Dienstleistungen aus Mecklenburg-Vorpommern in den internationalen Markt beitragen.

www.arztkonsultation.de

Träger: Universität Greifswald, Institut für Pharmazie

Projekt: Innovationsverbund für die Erschließung und Wertschöpfung mit Heilpflanzen in Mecklenburg-Vorpommern

Ziel des Verbunds ist die Kultivierung von Heilpflanzen, um einen dauerhaften Zugang zu qualitativ hochwertigen Pharmaka-Rohstoffen aus nachhaltiger, ökologischer Produktion zu sichern. Das Projektteam erachtet hierfür großes Potential – angesichts der zunehmenden Nachfrage nach Phytopharmaka bei leichteren Gesundheitsproblemen und der gleichzeitig abnehmenden Verfügbarkeit der zumeist wild geernteten und zu 90 Prozent importierten Heilpflanzen. Das geplante Modellprojekt will beispielhaft Musterlösungen für die Verflechtung von Wissenschaft, Konsumtion und Produktion ausgewählter Heilpflanzen erarbeiten.

Mecklenburg-Vorpommern ist reich an natürlichen Heilmitteln. Neben Heilkreide werden auch Jod-Sole, Torf, Moor und Meerwasser gesundheitsfördernd eingesetzt. Das Vorhaben, regionale Heilpflanzen für die Produktion von Pharmaka-Rohstoffen zu nutzen, ist dafür eine ideale Ergänzung.

www.pharmazie.uni-greifswald.de

Träger: MRE-Netzwerk KOMPASS e. V., Greifswald

Projekt: Koordinierte medizinische Versorgung für Patientensicherheit und sektorenübergreifenden Infektionsschutz - Netzwerk zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen durch verhaltenspsychologisch basierte elektronisch rückgekoppelte Verbesserung der Händehygiene in medizinischen Einrichtungen

Ziel des Projektes „StopInfekt“ ist es, ein medizinisch-technisches Kooperationsnetzwerk aus Wirtschaft und Wissenschaft zu etablieren, das digitale Maßnahmen zur Verbesserung der Händehygiene entwickelt und unterstützt. In „StopInfekt“ werden technologische Maßnahmen zur dauerhaften Umsetzung der Händehygiene nach den Kriterien der WHO entwickelt, pilotiert und als demonstrierbare Referenzlösung zur Verfügung gestellt. Technischer Ausgangspunkt ist eine Installation, die erstmalig über unmittelbare individuelle Rückkopplung an das Klinikpersonal aktiv eine stetige Verbesserung der Händehygiene bewirkt. Im Rahmen des Projektes soll diese Installation um zwei weitere ergänzt werden, die für Demonstrationszwecke, als Kopiervorlage und zur Erprobung sowie Evaluation neuer Komponenten, Auswertungen, Betriebsarten und Algorithmen verfügbar sind.

Das Netzwerk KOMPASS e.V. setzt sich konsequent für die Erkennung, Vermeidung und Bekämpfung von Infektionen und von Antibiotikaresistenzen ein. Mit dem Projekt soll die medizinische Bedeutung der Händehygiene stärker in den Fokus gerückt werden.

www.mre-kompass.de

Kontakt

Katja Busch
BioCon Valley® GmbH/Gesundheitswirtschaft
Friedrich-Barnewitz-Straße 8
18119 Rostock
Telefon: +49 381-51 96 48 33
E-Mail:

Publikationen und Dokumente

Aufruf zum Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft 2020